Studienschwerpunkt "Jüdische Studien"

 

An der Universität Augsburg kann seit dem Sommersemester 2020 ein Zertifikat „Studienschwerpunkt Jüdische Studien“ erworben werden. Drei Fakultäten – die Philologisch-Historische Fakultät (federführend), die Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät und die Katholisch-Theologische Fakultät speisen Lehrveranstaltungen, die zu jüdischen Themen abgehalten werden, in diesen Studienschwerpunkt ein. Das Lehrangebot reicht von "Antisemitismus in der europäischen Literatur" bis "Geschichte des Zionismus“. 

 

Das Lehr- und Vortragsangebot wird ständig aktualisiert und ist über die Homepage des Studienschwerpunkts im Überblick einzusehen. Die Studierenden haben so die Gelegenheit, in einen fachlichen Austausch mit Dozierenden und Studierenden an allen drei beteiligten geistes- und sozialwissenschaftlichen Fakultäten zu treten, neue Fachgebiete kennenzulernen und Vertrautes im spezifischen Blick auf Aspekte der jüdischen Geistesgeschichte zu vertiefen. Sie stellen sich einen individuellen Stundenplan zusammen und können am Ende ihres Studiums  mit dem Zertifikat ihren Interessenschwerpunkt und die dort erbrachten Leistungen nachweisen. 

 

In der Regel können die zu erbringenden Leistungen im Rahmen des regulären Studienverlaufs erbracht werden, nur zum Teil müssen zusätzliche Leistungsnachweise in einem anderen Fach nachgewiesen werden. Bei der Erstellung des Stundenplans gibt der Leitfaden eine erste Orientierung, die Koordinationsstelle „Jüdische Studien“ bietet in Individualsprechstunden gern Hilfestellungen bei der Planung. 

 

Die interessierte Öffentlichkeit ist zu allen Vorträgen und Sonderveranstaltungen herzlich willkommen, die im Rahmen der "Jüdischen Studien“ angeboten werden. Wir freuen uns auf einen lebendigen, interessierten und engagierten transdisziplinären Austausch von Studierenden, Dozent:innen, internationalen Gästen und interessierter Stadtöffentlichkeit!

Zertifikat und Wahlbereich Jüdische Studien an der Universität Augsburg ab Sommersemester 2021

Die Einrichtung des Qualifizierungsangebots Jüdische Studien an den drei Fakultäten Philologisch-Historische Fakultät, Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät und Katholisch-Theologische Fakultät bündelt das an diesen Fakultäten bereits vorhandene Lehrangebot durch die Einrichtung eines Zertifikats/Wahlbereichs. Ein Überblick über das Lehrangebot in den drei Fakultäten informiert die Studierenden über die Veranstaltungen auch an den jeweiligen Nachbarfakultäten.

 

Zentraler Bestandteil des Lehrangebots der Jüdischen Studien sind die Veranstaltungen der an der Philologisch-Historischen Fakultät angesiedelten internationalen und transdisziplinären Gastprofessur Jüdische Kulturgeschichte. Mit ihren jährlich wechselnden herausragenden Wissenschaftler*innen ist sie über die Lehrveranstaltungen fest in den drei Fakultäten verankert und zugleich mit ihren öffentlichen Vorträgen über den akademischen Rahmen der Universität Augsburg hinaus in der Stadtöffentlichkeit präsent.

 

Die Lehrveranstaltungen der Jüdischen Studien können von den Studierenden der Universität Augsburg gezielt aufgerufen und besucht werden, es können auch Abschlussarbeiten in diesem Bereich geschrieben werden. Am Ende des Studiums kann der Besuch der Lehrveranstaltungen im Bereich Jüdische Studien als zertifizierter Interessenschwerpunkt nachgewiesen werden.

 

Fachliches Profil

Studiengebiet 1: Theologie; Philosophie

Studiengebiet 2: Geschichte

Studiengebiet 3: Literatur- und Kulturwissenschaft

Studiengebiet 4: Sprache und Sprachgeschichte

Studiengebiet 5: Sozialwissenschaft, Politologie, Psychologie

Studiengebiet 6: Erziehungswissenschaft, Religionspädagogik; Jüdisches Museum (Praktikum), Bukowina-Institut (Praktikum)

Beteiligte Fakultäten

Philologisch-Historische Fakultät (federführend)

Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät

Katholisch-Theologische Fakultät

 

 

Die Koordinationsstelle Jüdische Studien versammelt in jedem Semester aus den sechs Studiengebieten einschlägige Lehrveranstaltungen und stellt sie in einem Katalog nach Studiengebieten geordnet zusammen (auch Mehrfachzuordnungen sind möglich). Alle Lehrveranstaltungen behalten dabei zugleich auch Ihre angestammten Modulsignaturen.

 

Belegt werden können auch Lehrveranstaltungen, die nicht ausschließlich im Bereich Jüdische Studien angesiedelt sind, sondern Aspekte aus diesem Themengebiet in die Lehrveranstaltung integrieren. Relevant für die Anrechenbarkeit der Lehrveranstaltung für den Wahlbereich und das Zertifikat ist, dass die Seminararbeit im Bereich Jüdische Studien geschrieben wird.

Aufbau des Zertifikats/Wahlbereichs

© Universität Augsburg

Qualifizierungsoptionen

Es werden zwei Qualifizierungsoptionen – Wahlbereich und Zertifikat – angeboten. Für den Wahlbereich ist der Leistungsnachweis aus mindestens einem weiteren Fach, für das Zertifikat sind Leistungsnachweise aus mindestens zwei weiteren Fächern zu erbringen.

 

Verpflichtender Bestandteil der für den Wahlbereich und das Zertifikat erforderlichen Leistungsnachweise ist der Besuch von mindestens zwei Lehrveranstaltungen der Gastprofessur Jüdische Kulturgeschichte. Die Gastprofessur wird in jedem Jahr aus einem anderen Fach besetzt, das/die anderen Fächer sind entsprechend zu ergänzen.

 

Neben der Verpflichtung zu Transdisziplinarität ist die Bildung von fächerspezifischen Schwerpunkten möglich und erwünscht.

 

 

Ansprechpartner:innen

Sprecherin                            Modulbeauftrager                 Koordinatorin

Prof. Dr. Bettina Bannasch
Professorin
Neuere Deutsche Literaturwissenschaft 2
Akademischer Oberrat (LfbA)
Deutsche Sprache und Literatur des Mittelalters
Koordination der Jüdischen Studien, Tutorin und Wissenschaftliche Hilfskraft
Neuere Deutsche Literaturwissenschaft 2

Veranstaltungsankündigungen

19. Januar 2022

Justice, Conscience, and Judgment in Modern Yiddish and Hebrew Literature

Post-Doc Workshop

Die Veranstaltung wird am Donnerstag den 20. Januar 2022 im Rahmen

einer Kooperation zwischen Dr. Carmen Reichert (Jiddische Literatur am

Lehrstuhl für Jüdische Kultur und Geschichte LMU München) und

Prof. Dr. Efrat Gal-Ed (Gastprofessur für Jüdische Studien an der Universität Augsburg)

abgehalten.

 

Ziel des Workshops ist es, Gerechtigkeitskonzeptionen in jiddischen und

hebräischen literarischen Texten zu untersuchen und dabei zu fragen,

inwieweit gängige Konzepte von (Poetischer) Gerechtigkeit für jiddische

und hebräische Literaturen fruchtbare analytische Begriffe sein können.

Die Teilnehmenden sind eingeladen, Qualifikationsarbeiten oder Projekte

vorzustellen und konzeptionelle und analytische Herausforderungen und

Fragen zu diskutieren.

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16. November 2021

"Erinnerte Erlösung: Zum Pessachfest" Gastvortrag von Prof. Efrat Gal-Ed in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Augsburg Schwaben

Gastvortrag am 12.01.2021

Ort: Wegen der Pandemie kann der Vortrag leider ausschließlich digital besucht werden. Der Zugangslink ist über eine Anmeldung auf der Website des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben erhältlich.                           (https://jmaugsburg.de/veranstaltungen/erinnerte-erloesung-zum-pessachfest/

Veranstaltungszeit: 18:30 Uhr

 

Feste finden zu bestimmten Zeitpunkten im Jahreszyklus statt. Aus dem jeweils besonderen Zeitpunkt im Jahr ergibt sich der Hintergrund für das Ritual und für die Bedeutung des Festes. Festzeiten schaffen Gemeinschaft, bekräftigen deren Selbstverständnis und repräsentieren die religiöse Selbstkonzeption. Was wird im Pessachfest heraufbeschworen und gefeiert? Pessach ist eines der ältesten jüdischen Feste. Seine Ursprünge sollen auf eine Periode zurückgehen, da die Hebräer noch als Halbnomaden lebten, möglicherweise zu einer Zeit vor dem Exodus. Pessach wurde in der Torah vorgeschrieben, von den Gelehrten späterer Generationen erläutert und von folkloristischen Traditionen ergänzt. Die uns heute bekannte Festgestalt entwickelte sich im Lauf von Jahrhunderten, geprägt von Kontakten mit den umgebenden Kulturen und Religionen und zugleich von der Bemühung um Distinktion der eigenen Gemeinschaft.

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5. November 2021

"Ich sah jiddische Worte, wie ganz kleine Feuer" — kommentierte Lesung jiddischer Lyrik

Kommentierte, zweisprachige Lesung jiddischer Lyrik am Mittwoch, 10.11.2021, 18:30 Uhr.

Veranstaltungsort: Universität Augsburg (Raum 2106 kl. Hörsaal ggü. der alten Cafete), 86150 Augsburg

 

Der Abend ist jiddischer Poesie gewidmet, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts im östlichen Europa und in den Vereinigten Staaten entstand. Die Dichterinnen und Dichter der jiddischen Moderne waren polyglott und verbunden mit den sie umgebenden Kulturen, vor allem der russischen, deutschen und austro-ungarischen. Sie waren in der jüdischen Tradition verankert, gegen welche sie rebellierten, und geprägt vom Humanismus des christlichen Europa. Auf dem Programm stehen Gedichte von Jacob Glatstein, David Hofstein, Itzik Manger, Anna Margolin und Kadya Molodowsky u.a. Sie werden jiddisch und deutsch gelesen.

 

 

 

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