Schau ins Blau – Online-Magazin

Kopfgrafik: “Hermes”, Zeichnung © Michael Jordan 2005

Eine Zeitschrift für Literatur, Kunst und Wissenschaft der Gegenwart

 

Neben spannenden Interviews mit GegenwartskünstlerInnen und WissenschaftlerInnen, Rezensionen (Literatur/ Kunst/ Wissenschaft) und Einblicken in die Wissenschaft ist Schau ins Blau auch eine Plattform zur Veröffentlichung der Texte der Teilnehmenden der Bayerischen Akademie des Schreibens.

30. März 2020

Lesen in Zeiten der Corona-Krise

„Störfall“ von Christa Wolf begleitet mich seit meiner Adoleszenz. Auf der ersten Umschlagseite des Bandes finden sich Bleistifteinträge, wann ich ihn gelesen habe: Dez. 87-Jan. 88 und März 2001. Das erste Mal kurz nach Erscheinen des Bandes 18 Monate nach der Reaktorschmelze in Tschernobyl/Ukraine, die am 26. April 1986 zu zwei Explosionen führte, die große Mengen an radioaktivem Material freisetzten. Damals zog dann „ahnungslos“ eine unsichtbare radioaktive Wolke nach Westen. Unter März 2011 habe ich wie zur Gedächtnisstütze den Anlass notiert: „nach d. Tsunami-Kernreaktorschmelze in Japan“. Und nun greife ich ein drittes Mal nach dem Buch in meinem Bücherschrank ... (Dorothea Erbele-Küster)

20. Dezember 2019

Ein Interview mit Susanne Heinrich

Susanne Heinrich wurde 1985 bei Leipzig geboren. Sie verfasste schon in ihrer Schulzeit literarische Texte und studierte zeitweise am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Zwischen 2005 und 2011 erhielt sie Aufenthalts-Stipendien in Berlin, Los Angeles und der Villa Massimo in Rom. In diesen Jahren veröffentliche sie zwei Romane und zwei Bände Erzählungen. Ab 2012 studiert sie Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Mit Das melancholische Mädchen erschien 2019 ihr erster Film, der von der Kritik vielfach begeistert aufgenommen wurde und bisher mit dem Max-Ophüls-Preis und dem Drei-Länder-Filmpreis der Sächsischen Kunstministerin für den besten Spielfilm ausgezeichnet wurde.

18. Dezember 2019

“Ich hoffe, das Theater wird weiterhin das tun, was man von ihm am wenigsten erwartet.” – Ein Interview mit Stefan Kaegi über Gegenstand, Freiheit und Engagement des Theaters

“Rimini Protokoll” nennt sich das Berliner Label, das Stefan Kaegi zusammen mit Helgard Haug und Daniel Wetzel im Jahr 2000 gegründet hat. Ziel des Regietrios ist es, die Realität aufzubrechen, um sie auf verschiedenste Weise neu zu präsentieren und auf die Bühne zu bringen. Kaegi inszeniert diese Facetten der Wirklichkeit in dokumentarischen Theaterstücken, Hörspielen und Stadtrauminszenierungen auf internationalem Raum und erhält dafür gemeinsam mit seinen Kollegen des “Rimini Protokolls” zahlreiche Auszeichnungen. Im Juli 2019 nahm Stefan Kaegi an den “Augsburger Gesprächen zu Literatur und Engagement” im Rahmen des Augsburger Friedensfestes teil, das in diesem Jahr unter dem Thema “Freiheit” stand. Dieses Gespräch soll nun mit “Schau ins Blau” über Gegenstand, Freiheit und Engagement des Theaters fortgeführt werden.

9. Mai 2019

Interview mit Jonas Lüscher

Ein halbes Jahr nach den Augsburger Gespräche zu Literatur und Engagement – spricht Schau ins Blau erneut mit einem der Teilnehmenden, dem Autor Jonas Lüscher. Der gebürtige Schweizer Schriftsteller wurde durch seine vielfach ausgezeichneten Texte "Frühling der Barbaren" (Novelle) und "Kraft" (Roman) bekannt und organisierte darüber hinaus öffentlichkeitswirksame Demonstrationen unter dem Motto ‚In ganz Europa. Für ein solidarisches Europa.‘ am 13. Oktober 2018. Neben den Themen Utopie, Engagement und Essay thematisiert das Interview auch die Bedeutung der Augsburger Gespräche, die Rolle der Literatur sowie die Aufgaben des Schreibenden.

14. Juli 2019

Akademie Texte

Zu den aufregenden, spannenden, interessanten und neuen Texten der Teilnehmenden...

9. Januar 2018

Interview mit Friederike Mayröcker

Friederike Mayröcker, geboren 1924 in Wien, veröffentlich seit 1956 Lyrik, Prosa und Hörspiele. Für ihr, häufig gattungsüberschreitendes, Werk wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Georg-Büchner-Preis 2001, dem Hermann-Lenz-Preis 2009, dem Peter-Huchel-Preis 2010 sowie dem Bremer Literaturpreis 2011. Zu ihrem neusten Werk gehört die Trilogie études (2013), cahier (2014) und fleurs (2015). Im Gespräch mit Schau ins Blau...

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