Sprache und Identität

Sebastian Franz

Nicht nur Visuelles fungiert als ‚Identitymarker’. Auch Sprache ist identitätsstiftend. Sprache gibt uns bereits erste Informationen über eine Person: Die Stimme des Sprechenden etwa liefert Informationen über das Geschlecht und lässt gelegentlich schon Hinweise auf das Alter zu. Sprachliche ‚Besonderheiten’ können z.B. etwas darüber aussagen, in welchem sozialen Umfeld (z. B. in welchen Gruppen) man sich befindet oder aus welcher Region eine Person stammt.

 

Gerade im Kontext von deutschsprachigen Minderheiten kann die eigene deutschbasierte Minderheitensprache als individueller Selbstmaker und / oder als gruppenunterscheidendes Merkmal zur Mehrheit fungieren. Gleichzeitig ist aber festzustellen, dass sich die Sprecherinnen und Sprecher häufig auch über ihre individuelle Mehrsprachigkeit identifizieren, die meist die Mehrheitssprache(n) umfasst.

 

Das Forschungsprojekt untersucht die identitätsstiftende Rolle von Minderheitensprache und Mehrheitssprache(n) bei deutschbasierten Minderheitensprachen weltweit. Derzeit wurden hierzu Daten in Siedlungen in Rumänien, Ukraine USA und in Norditalien erhoben. 

Grammatica della lingua sappadina bzw. Plodar Grammatik

Sebastian Franz

Seit Jahrhunderten existiert in der italienischen Ortschaft Sappada / Plodn in den Karnischen Alpen (Norditalien / Region Friaul-Julisch Venetien) eine Gemeinschaft von Sprecherinnen und Sprechern, die ihre deutschbasierte Minderheitensprache namens Plodarisch bewahrt und an die nächste Generation tradiert hat. Aktuell gibt es auch noch Sprecherinnen und Sprecher aus der jüngsten Generation.

 

Um die Sprache zu dokumentieren und um die Vermittlung des Plodarischen in Bildungskontexten zu unterstützen, hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, die eine ausführliche Grammatik zu dieser Minderheitensprache erstellen wird.

 

Mehr Informationen zur Grammatica della lingua sappadina – Plodar Grammatik. 

Visuelle Mehrsprachigkeit – auf Instagram

Sebastian Franz

Sie haben sich schon einmal gefragt, warum es unterschiedliche Schreibweisen von <Meyer>, <Mayer>, <Meier>, <Maier> gibt? Oder warum man sich im Norden Deutschlands zu jeder Tageszeit mit Moin begrüßen kann? Sie wollten schon immer einmal wissen, warum es in manchen Dialekten Kas heißt und nicht Käse

 

Dann ist unser Instagram-Account „Visuelle Mehrsprachigkeit“ genau das Richtige für Sie! 

 

Jede Woche beantworten Alfred Wildfeuer und ich eine Frage rund um das Thema Variation im Deutschen. Wir präsentieren Ihnen jeden Freitag in der Vorlesungszeit einen neuen Fund aus unserem Instagram-Korpus „Visuelle Mehrsprachigkeit“ und kommentieren ausgewählte sprachliche Phänomene, die dort auftreten –  kurzweilig und verständlich. 

 

Gleich ‘mal reinschauen, abbonieren und nichts mehr verpassen: 

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