Buchvorstellung zum römischen Augsburg

Buchpräsentation am 09.07.

Am 09.07. wird der neue Band zum römischen Augsburg von den Herausgebern in der Buchhandlung Thalia (Annastr. 21-23) von 15:00-16:30 Uhr vorgestellt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen (der Eintritt ist frei). Weitere Informationen können Sie dem Flyer entnehmen.

 

 

Buchbeschreibung

Nach über 35 Jahren liegt erstmals wieder eine Synthese zur Geschichte Augsburgs in der Römerzeit auf aktuellem Forschungsstand vor, die von Dr. Andreas Hartmann und Prof. Dr. Gregor Weber (beide Universität Augsburg, Lehrstuhl für Alte Geschichte) in Zusammenarbeit mit Dr. Sebastian Gairhos (Stadtarchäologie Augsburg) und Prof. Dr. Salvatore Ortisi (LMU München) herausgegeben wurde. Daneben wirkten zahlreiche weitere Autorinnen und Autoren mit, die allesamt in den letzten Jahren zum Thema geforscht haben. Der Band gibt einen Überblick über die zahlreichen bedeutenden Neufunde der letzten Jahrzehnte, von denen zuletzt die Entdeckung von über 5500 römischen Silbermünzen im Jahre 2021 überregionales Aufsehen erregte. Diese Funde ermöglichen zahlreiche neue Erkenntnisse, unter anderem zur innerstädtischen Topographie, zur Siedlungsentwicklung, zum Handelsnetz und den Warenströmen sowie bei wichtigen Datierungsfragen, die wiederum weitreichende Folgen für unser Verständnis der Anfänge der römischen Besiedlung am Zusammenfluss von Lech und Wertach, aber auch mit Blick auf die Provinz Raetien und ganz Süddeutschland haben.

 

Das Buch stellt auf Basis der in den vergangenen vier Jahrzehnten erschienenen Materialeditionen, Grabungspublikationen und der zahlreichen Vorberichte Augusta Vindelicum als Militärplatz, Provinzhauptstadt und Handelsmetropole von überregionaler Bedeutung dar. Das heutige Augsburg bildete über eine Zeitspanne von viereinhalb Jahrhunderten die größte und bedeutendste Siedlung in der gesamten römischen Provinz Raetia. Zudem lässt sich allein für Augusta Vindelicum das Stadtrecht eindeutig belegen. Die Zeugnisse der Römerzeit in Augsburg brauchen keinen Vergleich zu scheuen, obwohl die Stadt aufgrund der ungebrochenen Siedlungskontinuität über keine oberirdisch sichtbaren Monumente oder größere zugängliche Grabungsareale verfügt. Der reich illustrierte Band zeigt und erläutert das römische Erbe Augsburgs, das seit der Schließung des Römischen Museums in der Dominikanerkirche zum größten Teil der Öffentlichkeit unzugänglich geworden ist.

 

Weitere Projekte des Lehrstuhls für Alte Geschichte zur Erforschung des römischen Augsburg sind eine etwa jährlich aktualisierte wissenschaftliche Bibliographie, die in elektronischer Form unter https://biblio.ub.uni-heidelberg.de/augusta_vindelicum zur Verfügung steht, sowie ein digitales Sammelbuch der römischen Inschriften aus Augsburg, das sich unter https://sempub.ub.uni-heidelberg.de/ria/de im Aufbau befindet und neben den Inschriftentexten selbst auch Übersetzungen und knappe Kommentare enthält.

 

 

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