VII. Chinesisch-Deutsche Sommerschule Didaktik der Geschichte

Vom 6. bis zum 19. Juli 2026:

 

VII. Chinesisch-Deutsche Sommerschule Didaktik der Geschichte

 

Zum siebenten Mal erwartet der Augsburger Geschichtsdidaktik-Lehrstuhl Gäste chinesischer Universitätspartner, um sich mit ihnen über Geschichtsvermittlung in Deutschland und China auszutauschen.

 

[M.W.] Rund zwanzig Gäste aus China, Lehramtsstudierende, Doktorandinnen und Doktoranden sowie Geschichtslehrkräfte und Hochschullehrer kommen Anfang Juli zur siebenten chinesisch-deutschen Sommerschule über Geschichtsvermittlung in Schule und Öffentlichkeit an den Augsburger Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte. Auf die Gäste aus China wartet vom 6. bis zum 19. Juli 2026 ein vielfältiges Programm, das der vergleichenden Analyse der chinesischen und der deutschen bzw. europäischen Geschichtskulturen gewidmet ist.

 

Die Geschichtsvermittlung in Schulen und Öffentlichkeit steht mit ihren vielfältigen Traditionen, Institutionen und Medien im Zentrum dieser seit 2015 nun zum siebenten Mal in Augsburg stattfindenden chinesisch-deutschen Sommerschule des Lehrstuhls für Didaktik der Geschichte.

Neben dem langbewährten Partner, der East China Normal University (ECNU), Shanghai, tritt diesmal die Shaanxi Normal University (SNNU), Xi’an, deren Kooperation mit der Universität Augsburg 2025 formell begründet wurde, als mitorganisierende Institution in das Projekt ein. Prof. i.R. Dr. Susanne Popp und Dr. Michael Wobring stellten das vierzehntätige Programm in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Fan Dingliang, Department of History der ECNU, Shanghai, und Prof. Dr. Xu Cicheng, von der School of History and Civilization der SNNU, Xi’an, zusammen. Bereits im März dieses Jahres hatten Susanne Popp und Michael Wobring die Konzeption mit den chinesischen Partnern im Rahmen ihrer 10-tägigen Vortragsreise an den Universitäten in Shanghai und Xi’an abgestimmt.

 

Das Programm ist darauf ausgerichtet, das breite Feld der Geschichtskultur in Forschung und Vermittlung international repräsentativ, theoretisch und zugleich praxisnah mit Blick auf Geschichtsunterricht und Lehrkräftebildung zu erschließen und zu diskutieren. Die Auseinandersetzung mit Unterschieden, Gemeinsamkeiten und Perspektiven, theoretischen Konzepten und praktischen Modellen der modernen Geschichtsvermittlung zweier unterschiedlicher politischer, gesellschaftlicher und kultureller Systeme steht im Vordergrund der gemeinsamen Arbeit. In einer breiten Zusammenstellung aus Vorträgen, Gesprächsrunden, Workshops, Exkursionen und Unterrichtsbesuchen in Augsburger Schulen werden an wechselnden Standorten – in Augsburg, München, Nürnberg, Berlin und Frankfurt/Main – Ziele, Methoden und Institutionen einer demokratischen Geschichtsvermittlung thematisiert. Einführende Überblicksvorträge und theoretische Erarbeitungen mit Diskussionen bilden jeweils die Grundlage für die Schulhospitationen sowie für die Exkursionen zu Museen und Gedenkstätten, wo Expertengespräche zur Geschichtsvermittlung auf die chinesischen Gäste warten. Hervorzugeben ist u.a. die wiederholte Beteiligung des Zentrums für Ostasienwissenschaften der Universität Heidelberg, Lehrstuhl Prof. Dr. Barbara Mittler, sowie des Kuratoriums des Berliner Humboldt Labors im Humboldt Forum, unter der Leitung von Dr. Gorch Pieken.

In der Volksrepublik China sind die Etablierung der akademischen Geschichtsdidaktik als Teil der Geschichtslehrkräftebildung und der Aufbau von Public History-Studiengängen eine noch recht junge Entwicklung. Besonders gefördert wird dies an der ECNU, wozu auch die bereits 15-jährige enge Kooperation mit dem Augsburger Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte beigetragen hat. Die Zusammenarbeit wurde im Jahr 2018 durch die Etablierung eines „Working Center“ am Augsburger Lehrstuhl für Geschichtsdidaktik vertieft, das den praktischen Austausch von (Nachwuchs-)Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Studierenden fördert. Susanne Popp, die langjährige Präsidentin der Internationalen Gesellschaft für Geschichtsdidaktik (ISHD), wurde für ihre Verdienste um diese Kooperation im März 2024 mit einer Ehrenprofessur der ECNU prämiert. Michael Wobring erhielt im September 2025 den Publikationspreis der Chinese Museums Association (CMA) in Peking.

 

Die Chinesisch-Deutschen Sommerschulen Didaktik der Geschichte werden unterstützt von der Gesellschaft der Freunde der Hochschulen in Augsburg e. V.

 

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Ansprechpartner:

Dr. Michael Wobring

Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte der Universität Augsburg

Telefon +49(0)821-598-5499

michael.wobring@uni-a.de

 

 

 

 

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