Nadja Hendriks

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Europäische Regionalgeschichte
Telefon: +49 821 598 - 3569
E-Mail:
Raum: Innocube Raum 2 (U)
Adresse: Universitätsstraße 1 a (innocube), 86159 Augsburg

Wissenschaftlicher Werdegang

  • Seit 07/2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Europäische Regionalgeschichte sowie Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte in dem von der Leibniz-Gemeinschaft geförderten Vernetzungsprojekt „Geschichte der Nachhaltigkeit(en). Diskurse und Praktiken seit den 1970er Jahren“ des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin. 
  • Bearbeitung des Promotionsprojekts „'Global denken, lokal handeln?' – Umweltpolitische Diskussionsfelder und das Ideal der Nachhaltigkeit in bayerischen Kommunen von 1970-2000".
  • Seit 07/2017 assoziierte Mitarbeiterin am Wissenschaftszentrum Umwelt der Universität Augsburg
  • 04/2015-06/2017 Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Europäische Regionalgeschichte sowie Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte
  • 04/2014-08/2014 Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte sowie am Lehrstuhl für Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte

Studium

  • 10/2015-06/2017 Master of Arts Historische Wissenschaften mit dem Schwerpunkt Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte sowie Neuere und Neueste Geschichte
  • Masterarbeit: „Die ‚jüdische‘ Seele als ‚andere‘ Seele? – Konstruktionen des ‚Jüdischen‘ im psychiatrischen Diskurs und im Spiegel von Patientenakten von 1900-1933.“
  • 10/2012-05/2016 Bachelor of Arts Geschichte sowie Anglistik/Amerikanistik
  • Bachelorarbeit: „Zwischen Stigmatisierung und Moral – Staatliche Präventionsmaßnahmen und gesellschaftliche Diskussion um Syphilis und ihre Verbreitung im Königreich Bayern von 1850-1918.“
  • 08/2014-04/2015 Auslandsstudium an der National University of Ireland in Galway

Promotionsprojekt

Global denken lokal handeln? Umweltpolitische Diskussionsfelder und das Ideal der Nachhaltigkeit in bayerischen Kommunen von 1970-2000

 

Fach: Europäische Regionalgeschichte (Verbundprojekt „Geschichte der Nachhaltigkeit(en)“)

„Global denken lokal handeln“ ist spätestens seit den zahlreichen Nachhaltigkeitsinitiativen der 1990er Jahre für viele Kommunen ein häufig verwendetes und bisweilen auch inflationär gebrauchtes Motto das die überregionale Bedeutung von lokalen Initiativen für Umwelt- und Klimaschutz betont. In vielen bundesdeutschen Kommunen war die Agenda 21, die 1992 auf der UN-Konferenz in Rio de Janeiro verabschiedet wurde, ein Impuls lokales Engagement unter dem Schirm einer Lokalen Agenda 21 zu bündeln.

Das Dissertationsprojekt hat zum Ziel, in einem regionalgeschichtlichen Zugriff die Bedeutungsdimensionen lokaler Nachhaltigkeitsleitbilder im Kontext Lokaler Agenda 21-Intiaitiven anhand ausgewählter Städte und Gemeinden in Bayern zu analysieren. Im Zentrum des Interesses stehen neben den inhaltlichen Dimensionen von Nachhaltigkeitsleitbildern sowohl die an diesen Diskussionen partizipierenden lokalen Akteursgruppen als auch die daraus sichtbar werdende lokale Handlungspraxis. Zu klären ist, wie sich die Nachhaltigkeitsaktivitäten im Kontext der Lokalen Agenda 21 der 1990er Jahre in das Feld der kommunalen Umweltpolitik einordnen lassen. Veränderten die Lokalen Agenda 21-Initiativen die Dynamik des kommunalen umweltpolitischen Raumes durch neu hinzukommende Akteursgruppen und Themen oder lassen sich hier vielmehr inhaltliche und personelle Kontinuitäten feststellen? Zur Beantwortung dieser Fragen werden vier Themenfelder kommunaler Umweltpolitik in einem Zeitraum von 1970 bis 2000 beleuchtet, um eine breite zeitgeschichtlichen Kontextualisierung des Engagements für eine Lokale Agenda 21 zu leisten. Anhand der Fallstudien in den Themenfeldern Energieversorgung, Mobilität, Wassermanagement und Müllentsorgung werden umweltpolitische Konjunkturen nachvollzogen und diese in Bezug zu den lokalen Nachhaltigkeitsbestrebungen gesetzt. Das Dissertationsprojekt ist Teil des von der Leibniz-Gemeinschaft geförderten Verbundprojektes „Geschichte der Nachhaltigkeit(en)“ und ist am Lehrstuhl für Europäische Regionalgeschichte der Universität Augsburg verortet.

Publikationen

Lokale Interpretation eines globalen Handlungsauftrages: Deutungen "nachhaltiger Entwicklung" in bayerischen Kommunen - Eine Fallstudie, in: Wolfgang Wüst/ Gisela Drossbach (Hg.): Umwelt-, Klima- und Konsumgeschichte. Fallstudien zu Süddeutschland, Österreich und der Schweiz, Berlin 2018, S. 295-312.

 

Ein Regierungspräsident "unter schwierigen Umständen", in: Marita Krauss/ Rainer Jedlitschka (Hg.): Verwaltungselite und Region. Die Regierungspräsidenten von Schwaben 1817 bis 2017, München 2017, S. 211-220.

Mitgliedschaften

  • Seit Januar 2019 Vertreterin der Universität Augsburg im Nachhaltigkeitsbeirat der Stadt Augsburg
  • Sprecherin des Arbeitskreises für Nachhaltigkeit an der Universität Augsburg
  • Mitglied im Forum Musealisierung der Universität Augsburg
  • Mitglied im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands

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