Vortrag - Das „Jahrhundert der Pocken“ – und der Beginn der europäischen Impfdebatte im Zeitalter der Aufklärung apl. Prof. Dr. Regina Dauser

Mittwoch, 13.01.2020, 18.15 Uhr

 

Im Zeitalter der Aufklärung grassierten die Pocken in Europa wie nie zuvor. Rund 400.000 Todesopfer waren jährlich – allein in Westeuropa – im späten 18. Jahrhundert zu beklagen. Wer überlebte, blieb oftmals durch Narben gezeichnet oder gar mit Taubheit, Blindheit und Lähmungen geschlagen.
Wissenstransfer aus dem Osmanischen Reich ermöglichte den Europäern jedoch eine neuartige Methode der Prävention: die Impfung. Doch die vorbeugende Immunisierung war nicht frei von Risiken und löste neben heller Begeisterung entschiedenste Ablehnung und scharfe Kontroversen aus. Die Vorlesung erläutert Ausmaße und Auswirkungen der europäischen Pockenepidemien des 18. Jahrhunderts und analysiert die europäische Impfdebatte von den 1720-er Jahren bis in die napoleonische Zeit. Es ergeht herzliche Einladung an alle Interessierten.

Der Vortrag findet online statt (via Zoom).

Für die Teilnahme melden Sie sich bitte unter folgender E-Mail-Adresse an: fachsprecher.geschichte@phil.uni-augsburg.de

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