Christina Eiden

Tutorin
Neuere und Neueste Geschichte
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Promotionsprojekt:

„Elterninitiativen in der Behindertenarbeit: Erfahrungsgeschichtliche Perspektiven im Vergleich“

Projektbeschreibung

„Wo es Kinder wie Daniel bald nicht mehr geben könnte“, „Kleiner Pieks, große Erwartungen“, "Der Bluttest als Kassenleistung? Das ist ein Spagat". Diese und ähnliche Überschriften fanden sich im Herbst 2019 in nahezu jeder Zeitung in Deutschland, als ein Gesetz verabschiedet wurde, das Bluttests auf Trisomien als Kassenleistung ermöglichte – unter bestimmten Voraussetzungen. Eine emotionale Debatte, in der betroffene Personen, HistorikerInnen, JuristInnen und EthikerInnen eigene Blickwinkel auf ein komplexes Thema mit verschiedenen Facetten haben und die Diskussion um den Umgang mit „Behinderung“ und Inklusion in Deutschland in den Fokus rückte. Doch nicht nur in Deutschland sind Inklusion und Integration aber auch ethische Debatten wie die Pränataldiagnostik vielfach diskutierte Fragen.

 

Bereits vor Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahre 2008 gab es unterschiedliche Entwicklungen und Institutionen, die darauf abzielten Menschen mit Beeinträchtigungen die soziale Teilhabe zu ermöglichen. In den 1960er Jahren etablierten sich nicht nur die Disability Studies, sondern es gründeten sich Vereine und Bewegungen, die Menschen mit Beeinträchtigungen fokussierten und von diesen ausgingen. Dazu zählten insbesondere Elterninitiativen, die beabsichtigten, dass Kinder mit Beeinträchtigungen am gesellschaftlichen Leben weitestgehend teilhaben können. An dieser Stelle knüpft das Promotionsvorhaben an:

 

Bislang liegt keine systematische Aufarbeitung der Elterninitiativen auf Basis einer gezielten Auswertung von Interviews und Quellen auf dem Gebiet der Inklusions- und Behindertenpolitik vor. Hauptgegenstand der Untersuchung ist dabei, wie aus der Perspektive der Elterninitiativen das Feld der Arbeit mit „Behinderten“ im 20. Jahrhundert strukturiert wurde und welche Wechselwirkungen sowie Ambivalenzen im Umgang mit Staat und Gesellschaft erkennbar sind. Zentral ist dabei der gewählte asymmetrische Vergleich zwischen den Entwicklungen in der Bundesrepublik, der Ukraine und Rumänien. In Letzteren entwickelte sich vor allem in den vergangenen Jahren eine Öffentlichkeit in Bezug auf den Umgang mit „Behinderung“.

 

Eindrücke zum Umgang mit „Behinderung“ und Inklusion finden Sie auch auf unserer Projektseite:

Wissenschaftlicher Werdegang

Seit 10/2020

Promotionsstudentin im Fach Neuere und Neueste Geschichte (Universität Augsburg)

 

Seit 04/2020

Projektmitarbeiterin und Kulturmanagement am Bukowina-Institut (Augsburg): In den Projekten „Inklusion?! Umgang mit „Behinderung“ in Vergangenheit und Gegenwart in der Ukraine und in Deutschland“ und der Dauerausstellung „Europa im Kleinen? Die Bukowina als multiethnische Kulturlandschaft und „verlassene Heimat“

 

06/2016 – 09/2019

Studentische/wissenschaftliche Hilfskraft (Bukowina-Institut Augsburg / Juniorprofessur „Transnationale Wechselbeziehungen: Deutschland und das östliche Europa“ (Prof. Dr. Maren Röger) / Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte (Universität Augsburg) (Prof. Dr. Dietmar Süß) / Gastprofessur „Jüdische Kulturgeschichte“ (Universität Augsburg) (Prof. Dr. Mirjam Zadoff)

 

10/2009 – 4/2019

Studium der Informationsorientierten Betriebswirtschaftslehre, Geschichte, Germanistik (B.A.) und Interdisziplinäre Europastudien (M.A.) an der Universität Augsburg

Publikationen (Auswahl)

Technokrat der Bukowina-Deutschen – Herbert Mayer, in: Röger, Maren; Weidle, Alexander (Hrsg.): „Bukowina-Deutsche. Erfindungen, Erfahrungen und Erzählungen einer (imaginierten) Gemeinschaft seit 1775“, München 2020.

 

„Glück zu“ – von der Klostermühle zum überregionalen Museumsstandort, in: Ulrich Niggemann, Ulrich; Schilling, Lothar (Hrsg.): Documenta Augustana Neue Folge (in Planung 2021).

Eiden, Christina; Klostermühlenmuseum Thierhaupten: Das kleine Büchlein des Mühlenhandwerks, Thierhaupten 2019.

 

#Postkartenfieber. Schwaben und die Bukowina in den Social Media um 1900, Ausstellungskatalog, Backnang 2019. (Hrsg. mit Maren Röger).

 

„Wenn doch einmal Friede kommen würde“ – Kriegspostkarten der Bukowina, in: Röger, Maren; Eiden, Christina (Hrsg.): #Postkartenfieber. Schwaben und die Bukowina in den Social Media um 1900, Ausstellungskatalog, Backnang 2019.

 

„Vom Höllental ins Hochgebirge.“ Die Alpenvereinssektion Garmisch- Partenkirchen, in: Aufsatz im Rahmen der Ausstellung "150 Jahre Deutscher Alpenverein", abrufbar in der Webpräsenz des DAV, Augsburg 2018

Vorträge (Auswahl)

10/2020

Technokrat der Bukowinadeutschen: Der Physiker Herbert Mayer; Konferenz „Bucovina - Identitate și transformare”, Bukowina-Institut Rădăuți (online)

 

09/2020

„Vernetzung mit wissenschaftlichen Einrichtungen: Gemeinsam Wissen schaffen“; Teilnehmerin der Podiumsdiskussion; „Kultureinrichtungen im Dialog“ Königswinter

 

05/2020

"Die Bukowina: Menschen, Mühlen, Moldauklöster"; Vortrag; Klostermühlenmuseum Thierhaupten

Förderungen und Stipendien

08/2020 bis 09/2020

Stipendium zur Erstellung eines Exposés im Rahmen der „Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre“ (Universität Augsburg)

 

06/2020 bis 12/2020

Förderung der Dauerausstellung „Europa im Kleinen? Die Bukowina als multiethnische Kulturlandschaft und „verlassene Heimat“ durch das HDO München

 

01/2020 bis 12/2020

Förderung des Inklusionsprojektes „Inklusion?! Umgang mit „Behinderung“ in Vergangenheit und Gegenwart in der Ukraine und in Deutschland“ durch die Stiftung Erinnerung. Verantwortung. Zukunft (EVZ)"

 

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