Veranstaltungen

Lesung, 19. November 2020: "Abstufung dreier Nuancen von Grau" (Kristiane Kondrat)

Aufgrund der von Bund und Ländern getroffenen Beschlüsse zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie muss die Veranstaltung leider entfallen! Wir hoffen, den Termin nachholen zu können und bitten um ihr Verständnis!

 

Eine junge Frau auf der Flucht, verfolgt und in die Enge getrieben: Überall stößt sie auf Menschen, die sie scheinbar bedrohen. Nur langsam kann sie sich von dieser Angst zu befreien. Diese Geschichte erzählt die im Banat geborene und jetzt in Augsburg lebende Autorin Kristiane Kondrat vor dem autobiografischen Hinter-grund der kommunistischen Diktatur in Rumänien. Der Roman abstufung dreier nuancen von Grau überzeugt mit poetischen und surrealen Bildern und seiner außergewöhnlich dichten Sprache. Gespräch und Lesung mit Kristiane Kondrat und ihrem Verleger Thomas Zehender, danube books Verlag (Ulm).

 

Kristiane Kondrat, eigentlich Aloisia Bohn, wurde 1938 in Reschitz im Banater Bergland (Rumänien) geboren. Nach dem Studium der Germanistik und Rumänistik arbeitete sie als Deutschlehrerin und Kulturredakteurin der Neuen Banater Zeitung. Seit 1973 lebt Kondrat in Deutsch-land, wo sie wegen der Befürchtung von Repressionen durch die Sozialistische Republik Rumänien unter ihrem Pseudonym veröffentlichte. 2011 wurde Kristiane Kondrat mit dem Förderpreis der Cité der Friedenskulturen (Lugano) für Lyrik ausgezeichnet, 2017 erhielt sie den Publikumspreis für Lyrik 2017 der Zeitschrift »Spiegelungen«.

 

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem danube books Verlag und Prof. Dr. Bettina Bannasch, Universität Augsburg, statt.

Der Eintritt ist frei!

 

Termin: 19. November 2020, 18:15 Uhr

Ort: Bukowina-Institut an der Universität Augsburg

 

 

Vernissage, 23. Oktober 2020: "ORDER 7161. Zeitzeugenporträts einer Deportation" (Marc Schroeder)

Wir möchten Sie herzlich zur Eröffnung der Ausstellung „ORDER 7161. Zeitzeugenporträts einer Deportation“ (Marc Schroeder) einladen! Musikalisch untermalt wird diese durch Musiker*innen des Leopold-Mozart-Zentrums der Universität Augsburg . Im Anschluss stehen der Fotograf Marc Schroeder und die Kuratorin Dr. Heinke Fabritius bei einem Glas Wein für Gespräche zur Verfügung.

 

75 Jahre nach Stalins Geheimbefehl 7161, der die Deportation von 70.000 Rumäniendeutschen zur Wiederaufbauarbeit in die Sowjetunion zur Folge hatte, erinnert diese Ausstellung an eine fast vergessene Episode europäischer Nachkriegsgeschichte.

Marc Schroeders Zeitzeugenportraits entstanden in Rumänien während mehrerer Reisen zwischen 2012 und 2015 und dokumentieren Erinnerungen und Gespräche mit hochbetagten Menschen, die Opfer der Deportationen wurden. Sie erzählen vom persönlichen Umgang mit den erlittenen Traumata, die aus der fragwürdigen Zuweisung »kollektiver Schuld« resultieren.

 

Die Ausstellung OR DER 7161, Zeitzeugenporträts einer Deportation wird kuratiert von Dr. Heinke Fabritius, Kulturreferentin für Siebenbürgen, der Bukowina, Bessarabien, Dobrudscha, Maramuresch, Moldau und Walachei am Siebenbürgischen Museum.

 

Führungen mit Dr. Heinke Fabritius werden angeboten am 24. Oktober 2020, 03. Dezember 2020 und 08. Januar 2021. Bitte informieren Sie sich telefonisch oder online über Uhrzeiten und melden Sie sich vorab telefonisch oder per Mail an! Die Teilnahme ist kostenlos!

 

Laufzeit der Ausstellung: 23. Oktober bis 08. Januar 2021

Termin der Vernissage: 22. Oktober 2020, 19:00 Uhr

Ort: Bukowina-Institut an der Universität Augsburg

 

Franz Pleth, Beltiug (Bildegg), 2013 Marc Schroeder

Vortrag, 21. Oktober 2020: "Judenfeindschaft im Schatten des Holocaust. Die antisemitische Politik des Vichy-Regimes"

„Judenfeindschaft im Schatten des Holocaust. Die antisemitische Politik des Vichy-Regimes“ (Dr. Michael Mayer, Akademie für Politische Bildung Tutzing)

 

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Augsburg Schwaben, dem Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte und dem Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/Volkskunde der Universität Augsburg sowie dem Zentrum für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin statt.


Obwohl Frankreich seit 1940 von deutschen Truppen besetzt war, konnte die Vichy-Regierung in gewissen Grenzen autonom handeln. Vichy nutzte dies, um eine »Staatsreform« durchzuführen, zu der auch eine antisemitische Politik gehörte.
Der ausgewiesene Experte Dr. Michael Mayer hat im fünften Band der »Edition zur Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland« (VEJ) den Beitrag über Frankreich verfasst. Er wird an dem Abend zeigen, in welcher Weise die französische »Judenpolitik« durch die Deutschen beeinflusst und Frankreich Teil des Holocaust wurde.

 

Der Eintritt beträgt 5 bzw. 3 Euro; für Studierende ist der Eintritt frei.

 

Termin: 21. Oktober 2020, 18:30 Uhr

Ort: Jüdisches Museum Augsburg Schwaben

 

 

Ausstellung, 06. Februar 2020: "Děti nepřítele? Kinder des Feindes?"

Bukowina-Institut

Für viele Kinder, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Tschechien lebten und aus deutsch-tschechischen Beziehungen stammten, wurde Diskriminierung zum festen Bestandteil ihres Lebens. Waren sie die Kinder des Feindes oder die Zukunft der tschechischen Nation? Die Ausstellung öffnet ein vergessenes Kapitel der gemeinsamen deutsch-tschechischen Nachkriegsgeschichte und zeigt, wie sich die Bedeutung von »Feind« in der sozialistischen Tschechoslowakei wandelte. Zugleich thematisiert sie die Geschichte des jahrhundertelangen, multiethnischen Zusammenlebens und nimmt das Schicksal anderer benachteiligter Randgruppen in den Blick.

 

Zur Vernissage der Ausstellung »Děti nepřtele? – Kinder des Feindes?« liest die Autorin Sabine Dittrich aus der bearbeiteten Neuauflage der Autobiografie Přemysl Pitters (1895 –1976). Unter dem Titel »Unter dem Rad der Geschichte« wird das Leben des tschechischen Pädagogen, christlichen Predigers und Humanisten abgebildet. Dieser setzte sich nach Kriegsende für deut-sche Kinder in tschechoslowakischen Internierungslagern ein. Für seinen Einsatz um eltern-lose jüdische Kinder aus NS-Konzentrationslagern erhielt er 1966 den israelischen Ehrentitel »Gerechter unter den Völkern«. Im Anschluss an die Lesung steht der Kurator der Ausstellung, Michal Korhel M.A., bei einem Glas Wein für Gespräche zur Verfügung.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Ackermann-Gemeinde in der Diözese Augsburg statt!

 

Laufzeit: 06. Februar - 30. Juli 2020    

Vernissage: 06. Februar 2020, 19:00 Uhr

Ort: Bukowina-Institut an der Universität Augsburg

 

Der Eintritt ist frei!

 

Vortrag, 29. Januar 2020: Der Holocaust in der Erinnerungskultur von Weissrussland (Dr. Kristiane Janeke, Berlin)

Weißrussland ist ein noch immer weitgehend unbekanntes Land. Als Teil der damaligen Sowjetunion gehört es zu den größten Opfern des Vernichtungskrieges des Nationalsozialisten, jeder vierte Einwohner kam ums Leben, die jüdische Bevölkerung wurde nahezu vollständig ausgelöscht. Bis vor Kurzem spielte der Holocaust kaum eine Rolle im offiziellen Gedenken und der kollektiven Erinnerung. Für die allmähliche Rückkehr des Gedächtnisses steht die Gedenklandschaft auf dem Gelände des Vernichtungsortes Trostenez bei Minsk.

 

Dr. Christiane Janeke studierte Geschichte und Slawistik in Bonn, Berlin und Moskau. Seit 2008 ist sie freiberuflich als Historikerin, Kuratorin, Dozentin, Museumsberaterin und Kulturmanagerin tätig. Janeke forscht u.a. zu Erinnerungskultur, Museumswissenschaften, interkultureller Kommunikation und deutschrussischem Kulturaustausch.

 

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Augsburg Schwaben, dem Institut für Zeitgeschichte München-Berlin sowie dem Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte und dem Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/Volkskunde der Universität Augsburg.

 

Der Eintritt beträgt 5,– €, für Studierende ist der Eintritt frei.

 

Termin: Mittwoch, 29. Januar 2020 um 18:30 Uhr

Ort: Jüdisches Museum Augsburg Schwaben

 

 

Ausstellung, 21. Januar 2020: Momentaufnahmen. Eindrücke einer universitären Exkursion ins Banat

Eine interdisziplinäre Exkursion unter Leitung von Prof. Dr. Bettina Bannasch, Prof. Dr. Maren Röger und Prof. Dr. Alfred Wildfeuer führte Augsburger Studierende (HistorikerInnen, Literatur- und SprachwissenschaftlerInnen) im Mai 2019 in die historische Region Banat, deren größter Teil heute im Südwesten Rumäniens liegt. Dort beschäftigten sie sich mit Geschichte und Kultur der multiethnischen Region, begaben sich auf die Spuren der Nobelpreisträgerin Herta Müller und hielten städtische wie dörfliche Eindrücke fotografisch fest. Insbesondere in Timișoara, dem Zentrum des Banats, entstan-den dabei bemerkenswerte Bilder – »Momentaufnahmen«, die prunkvolle Fassaden und bröckelnden Putz, historische Gebäude und zukunftsorientiertes Denken zeigen. Die Ausstellung lässt die wechselhafte Vergangenheit zwischen k.u.k.-Monarchie, Sozialismus und Revolution als auch die pulsierende Gegenwart Timişoaras, der aufblühenden Europäischen Kulturhauptstadt 2021, lebendig werden.

 

Hinweis: Wir bitten Sie darum, dass Sie vor Ihrem Besuch der Ausstellung mit dem Bukowina-Institut in Kontakt treten, da der große Saal aufgrund von Lehrveranstaltungen während des Semesters nicht jederzeit verfügbar ist. Kontaktieren Sie das Institut bitte telefonisch unter 0821/577067 oder per Email (info@bukowina-institut.de). Vielen Dank für Ihr Verständnis!

 

Laufzeit: Dienstag, 21. Januar 2020 – Freitag, 26. Juni 2020
Vernissage: Dienstag, 21. Januar 2020, 19:00 Uhr
Ort: Bukowina-Institut an der Universität Augsburg

 

Der Eintritt ist frei!

 

 

Vortrag, 16. Januar 2020: Mehr als eine Haltestelle: Forschung und Vermittlung am Bukowina-Institut

(Vortrag bei der Vortragsreihe der Fachschaft Geschichte der Universität Augsburg)

 

Auch in diesem Wintersemester lädt die Fachschaft Geschichte wieder herzlich zu einer historischen Vorlesungsreihe ein. Geschichte sei theoretisch, trocken und Schnee von gestern? Im Gegenteil! Unter dem Motto »Geschichte gestalten – Geschichte erleben« wird an drei Veranstaltungsabenden gezeigt, wie Geschichte aktiv erfahren werden kann. An jedem Abend wird es je zwei Vorträge zur »praktizierten« Geschichte geben.

Am 16. Januar 2020 wird das Thema »Erinnerungskultur« behandelt. Prof. Dr. Maren Röger (JP »Transnationale Wechselbeziehungen«: Deutschland und das östliche Europa) wird als Geschäftsführerin über die Arbeit des Bukowina-Instituts an der Universität Augsburg sprechen. Der Vortrag »Mehr als eine Haltestelle: Forschung und Vermittlung am Bukowina-Institut« zeigt, wie Geschichte täglich in einem Forschungsinstitut praktiziert wird. In diesem Rahmen wird Alexander Weidle, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bukowina-Institut, das aktuell laufende Interviewprojekt mit Bukowina-Deutschen vorstellen.

Den zweiten Vortrag zum Thema »Erinnerungskultur« an diesem Abend hält PD Dr. Stefan Paulus (Lehrstuhl Neuere und Neueste Geschichte). Er referiert zu »Vergangenheitsbewältigung. Der umgang mit der Geschichte der Nationalsozialisten in der BRD und DDR«.

Informationen zu den weiteren Terminen der Vortragsreihe finden sich auf der Facebook-Seite der Fachschaft Geschichte der Universität Augsburg.

 

Termin: 16. Januar 2020, 18:00 Uhr
Ort: Universität Augsburg, Raum D 2106

Der Eintritt ist frei!

 

 

 

Vortrag, 8. Januar 2020: Zwischen Religion und Nation: Judenheiten im modernen Osteuropa (Jun. Prof. Dr. Maren Röger)

Bis zur Vernichtung im Zweiten Weltkrieg lebten zahlreiche Jüdinnen und Juden im östlichen Europa. Ein zeitgenössischer Begriff des ausgehenden 19. Jahrhunderts für Teile des heutigen Russlands, Weißrusslands, Litauens, der Ukraine, Polens und Rumäniens lautete entsprechend »Yiddishland«. Damit wurde auf die Sprache, aber auch die Shtetl-Kultur des osteuropäischen Judentums verwiesen. Traditionelle Lebensformen hielten sich im östlichen Europa länger als im Westen, doch veränderte auch dort die Moderne die Lebenswelten der Judenheiten. Sowohl das Habsburger als auch das Russische Imperium ermöglichten und forcierten seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert die Assimilation, was Teile der jüdischen Bevölkerung aktiv mittrugen. Als Folge entstand unter anderem eine jüdische Nationalbewegung, die im Rahmen der Nationalisierungsprozesse in ganz Ostmitteleuropa zu sehen ist. Zudem zwang die antisemitische Politikänderung im Zarenreich zahlreiche Jüdinnen und Juden in die Emigration. Der Vortrag führt in die Lebenswelten von und komplexe Politik gegenüber Judenheiten im modernen Osteuropa ein.


Die Augsburger Historische Ringvorlesung findet jedes Wintersemester statt und ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der historischen Teilfächer. Jede Veranstaltungsreihe greift ein neues aktuelles Thema auf und betrachtet dessen Relevanz in den unterschiedlichen geschichtlichen Epochen. Dazu finden verschiedene Vorträge Augsburger Historiker statt. Das Programm des Wintersemesters 2019/2020 steht unter dem Thema »Religion und Politik«. Es beginnt ab dem 30. Oktober 2019 und findet sich online unter https://www.uni-augsburg.de/de/fakultaet/philhist/studium/vortragsreihen/augsburger-historische-ringvorlesung/.

 

Termin: 8. Januar 2020, 18:15 Uhr
Ort: Universität Augsburg, Hörsaal II
Der Eintritt ist frei!

 

 

 

Tagung, 4.- 6.12.19: Zwischen Sozialdisziplinierung und Vergnügen: Politik und Praktiken des Spielens im Staatsozialismus

ÜBER DIE KONFERENZ // ABOUT THE CONFERENCE:

In Millionen Wohn- und Jugendzimmern, in Kasernen und Schulen, auf Schulhöfen, in Kneipen und in Privatgärten wurde während des Kalten Krieges gespielt: viele Brettspiele, Kartenspiele und auch wenige Computerspiele von kommerziellen oder staatlichen Verlagen, gekaufte, kopierte, abgewandelte und selbst entworfene, aber auch Bewegungs- und Geländespiele. Ziel der Tagung ist es, erstmals systematisch und vergleichend Politiken und Praktiken des Spielens im Staatssozialismus zu diskutieren. Die Vorträge beleuchten, welche Bedeutung Spiele im Kontext der »Erziehungsdiktaturen« hatten, welche Spiele zugelassen und beliebt waren. Sie diskutieren Spielen zwischen Vergnügen und Widerständigkeit. //

In the state socialist countries, millions of people played games. They played in barracks and schools, in living rooms and children’s playrooms, in schoolyards, pubs, and private gardens. There were lots of board games, card games, and even a few computer games, produced by commercial and state-run companies; some were purchased, some copied, some modified or self-designed, and people played active games, too. The goal of the conference is to compare and analyze the politics and practices of play in state socialism. The lectures will shed light on the meaning of games in the »dictatorships of education« and discuss games as practices between pleasure and resistance.

 

Die Hermann-Weber-Konferenz zur Historischen Kommunismusforschung wahrt das Andenken an den Mannheimer Historiker Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann Weber (1928–2014) und soll Projekte zur Kommunismusgeschichte vernetzen und anstoßen. Die Konferenzbeiträge erscheinen im von Hermann Weber gegründeten Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung, das seit 2004 von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur fortgeführt wird. Die Konferenzserie wird durch eine Spende der Witwe an die Gerda-und-Hermann-Weber-Stiftung ermöglicht. //


The Hermann Weber Conference on Historical Communism Research preserves the memory of the Mannheim historian Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann Weber (1928–2014) and is intended to network and initiate projects on the history of Communism. The conference contributions will be published in the Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung (Yearbook of Historical Communism Research) founded by Hermann Weber, which has been continued by the Federal Foundation for the Study of Communist Dictatorship in East Germany since 2004. The conference series is made possible by a donation from the widow to the Gerda and Hermann Weber Foundation.

 

Das ausführliche Programm der Tagung finden Sie hier !

 

Termin: 4.-6. Dezember 2019

Ort: Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin


 

Ausstellungseröffnung, 04.07.2019: #Postkartenfieber - Schwaben und die Bukowina in den Social Media um 1900

Wir laden Sie herzlich zur Eröffnung der Ausstellung am 4. Juli 2019 um 19:00 Uhr im Bukowina-Institut ein. „Erleben“ Sie die Postkarten eingebunden in einen musikalischen Dialog, präsentiert von Musizierenden des Leopold-Mozart-Zentrums der Universität Augsburg. Bei der Erkundung der Ausstellung stehen Ihnen die kuratierenden Studentinnen, Prof. Dr. Maren Röger und Sabine Sünwoldt als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung. Für das leibliche Wohl wird gesorgt! Der Eintritt ist frei!

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Die Postkarte wirkt aus der Zeit gefallen, aber ist sie wirklich so anders als ein Instagram-Post mit kurzer Message und Foto? Die Ausstellung illustriert mit historischen Postkarten aus der Bukowina und Schwaben, wie dieses besondere Medium die Gesellschaft im sogenannten „goldenen Zeitalter der Postkarte“ am Ende des 19. Jahrhunderts prägte. Der Vergleich der so unterschiedlichen Regionen Bukowina und Schwaben macht die europaweite Dimension des Phänomens „Postkarte“ deutlich. Die Ausstellungsobjekte stammen aus einer umfassenden Sammlung des Bukowina-Instituts, sowie aus regionalen Postkartenbeständen, die das Museum der Stadt Schwabmünchen und der Augsburger Sammler Franz Häußler zur Verfügung stellen.

Die Ausstellung entstand im Rahmen einer Übung der Juniorprofessur für „Transnationale Wechselbeziehungen: Deutschland und das östliche Europa“ unter der Leitung von Prof. Maren Röger. Dabei konnten sich die Studierenden selbständig in die Thematik der Postkarte einarbeiten und ein eigenes Ausstellungskonzept entwickeln, das graphisch von unseren Partnern Jürgen Kannler und Andreas Holzmann von a3kultur umgesetzt und in den Druck gebracht wurde.

Die Ausstellung ist bis zum 30. Januar 2020 im Bukowina-Institut zu sehen (Montag bis Donnerstag, 9:00 – 12:30 und 13:00 – 16:00 Uhr). Der Eintritt ist frei.
 

Termin: 04.07.2019, um 19:00 Uhr
Ort: Bukowina-Institut an der Universität Augsburg, Alter Postweg 97a im TONI-Park, 86159 Augsburg

Vortrag, 18.06.2019: "Viel Mischmasch mitgenommen": Die Umsiedlungen aus der Bukowina 1940 (PD Dr. Mariana Hausleitner, Berlin)

Im Herbst 1940 siedelte die Volksdeutsche Mittelstelle Deutsche aus der Nordbukowina um, die seit Ende Juni zur Sowjetunion gehörte. Durch die Intervention des deutschen Generalkonsuls aus Czernowitz wurden ebenfalls viele gefährdete Rumänen ins besetzte Polen gebracht. Im Anschluss begann auch die Umsiedlung der nicht bedrohten Deutschen aus der Südbukowina, weil
die Nationalsozialisten deutsche Siedlungsschwerpunkte an den Außengrenzen des Deutschen Reiches errichten wollten. Von den insgesamt 95.770 Umsiedlern aus der Bukowina kamen viele aus ethnisch gemischten Familien. Da diese nicht in Himmlers Plan zur Germanisierung passten, verblieben viele bis 1945 in den Lagern. Diejenigen, die angesiedelt wurden, sahen, wie ihretwegen zehntausende Polen vertrieben wurden.

Mariana Hausleitner studierte Geschichte, Politologie und Russistik in Berlin und promovierte zur „Nationalen Frage in der rumänischen Arbeiterbewegung vor 1924“ an der Universität Bremen. Einschlägige Publikationen zur Bukowina folgten. Hausleitner stellt an diesem Abend ihr im November 2018 erschienenes Buch vor.

 

Alle Interessierten sind herzlich willkommen! Der Eintritt ist frei!

 

Termin: 18.06.2019, 18:15 Uhr
Ort: Bukowina-Institut an der Universität Augsburg, Alter Postweg 97a im TONI-Park, 86159 Augsburg

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