Call for Papers: Jüdisches Kulturerbe im ländlichen Raum des 19. und 20. Jahrhunderts. Vergleichende Perspektiven auf jüdisches Leben in Bayern, Böhmen und der Bukowina
Internationale Konferenz | 20. bis 22. November 2026 | Kloster Irsee, Schwabenakademie Nach den mittelalterlichen Judenvertreibungen aus den Städten entwickelte sich in einigen Regionen Europas ein dichtes Netz jüdischer Landgemeinden. Diese Regionen sind ein in ihrer Gemeinsamkeit wenig erforschter Erinnerungs- und Verflechtungsraum, in dem das Landjudentum über geografische und politische Grenzen hinweg miteinander verbunden war. Dazu gehören Teile Bayern, Böhmens und der Bukowina, in denen sich jüdisches Leben jenseits der urbanen Zentren entfaltete, dessen materielles und immaterielles Erbe bis heute sichtbar ist. Im Sinne der „Critical Heritage Studies“ verstehen wir dieses jüdische Kulturerbe nicht als etwas Statisches, sondern als historischen Aushandlungsprozess, der aufgrund von Migration, gesellschaftlichem Wandel und unterschiedlichen Erinnerungspraktiken immer neuen Dynamiken unterworfen wurde. Die Konferenz lädt Akademiker und Praktiker ein, jüdisches Kulturerbe im ländlichen Raum vergleichend und interdisziplinär aus historischer, literaturwissenschaftlicher und ethnologischer Perspektive zu beleuchten. Vier Schwerpunkte sind geplant: Abstracts im Umfang von max. 300 Worten sowie eine Kurzbiografie (max. 150 Wörter) sind als ein gemeinsames pdf.-Dokument bis zum 28. Februar an info@bukowina-institut.de zu senden. Die Vorträge sollten 20 Minuten nicht überschreiten. Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. Organisation Prof. Dr. Bettina Bannasch, Prof. Dr. Günther Kronenbitter, Prof. Dr. Jana Osterkamp, Prof. Dr. Klaus Wolf (Universität Augsburg | Bukowina-Institut) In Kooperation mit Heimatpfleger des Bezirks Schwaben Christoph Lang Weiterführende Informationen finden Sie hier:
https://www.bukowina-institut.de/de/blog/call-for-papers-20