Zertifikat Praxisfeld Gedenkstättenarbeit

Die Gedenkstattenarbeit und der Umgang mit dem Erbe von Nationalsozialismus und Holocaust stehen am Beginn des 21. Jahrhunderts vor grundlegenden neuen Herausforderungen: Das „Ende der Zeitgenossenschaft”, das Sterben der Überlebenden, macht es nötig, über neue Formen der Erinnerung nachzudenken.
Die Erinnerung an die Massenverbrechen spielt auch heute weiterhin eine zentrale Rolle. Aber sie muss Teil einer kritischen Aneignung von Vergangenheit und Gegenwart sein, um nicht in inhaltsleeren Ritualen zu erstarren.

Gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte, Prof. Dr. Maren Röger und der KZ-Gedenkstätte Dachau bietet der Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/Volkskunde Studierdenen Einblick in Theorie und Praxis der Gedenkstättenarbeit. Dazu bieten die Lehrstühle entsprechende Seminare, Exkursionen und Projekte an. Ziele des Zertifikats sind die Vermittlung von fachspezifischen Kenntnissen im Bereich der Geschichte/ Nachgeschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust, von berufspraktischen Kompetenzen, die auf eine mögliche Tatigkeit im Umfeld von Gedenkstätten vorbereiten sollen und erste Erfahrungen bei der Konzeption von Ausstellungen und Führungen zu erhalten.

Jörg Padberg
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