Gastprofessorin für Jüdische Kulturgeschichte

 

Telefon: +49 (0) 821/598-5807

 

E-Mail: hildegard.fruebis@culture.hu-berlin.de

 

Raum: 2018 D

 

Adresse: Universitätsstraße 10, 86159 Augsburg

PD Dr. Hildegard Fruebis

Zur Person:

Die Privatdozentin Dr. habil. Hildegard Fruebis ist Bild- und Kunsthistorikerin. Sie studierte Kunstgeschichte und Ethnologie in Tübingen und Bologna; 1993 promovierte sie an der Universität Tübingen mit einer Arbeit zur Entdeckungsgeschichte der Neuen Welt in den Bildprägungen des 16. Jahrhunderts. 2005 folgte die Habilitation an der Humboldt Universität Berlin mit der Arbeit „Die Illustrationen Max Liebermanns zu Heinrich Heines Rabbi von Bacherach. Bilder der Jüdischen Moderne im Kontext von Judenfrage und Kunstwissenschaft.“ Neben ihren Forschungen zur Kunst der Frühen Neuzeit und der Moderne konzentrieren sich ihre Arbeiten auf die Kultur und Kunst der Jüdischen Moderne sowie die Geschichte der Fotografie (Orientalismus, Jüdische Kultur in Mittel- und Osteuropa, Holocaust). Von 2014 bis 2015 und von 2017 bis 2018 erhielt sie ein Forschungsstipendium der Gerda Henkel Stiftung zur Kunst in der “Jüdischen Moderne”. Des Weiteren arbeitet Frau Prof. Fruebis seit dem WS 2005/06 in verschiedene Gast- und Vertretungsprofessuren, zuletzt am LMU Department Kunstwissenschaft.

 

Forschungsschwerpunkte:

Kunst der Frühen Neuzeit und der Moderne

Von den „Kunst- und Wunderkammern“ zum modernen Museum. Zur Geschichte und Theorie des Sammelns

Gender- und Postcolonial Studies in den Bildkünsten

Kunst und Kunstdiskurs der Jüdischen Moderne

Geschichte der Fotografie (insbesondere Orientalismus und Fotografie; Jüdische Kultur und Fotografie)

Wissenschaftsgeschichte und Methoden der Kunstgeschichte

 

Ausgewählte Publikationen:

Zwischen den Welten – Jüdisches Erinnern und die Fotografien Roman Vishniacs aus den ersten Jahren der Nachkriegszeit, in: Hans-Joachim Hahn, Gerald Lamprecht, Terpitz, Olaf (Hg.): Studien zur deutschsprachig-jüdischen Literatur und Kultur. Standortbestimmungen eines transdisziplinären Forschungsfeldes. Böhlau: Wien, Köln, Weimar 2020, 139-158.

“Zeitlos: Falsch”. Ausgewählte Schriften Konrad Hoffmanns zur Kunst- und Kulturwissenschaftlichen Forschung. Hg. Maike Christadler, Hildegard Frübis, Sigrid Schade, Online-Edition Emono, Universitätsbibliothek Basel 2019. (https://emono.unibas.ch/catalog/book/57)

Europe as Transit. Jewish-Displaced Persons Camps and the Photographs of Roman Vishniac, in: Barbara Lange/ Dirk Hildebrandt/ Agata Pietrasik (Hg.): Rethinking Postwar Europe. Artistic Production and Discourses of Art in the late 1940s and 1950s, Böhlau: Wien, Köln, Weimar 2019, 141-154.

Der »Fall« Liebermann. Entangled histories - Antisemitismus und Antimoderne im Streit um das Gemälde »Der zwölfjährige Jesus im Tempel«, in: König, Mareike, Oliver Schulz (Hg.): Antisemitismus im 19. Jahrhundert aus internationaler Perspektive. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen 2019, 151-168. 

Photographien aus den Lagern des NS-Regimes. Beweissicherung und ästhetische Praxis, (Hg.) Frübis, Hildegard, Clara Oberle, Agnieszka Pufelska, Böhlau 2019.

Die Evidenz der Fotografie und die fotografischen Erzählweisen des Judenmords, in: Bannasch, Bettina/Hans Joachim Hahn (eds.): Darstellen, Vermitteln, Aneignen – Gegenwärtige Reflexionen des Holocaust, Göttingen 2018, 257-280.

Von der Description de L’Égypte zur Fotografie: Die Bildwerdung des Orients, in: Das unschuldige Auge. Orientbilder in der frühen Fotografie. Katalog zur Ausstellung Göttingen, Kunstsammlung der Universität 2017, Hg. v. Martin Luchterhandt/Lisa Marie Roemer/Verena Suchy, Petersberg: Michael Imhof Verlag 2017, 15-22.

The Figure of the Beautiful Jewess: Displacements on the Borders between East and West, in: Brunotte, Ulrike et al.: Internal Outsiders – Imagined Orientals? Antisemitism, Colonialism and Modern Constructions of Jewish Identity, Würzburg: Ergon 2017, 61-72.

Die „Jüdin“ als Orientalin oder die „orientalische Jüdin“. Zur Konstruktion eines Bild-Typus. Vorlesungen des Centrums für Jüdische Studien, Graz: Grazer Universitätsverlag 2014.

Die Amazonen in der „Neuen Welt“. Die visuelle Repräsentation des kulturell Anderen im Mittelalter und der Frühen Neuzeit, in: Charlotte Schubert/Alexander Weiß (Hrsgg.), Amazonen zwischen Griechen und Skythen: Gegenbilder in Mythos und Geschichte. Beiträge zur Altertumskunde 310, Berlin/Boston 2013, 57-72.

Orientalismus re-visited. Zur Repräsentation des Orients in der Malerei des 19. Jahrhunderts, in: Dennerlein, Bettina/ Frietsch, Elke (Hg.): Verschleierter Orient – entschleierter Okzident? Inszenierungen in Politik, Recht, Kunst und Kultur seit dem 19. Jahrhundert, Zürich 2012, 137-162.

Der Kunstdiskurs der jüdischen Moderne als Identitätsdiskurs: Von Rembrandt zu Max Liebermann, in: Kluwe, Sandra/Markus Müller (Hg.): Identitätsentwürfe in der Kunstkommunikation, Berlin (Walter de Gruyter) 2012, 319-335.

1968 und die Folgen. Die Kunstgeschichte und die Frage der Geschlechter, in: Kunst und Politik. Jahrbuch der Guernica-Gesellschaft, Schwerpunkt: Kunstgeschichte nach 1968, Bd. 12/2010, Göttingen 2010, 87-98.

 

Sammlungen und Sammlungsgeschichten. Vom Studiolo zum Sammlungsraum, in: Blattner, Evamarie / Wiegmann, Karlheinz (Hg.): Schätze aus dem Verborgenen. Sammeln und Sammlungen in Tübingen, Ausstellungskatalog Stadtmuseum Tübingen, Tübingen 2010, 11-17.

Retuschierte Bilder. Anne Frank und ihre Rezeption nach 1945. In: Fotogeschichte Heft 102/2007, 35-53.

“Der wilde Mann und die Freiheit in der Wildnis”. Zur Rezeption der Entdeckung Amerikas im deutschsprachigen Kulturraum des 16. Jahrhunderts. In: (Hg.) Janz, Rolf-Peter: Faszination und Schrecken des Fremden. Frankfurt a. Main 2001, 107-125.

Die Wirklichkeit des Fremden. Zur Entdeckung Amerikas in den Bildprägungen des 16. Jahrhunderts, Berlin (Dissertation) 1995.

Mitherausgeberin von „Frauen – Kunst – Wissenschaft“, Halbjahreszeitschrift, Jonas-Verlag Marburg (2005-2014).

 

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