Vortrag von Prof. Dr. Corinna Reinhardt im Rahmen des KuK-Kolloquiums

Der Vortrag thematisiert das Potenzial und die Grenzen von Verfahren des Maschinellen Sehens (Computer Vision) für die Analyse antiker Bilderwelten. Im ersten Teil des Vortrages werden einige aktuelle Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz im Umgang mit (zum Teil) größeren visuellen Datensätzen diskutiert, die generell ihre Anwendung in der Archäologie als eine wesentlich visuell arbeitende Disziplin finden (können). Im Fokus stehen Möglichkeiten der visuellen Suche und die visuelle Erschliessung von Bildähnlichkeiten, die insbesondere angesichts wachsender digitaler Sammlungen neue Zugänge zu archäologischem Material eröffnen können. Anhand konkreter Anwendungsbeispiele wird gezeigt, dass bestehende Algorithmen bei klaren Formen bereits nutzbare Ergebnisse liefern, während komplexe antike Bildwelten weiterhin erhebliche methodische Herausforderungen darstellen. Im zweiten Teil des Vortrags sollen spezifische bildanalytische Fragen im Zentrum stehen und die Frage, inwiefern maschinelles Sehen hier das Arbeiten und die Blickwinkel verändern kann.
Archäologische Sammlung der Universität Zürich/F. Tomio

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