„Rosa von Tannenburg“ – Die Illustrationen eines historischen Romans für Kinder. Von 1823 bis beinahe in die Gegenwart. (Johanna Wurm B.A.)

Bild Johanna Wurm

Johanna Wurm, B.A.

„Rosa von Tannenburg“ – Die Illustrationen eines historischen Romans für Kinder. Von 1823 bis beinahe in die Gegenwart.

 

Der Augsburger Domherr Christoph von Schmid (1768-1854) ist heute am ehesten noch als Verfasser des Weihnachtslieds „Ihr Kinderlein kommet“ bekannt. Dabei waren es seine zahlreichen Romane und Kurzgeschichten, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts mithalfen, das Genre der Kinder- und Jugendliteratur aus der Taufe zu heben. Erst mit dem Naziregime gerieten seine zutiefst von christlichen Werten geprägten Werke – trotz späterer Wiederbelebungsversuche – in Vergessenheit.

 

Die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg besitzt weltweit eine der größten Sammlungen von Schmids Werken. Dieser Bestand soll in der Masterarbeit erstmals kunsthistorisch untersucht werden. Am Beispiel des Romans „Rosa von Tannenburg“ lässt sich beobachten, wie ein Text durch wechselnde Illustrationen immer wieder in einem neuen Licht präsentiert wurde: Vom Titelkupfer der Erstausgabe, über diverse Raubdrucke bis hin zu opulenten Editionen der Belle Epoche und modernisierenden Neuauflagen der Nachkriegszeit. Nicht nur der Weg eines Buches durch verschiedene ästhetische Moden lässt sich so nachzeichnen, es schließt sich auch eine Forschungslücke zu dem theologisch und germanistisch bereits gut erschlossenen Autor Schmid.

 

(Masterarbeit 2020, Betreuung: Prof. Dr. Andrea Gottdang)

 

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