Choix Goncourt de l'Allemagne 2025/26
Am vergangenen Freitag, 13.03.26, fiel die Entscheidung der Choix Goncourt de l'Allemagne in der französischen Botschaft in Berlin für das Werk "La Nuit au coeur" von Nathacha Appanah. Für unser Seminar und die vier Studierenden, die aus Augsburg an der Entscheidung teilnehmen durften ein großer Erfolg!
Der Prix Goncourt gilt in Frankreich als der renommierteste Literaturpreis, der jährlich durch die Académie Goncourt an die besten frankophonen Romane des Jahres vergeben wird. Im Sinne der deutsch-französischen Beziehungen und der Verbreitung der frankophonen Literatur im deutschsprachigen Raum konnten in diesem Jahr zum zweiten Mal auch eine Jury in Deutschland zu folgenden Werken debattieren und einen Gewinner küren:
Nathacha APPANAH, La nuit au cœur (Gallimard)
Emmanuel CARRÈRE, Kolkhoze (P.O.L)
Caroline LAMARCHE, Le bel obscur (Seuil)
Laurent MAUVIGNIER, La maison vide (Minuit)
Die vier Finalisten und vier weitere Werke der Vorauswahl wurden im Hauptseminar "Prix Goncourt" kriteriengeleitet gelesen, analysiert und lebhaft diskutiert. Appanahs Roman erfüllt dabei nicht nur alle wichtigen Kriterien, sondern übertrifft diesen bei Weitem. "La Nuit au coeur" - erzählt die Geschichte von drei Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt wurden - einem Thema, das in der heutigen Zeit leider noch immer brisant und aktuell ist. Allerdings ist die Exzellenz des Werkes nicht nur auf die behandelte Thematik zurückzuführen, sondern auch stilistisch kann es auf ganzer Linie überzeugen und hindert den Leser Abstand von der erzählten Geschichte zu gewinnen.
Deshalb lautete unser Grundsatz für das Plädoyer in der Französischen Botschaft:
"le roman n'est pas seulement un lauréat digne du Choix Goncourt d'Allemagne, mais aussi un lauréat nécessaire." - Felicitas Ammermann
Mit Erfolg diskutierten, debattierten Jael Haar und Valentin Andrieux und vertraten die Universität Augsburg in der Jury der Choix Goncourt de l'Allemagne in Berlin, begleitet von Felicitas Ammermann und Moritz Kamla, die auch an der réception de choix in der französischen Botschaft teilnehmen konnten.
Das vollständige Plädoyer, das Felicitas Ammermann ausgerarbeitet hat, finden Sie hier:
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