Call for Papers: „Vulnérabilités langagières“ in der Zeitschrift Circula

Die Zeitschrift Circula. Revue d’idéologies linguistiques hat einen neuen Call for Papers für ein von Claudia Torres Castillo (Université Rennes 2) koordiniertes Themenheft veröffentlicht. Die 2027 erscheinende Ausgabe widmet sich den vulnérabilités langagières in Situationen intralinguistischer Mobilität und untersucht damit Kontexte, in denen Sprecherinnen und Sprecher nicht aufgrund einer anderen Sprache diskriminiert werden, sondern aufgrund der Art und Weise, wie sie dieselbe Sprache verwenden.

Im Mittelpunkt steht eine Form von Alterität, die innerhalb einer Sprachgemeinschaft entsteht: Akzente, regionale Lexik, Anredeformen oder unterschiedliche Register können zu sozialen Markern werden, durch die Zugehörigkeiten konstruiert und Prozesse der Stigmatisierung ausgelöst werden. Das Themenheft fragt damit nach sprachlichen Hierarchisierungen, die nicht zwischen verschiedenen Sprachen, sondern innerhalb derselben Sprache entstehen und mit der unterschiedlichen gesellschaftlichen Bewertung von Varietäten und sprachlichen Praktiken verbunden sind. Der Call schließt an aktuelle Diskussionen zu Sprachideologien und sprachlicher Diskriminierung an und nimmt insbesondere frankophone und hispanophone Räume in den Blick. Beiträge können sich unter anderem mit Vorstellungen eines „guten Akzents“, mit der Idealisierung bestimmter Normen, mit Erfahrungen intralinguistischer Mobilität sowie mit Strategien im Umgang mit sprachlicher Stigmatisierung beschäftigen.

Circula. Revue d’idéologies linguistiques ist eine internationale Open Access Zeitschrift, die der Erforschung von Sprachideologien in romanischen Sprachräumen gewidmet ist. Sie wurde 2014 von Prof. Dr. em. Sabine Schwarze, der früheren Lehrstuhlinhaberin der Romanischen Sprachwissenschaft an der Universität Augsburg, zusammen mit ihrem Projektpartner Prof. Wim Remysen (Université de Sherbrooke) gegründet und ist bis heute Ausdruck einer internationalen wissenschaftlichen Vernetzung im Bereich der romanistischen Sprachwissenschaft. Diese Verbindung zur Augsburger Romanistik besteht weiterhin: Prof. Dr. Daniela Pietrini, aktuelle Lehrstuhlinhaberin der Romanischen Sprachwissenschaft, ist Mitglied des Redaktionsbeirats der Zeitschrift.

Beitragsvorschläge können bis zum 30. Oktober 2026 eingereicht werden. Die Veröffentlichung des Themenhefts ist für Dezember 2027 vorgesehen.

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Lehrstuhl Romanische Sprachwissenschaft

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