Stärkung internationaler Kooperationen: Prof. Dr. Anna Giaufret als Gastprofessorin
Prof. Dr. Anna Giaufret von der Universität Genua wird im Wintersemester 2026/2027 als Gastprofessorin am Lehrstuhl für Romanische Sprachwissenschaft bei Prof. Dr. Daniela Pietrini tätig sein. Die Einladung erfolgt im Rahmen eines erfolgreich eingeworbenen universitätsinternen Programms zur Förderung internationaler Partnerschaften und Kooperationen und unterstreicht die strategische Bedeutung internationaler Vernetzung für Forschung und Lehre. Der Aufenthalt ist vom 9. November bis zum 19. Dezember 2026 geplant. Mit Anna Giaufret kommt eine international profilierte Linguistin nach Augsburg, die insbesondere im Bereich der Comicforschung im französischsprachigen Raum zu den zentralen Referenzfiguren zählt. Ihre Arbeiten verbinden Fragen der Sprachvariation, Mündlichkeit, Pragmatik und Sprachideologien mit der Analyse multimodaler Texte und setzen dabei einen besonderen Schwerpunkt auf das Französische in Québec. Durch zahlreiche Publikationen, internationale Vorträge sowie die Beteiligung an einschlägigen Forschungsprojekten hat sie sich als eine der prägenden Stimmen dieses Forschungsfeldes etabliert. Die Gastprofessur fügt sich in idealer Weise in das Profil der Augsburger Romanischen Sprachwissenschaft ein. Der Lehrstuhl verfügt über einen etablierten Schwerpunkt in den Québec-Studien und unterhält enge Kooperationen mit mehreren Universitäten in Québec, darunter die Université de Sherbrooke, die Université Laval, die UQAM und die UQTR. Zugleich wurde mit dem Comics Linguistics Lab ein in Deutschland einzigartiger Forschungsschwerpunkt zur linguistischen Comicforschung aufgebaut. Die Zusammenarbeit mit Anna Giaufret eröffnet die Möglichkeit, diese bestehenden Schwerpunkte gezielt miteinander zu verbinden, weiterzuentwickeln und um eine medienlinguistische Perspektive zu erweitern. In der Lehre wird Prof. Dr. Anna Giaufret ein profiliertes Angebot im Bereich der französischen Sprachwissenschaft und der Digital Humanities übernehmen. Im Zentrum steht ein Blockseminar zum Québecer Französisch, das historische, strukturelle und diskursive Aspekte dieser Varietät mit der Analyse medialer Repräsentationen verbindet. Ergänzt wird das Lehrangebot durch einen praxisorientierten Workshop zum zeitgenössischen quebecischen Theater sowie durch ein Doktorandenseminar zu einem Digital-Humanities-Projekt zur Digitalisierung und Analyse historischer Korrespondenzen. Auch im Bereich der Forschung ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Romanische Sprachwissenschaft vorgesehen, insbesondere im Rahmen des Comics Linguistics Lab, mit dem Ziel, gemeinsame Projekte zu entwickeln und bestehende Kooperationen nachhaltig zu vertiefen.