Call for Papers für den 109. Kunsthistorischen Studierendenkongress in Hamburg
"Unser Studium ist irgendwie ein bisschen schräg: Es bedeutet Einladung und Ausgrenzung zugleich. Einerseits verlangt Kunst genaues Hinsehen: Unser Forschungsgegenstand kann auch ohne Vorwissen, ohne Texte und ohne akademische Codes berühren. Was für ein Schatz! Andererseits können es sich nicht alle leisten, diese Einladung der Kunst anzunehmen. Kunst- und Kunstwissenschaften zählen – nach der Medizin und noch vor der Rechtswissenschaft – zu den am wenigsten zugänglichen Studiengängen. Wir als Studierendenschaft sind also überdurchschnittlich stark von einer Herkunft aus einem Akademiker*innenhaushalt geprägt und somit auch die Perspektiven, Teilhabemöglichkeiten und Verständnisse von Kunst, die wir im Studium erlernen und selbst produzieren. Wer bleibt dabei außen vor und durch welche Mechanismen? An welche Vorstellungen von Kunst, an welche Formen des Umgangs mit ihr und an welche Menschen im Kunstbetrieb haben wir uns vielleicht so sehr gewöhnt, dass kaum noch irritiert, wer oder was dabei exkludiert wird? Wie lernen wir? Was lernen wir? Wer lernt mit uns? Auf welches Bild, welche Narrative ist unser Studium angewiesen und was lernen wir dafür eben gerade nicht? Mit diesen Fragen möchten wir uns auf dem 109. Kunsthistorischen Studierendenkongress vom 6. bis 9. August 2026 in Hamburg unter dem Motto ver_Lernen auseinandersetzen." Eine Einsendung von Papers ist bis zum 10.05.2026 per Mail an
109.ksk.hamburg@derksk.de möglich. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.derksk.org/