Vortrag von Dr. David Vondráček im Rahmen des KuK-Kolloquiums

Es besteht offenbar ein Spannungsverhältnis zwischen der (transnationalen?) Operette und der Nationalmusik bzw. nationalen Musikgeschichtsschreibung - selbst da, wo in den Werken nationale Stile verwendet werden. Diesem Spannungsverhältnis ging das Projekt "Studien zur tschechischen Operette, ca. 1900-1938" an der Tsch. Akademie der Wissenschaften nach (im Programm zur Exzellenzförderung PPLZ). In diesem Vortrag möchte ich das Projekt vorstellen und dabei die Anknüpfungsmöglichkeiten an geeignete Theoriemodelle der kulturellen Mobilität und Zirkulation wie die histoire croisée (Michael Werner und Bénédicte Zimmermann) ausloten. Damit auch die praktische Anschauung nicht zu kurz kommt, wurden dafür Beispiele aus den Operetten von Jara Beneš (1897-1949) und Jaromír Weinberger (1896-1967) ausgewählt. 

Dr. David Vondráček ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Tschechischen Akademie der Wissenschaften, Institut für Kunstgeschichte. Er wurde mit der Arbeit "Jaroslav Ježek zwischen Avantgarde und Jazz" (Allitera-Verlag 2021) an der LMU München bei Hartmut Schick promoviert. Vondráček ist außerdem Co-Autor von "A History of Music in the Czech Lands" (Cambridge University Press 2025). 

 

 

Dr. David Vondráček Jitka Walterová

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