Ausstellung: Theodor Lessing (1872-1933) Unheilsprophet - Ökophilosoph - Kulturkritiker - Störenfried

Der Philosoph Theodor Lessing, der aus einer seit langem in Hannover ansässigen jüdischen Familie stammte, lehrte an der Technischen Hochschule Hannover als außerplanmäßiger Professor der Philosophie. Er war einer der ersten Denker, die sich mit der globalen ökologischen Krise auseinandersetzten. Zudem publizierte er frühzeitig Schriften gegen den Lärm und entwickelte eine heute noch rezipierte reflexive Geschichtstheorie.
1926 setzten antisemitische Studentengruppen und rechtsextreme Organisationen seine Beurlaubung durch. Lessing wurde im tschechischen Marienbad, wohin er mit seiner Familie geflohen war, 1933 von einem nationalsozialistischen Mordtrupp erschossen. Seine Bücher wurden im NS-Staat ausgesondert und verbrannt.
Ziel dieser Ausstellung, die von Philosophiestudierenden der Universität Augsburg kuratiert wurde, ist, die Aktualität seines Werkes wieder ins Gedächtnis zu rufen und zu einer Begegnung mit einem Autor einzuladen, der unserer Zeit Wesentliches zu sagen hat.

 

Kuratiert von: Peter Finkenzeller, Julianna Forstner, Simon Frank, Thomas Fuchs, Tamara Schindler, Magdalena Schreieck, Michael Straub, David Wagner, Luisa Wagner.

Tutor und Koordination: Nicholas Schoch

Seminarleitung: Dr. Konrad Heumann (Freies Deutsches Hochstift, Frankfurt am Main), Prof. Dr. Jens Soentgen (Universität Augsburg, Wissenschaftszentrum Umwelt)

Mit Unterstützung durch Sophie Ruiu (Universitätsbibliothek

CC BY-NC-ND

 

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