Neue Publikation zu Wissenschaftsberichterstattung über kontroverse Felder

 

In seiner neuen Publikation „Science journalism on controversial fields: Contextualizing audience expectations and (dis)approval of the watchdog role“ geht Markus Schug der Frage nach, welche Funktionen das Publikum von Wissenschaftsberichterstattung über kontroversen wissenschaftliche Felder wie COVID-19 oder dem Klimawandel erwartet.

Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt dabei auf der kontextabhängigen Zustimmung zur journalistischen „Watchdog“-Rolle. Methodisch basiert die Arbeit auf einer Kombination aus teilstrukturierten Interviews und Fokusgruppendiskussionen.

In den Ergebnissen zeigt sich, dass das Publikum von Wissenschaftsberichterstattung über kontroverse Felder nicht nur traditionelle Rollen wie die des „Service Providers“ oder des „Watchdogs“ erwartet, sondern auch krisenspezifische (z. B. „Public Mobilizer“) sowie wissenschaftsspezifische Rollen (z. B. „Conduit“). Hinsichtlich der Watchdog-Rolle betonten die Teilnehmenden die journalistische Aufgabe, Verstöße gegen wissenschaftliche Normen aufzudecken. Insbesondere sollen Journalist:innen solche Studien kritisch hinterfragen, die politischen Entscheidungen zugrunde liegen. Bestimmte Formen des Watchdog-Journalismus lehnen die Teilnehmenden jedoch ab, beispielsweise Journalismus, der „Ad-hominem“-Argumente zur Kritik an Wissenschaft nutzt, oder Berichterstattung, die Fehlverhalten nicht vor dem Hintergrund der Funktionsweise des aktuellen Wissenschaftssystems einordnet.
 
Dieser Beitrag ist Teil des Special Issues „Journalism as a Science Watchdog: Theories, Practices, and Implications“, editiert von Alice Fleerackers (University of Amsterdam) and An Nguyen (Bournemouth University / Van Lang University).
 
 

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