Musikunterricht mit vier Pfoten

Die beiden Lehrerinnen und Studierende mit Schul- und Therapiehund Teddy © Universität Augsburg

Praxisseminare mit Schulhund Teddy

Wie kann ein Schulhund den Musikunterricht bereichern? Dieser Frage gingen Studierende am Lehrstuhl für Musikpädagogik Ende Juni gemeinsam mit einer ersten Klasse der Grund- und Mittelschule Höchstädt nach. Im Mittelpunkt stand Schul- und Therapiehund Teddy, der sich schnell als aufmerksamer Lernbegleiter erwies und Kindern wie Studierenden neue Perspektiven auf musikalisches Lernen eröffnete.

 

 

Musikalisches Lernen – spielerisch!

Die zentrale Frage für die Studierenden lautete, wie ein Schulhund sinnvoll in den Musikunterricht integriert werden kann. Die beiden Lehrerinnen Monika Kraus-Brummer und Monika Gritsch machten es vor: Der Hörsaal wurde zum Klassenzimmer, in dem musikalisches Lernen spielerisch funktioniert. Mit Glücksrad, Würfel und Plüschkarotten im sogenannten „Acker“ lernten die Kinder Instrumentennamen, übten Rhythmen und fanden auf kindgerechte Weise Zugang zu musikalischen Inhalten. Dabei ging es nicht ums Auswendiglernen, sondern ums Mitmachen, Zuhören und gemeinsam ins Tun kommen. Die beiden Lehrerinnen entwickelten bereits zahlreiche Unterrichtsideen rund um Teddy. So entstand in der Höchstädter Schule ein kleiner „Musiklehrplan mit Hund“, der kontinuierlich weiterentwickelt wird.

Besonders spannend im Seminar: Teddy musste erst an die neuen Klänge der Instrumente gewöhnt werden. Und doch dauerte es nicht lange, bis er sichtlich Gefallen an den neuen Tönen und Aufgaben fand. Die Ruhe und Aufmerksamkeit des Tiers wirkten sich auch auf die Kinder aus, die für und mit Teddy sehr konzentriert und achtsam bei der Sache waren.

Nach dem ersten Unterrichtsblock mit Teddy und einer kurzen Pause übernahmen die Studierenden des nächsten Kurses und starteten eine Bewegungseinheit rund um das Thema „Tiere“ mit den Kindern. Musik sollte dabei nicht nur gehört, sondern auch körperlich erlebt werden. Der Übergang vom beobachtenden Lernen zur körperlichen Gestaltung erwies sich als ideale Kombination. Teddy bekam während dessen seine wohlverdiente Pause.

Wissen, gemeinsames Erleben und Wertschätzung

An so einem Tag geht es nicht nur um Wissen und gemeinsames Erleben, sondern auch um Wertschätzung - und deshalb gab es als Abschiedsgeschenke Schlüsselbänder der Universität Augsburg sowie Motivations- und Dankeskarten, die die Studierenden persönlich für die Kinder geschrieben hatten.

Ein herzlicher Dank gilt den beiden Lehrkräften Monika Gritsch und Monika Kraus-Brummer, die mit so viel Engagement bei diesem Projekt mitgewirkt haben, sowie dem Sozialpädagogen Daniel Gleich für die Begleitung und Unterstützung von Klasse und Lehrerinnen!

Impulse für die spätere Berufspraxis

Auch für Kursleiterin Maria Wegner war die Veranstaltung besonders – nicht nur wegen des außergewöhnlichen Unterrichtssettings, sondern auch aufgrund der beiden Lehrerinnen, die nicht müde werden, ihren Beruf immer wieder neu zu denken. Das gab den Studierenden wertvolle Impulse und einen Ausblick auf ihre künftige eigene Tätigkeit.

Fazit des Seminarvormittags: Musikunterricht kann tatsächlich kreativ, offen und gleichzeitig klar strukturiert sein – und mit den richtigen Ideen wird ein Hund zum aktiven und wertvollen Lehr- und Lernpartner im Musikunterricht.

 

Ansprechpartnerin

Lehrkraft für besondere Aufgaben
Musikpädagogik (Lehramt)

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