Deutsche Stiftung Friedensforschung fördert das Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA)
Für die Veranstaltungsreihe „Praktiken des Friedens“, die das
Transferzentrum Frieden im Jahr 2026 anbietet, erhält der
Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung eine finanzielle Förderung von der
Deutschen Stiftung Friedensforschung in Höhe von 10.000 €. Sie ermöglicht eine thematisch gebündelte Veranstaltungsreihe des TFA zu den aktuell besonders relevanten Fragen nach Frieden und seiner Praxis, die auch in Verbindung mit der
Peace Summer School 2026 stattfindet. Ausgangspunkt ist ein prozessuales Friedensverständnis, das Frieden nicht primär als Ergebnis politischer Entscheidungen oder institutioneller Arrangements begreift, sondern als soziale Praxis, die im Alltag entsteht, ausgehandelt wird und gelernt werden kann. Vor diesem Hintergrund reagiert die Veranstaltungsreihe auf einen wachsenden Bedarf an differenzierten, dialogischen und praxisnahen Formaten des Wissenstransfers in der Friedens- und Konfliktforschung. Das
Transferzentrum Frieden Augsburg ist eine gemeinsame Einrichtung der Friedensstadt Augsburg und der Universität Augsburg. Es trägt in unterschiedlichen Formaten und Kooperationsformen zum Transfer der Expertise der Friedens- und Konfliktforschung in die Praxisfelder der Friedensstadt Augsburg bei. Dabei ist ein multidirektionales Transferverständnis zentral: Wissen wird nicht einseitig von der Wissenschaft in die Praxis vermittelt, sondern entsteht im Austausch zwischen Forschenden, Praktiker:innen, zivilgesellschaftlich Engagierten, Fachkräften aus Bildungs-, Sozial- und Friedensarbeit, kommunalen Akteur:innen, zivilgesellschaftlichen Initiativen sowie einer politisch interessierten Öffentlichkeit. Entsprechend sind die Formate dialogisch, interaktiv und partizipativ. Die TFA-Veranstaltungsreihe „Praktiken des Friedens“ bündelt mehrere Workshops und öffentliche Formate, die sich jeweils konkreten Friedenspraktiken widmen (z. B. Kommunikation, Umgang mit Konflikten, Körperlichkeit, Macht- und Ungleichheitsverhältnisse) und diese gemeinsam mit unterschiedlichen Zielgruppen reflektieren und erproben. Die Reihe richtet sich an Studierende und Nachwuchswissenschaftler:innen, Fachkräfte aus Bildungs-, Sozial- und Friedensarbeit, kommunale Akteur:innen, zivilgesellschaftliche Initiativen sowie eine politisch interessierte Öffentlichkeit. Die nächsten Veranstaltungen:
Vorstellung des Friedensgutachtens 2026 „Die neuen Warlords“ am 16. Juni um 19 Uhr in der Stadtbücherei, S-Forum
„Mit Unsicherheit umgehen durch konstruktive Konfliktbearbeitung“ am 27.7., 3.8. und 5.8.2026, jeweils 17 - 20 Uhr im Hollbau, Annahof.