Wissenstransfer als Beitrag zur Transdisziplinarität der Friedens- und Konfliktforschung
Beim Roundtable „Multidirektionaler Wissenstransfer als Beitrag zur Transdisziplinarität der Friedens- und Konfliktforschung“ des
AFK-Arbeitskreises „Wissenschaft und Praxis“ bei der
Jahres-Konferenz der
Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung (AFK) mit dem Titel "Ideen und Schnittstellen in der Friedens- und Konfliktforschung: die Bedeutung inter- und transdiziplinärer Forschung“ am 11. - 13. März 2026 in Leipzig wird u.a. das Transferkonzept des „
Transferzentrums Frieden Augsburg“ diskutiert. Forschungsprojekte sind heute kaum mehr vorstellbar, ohne dass auch Transfer der Forschungsergebnisse stattfindet, zumindest aber stattfinden soll. In unterschiedlichsten, vor allem nicht-traditionellen Darreichungsformen, von Videos über ganz verschiedene Formate von Social Media bis hin zu Podcasts und Speed-Dating-Events, wird wissenschaftliches Wissen für Interessierte außerhalb des Wissenschaftssystems bereitgestellt. Fördermittelgeber scheinen vor allem an der Anzahl solcher Transferereignisse interessiert, ziemlich unabhängig davon, ob der Transfer diejenigen erreicht, die mit den Forschungsergebnissen auch etwas anfangen können oder wollen. Für ein praxisorientiertes und normativ-politisch reflektiertes Forschungsfeld wie die Friedens- und Konfliktforschung können sich mit dem breit etablierten Transfererfordernis an Forschung aber weit höhere Erwartungen verbinden. In der Transferforschung wird inzwischen von wechselseitigem, rekursivem oder multidirektionalem Transfer gesprochen, der weit über all die neuen Formate der Wissenschaftskommunikation hinausgeht, die als „Transfer“ ausgegeben werden. Stattdessen gibt es bei anspruchsvollen Transfer-Verständnissen Berührungspunkte und Überschneidungen zu Konzepten der Transdisziplinarität, etwa bei Methodologien Partizipativer Forschung oder anderen Verschränkungen der Forschung mit gesellschaftlichen Problemfeldern, etwa bei transformativer Wissenschaft. Das Fishbowl-Panel des AK Wissenschaft und Praxis eröffnet durch die Präsentation von verschiedenen Konzepten und Erfahrungen des Wissenstransfers einen Raum, über die Spezifika des Transfers in der Friedens- und Konfliktforschung zu diskutieren. Dabei werden die Einsichten und Debatten des
Workshops „Transfer - Herausforderung und Thema für die Friedens- und Konfliktforschung“ (BZeFK-Workshop Augsburg, 13./14.10.2025) fortgeführt und u.a. die Frage fokussiert: Wodurch unterscheidet sich Transfer in der Friedens- und Konfliktforschung vom Transfer in anderen Forschungsfeldern? Impuls-Geber*innen für das Fishbowl-Panel: Christina Pauls (Transferzentrum Frieden Augsburg) Moderation: Christoph Weller (Koordinator des AK Wissenschaft und Praxis)
Ginger Schmitz (Plattform Zivile Konfliktbearbeitung)
Christof Starke (Bundesnetzwerk Konfliktbearbeitung)