(Un-) Sicherheit für wen? Friedenslogik und Sicherheitslogik kritisch reflektieren

Unsicherheit prägt gegenwärtige Erfahrungen auf vielen Ebenen: politisch, sozial, global und im Alltag. Kriege, gesellschaftliche Polarisierungen, ökologische Krisen und soziale Ungleichheiten verstärken das Gefühl, dass gewohnte Sicherheiten brüchig werden. Doch wie reagieren Gesellschaften auf Unsicherheit? Mit mehr Kontrolle, Abgrenzung und Abschottung oder mit einem genaueren Blick auf Konflikte, Gewaltverhältnisse und gerechtere Formen des Zusammenlebens?


Im Rahmen des Augsburger Friedensfests lädt das  gemeinsam mit dem Evangelischen Forum Annahof, der Technischen Hochschule Augsburg und dem Büro für Kommunale Prävention zum Workshop „(Un-)Sicherheit für wen? Friedenslogik und Sicherheitslogik kritisch reflektieren“ ein. In Bezug auf das Friedensfest-Motto „Unsicherheit“ setzt sich der Workshop mit politischen und gesellschaftlichen Deutungen und Implikationen von Sicherheit auseinander.


Im Zentrum steht die Unterscheidung zwischen Sicherheitslogiken und Friedenslogiken: Während Sicherheitslogiken häufig auf Bedrohung, Kontrolle und Abwehr reagieren, fragt Friedenslogik danach, welche Konfliktursachen, Gewaltverhältnisse und Ungerechtigkeiten Unsicherheit hervorbringen und wie sie zivil, gerechtigkeitsorientiert und konfliktsensibel bearbeitet werden können. Der Workshop bietet Raum für gemeinsame Reflexion, Austausch und die Frage, welche friedenspolitischen Perspektiven im Umgang mit Unsicherheit heute notwendig sind.


Referentin des Workshops ist Sandra Klaft von Peace for Future. Sandra Klaft ist Projektleiterin und Referentin für Friedensbildung bei Peace for Future und Jugend-Referentin bei der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen (DFG-VK) Frankfurt. Zudem arbeitet sie freiberuflich als Trainerin und Beraterin im Bereich Frieden, Konflikttransformation und Gewaltfreie Kommunikation. Sie hat einen Master in Friedensforschung und internationaler Politik und ist ausgebildete Beraterin für gewaltfreie Konflikttransformation und soziale Bewegungen.


Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 29. Juli 2026, von 17:30 bis 20:30 Uhr im Ernst-Troeltsch-Raum im Hollbau, Annahof statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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