Deutungskämpfe-Debatte mit Christoph Weller wird an der Freien Universität Berlin weitergeführt
Mit seiner Replik auf Christoph Wellers Aufsatz „
Deutungskämpfe: Begriffe, Konzept, Bearbeitung“ hatte der Leiter des Arbeitsbereichs Friedens- und Konfliktforschung am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft und Vizepräsident der FU Berlin, Prof. Dr. Sven Chojnacki eine
Debatte in der „Zeitschrift für Friedens- und Konfliktforschung“ zur Analyse und Praxis der aktuellen friedenspolitischen Auseinandersetzungen eingeleitet, die am 10. Juli an der FU Berlin fortgeführt wird. Zugleich mit dem
Aufsatz „Deutungskämpfe: Begriffe, Konzept, Bearbeitung“von Christoph Weller war in Heft 2/2025 der „Zeitschrift für Friedens- und Konfliktforschung" (ZeFKo) die Replik
„Feldgebundene Deutungskämpfe: Strukturelle Analyse und reflexive Praxis“ von Sven Chojnacki erschienen. Darin nimmt er bezogen auf aktuelle Deutungskämpfe die Perspektive involvierter Hochschulakteur*innen ein und kritisiert, dass Wellers konflikttheoretische Konzeptualisierung von Deutungskämpfen "das Potenzial einer systematischen Verknüpfung diskursiver und strukturell-materieller Konditionierungen“ nicht ausschöpft und „die konkreten Mechanismen, über die hegemoniale Deutungsmuster stabilisiert oder verschoben werden, sowie deren institutionelle Einbettung in Macht- und Ressourcenverhältnisse“ untertheoretisiert bleiben (Chojnacki 2025: 336). Im Rahmen des Seminars „Performative Ansätze der Friedens- und Konfliktforschung“ an der FU Berlin setzen Chojnacki und Weller am 10. Juli 2026 in Berlin die Debatte über Deutungskämpfe und das analytische Potenzial ihrer Konzeptualisierungen fort.