„Zeitenwende“ in der Friedensethik? Kritische Seitenblicke auf die EKD-Friedensdenkschrift mit Christoph Weller
Bei der öffentlichen Abendveranstaltung
„Wie wird Frieden politikfähig? Wie wird Politik friedensfähig?“ zur Tagung „Zeitenwende“ in der Friedensethik? Kritische Seitenblicke auf die Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland" diskutieren der Außenpolitiker Tobias Lindner, die Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst und der Friedens- und Konfliktforscher Christoph Weller über die politische Anwendbarkeit und die Zielrichtung der neuen Friedensdenkschrift. Unter dem Titel »Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick« hat die Evangelische Kirche in Deutschland eine neue Friedensdenkschrift veröffentlicht. Die Verfasser*innen sehen das Dokument als »Weiterentwicklung der protestantischen Friedensethik«, die auf die veränderte weltpolitische Lage reagiert. Einige Kritiker*innen bewerten die Schrift jedoch anders: Sie sehen darin eine
Anpassung an den sicherheitspolitischen Geist der »Zeitenwende« und eine stärkere Akzeptanz von militärischer Abschreckung und Aufrüstung. Die öffentliche Abendveranstaltung "Wie wird Frieden politikfähig? Wie wird Politik friedensfähig?“ am Donnerstag, 29. Januar 2026, 20 bis 22 Uhr, Altes Kaufhaus, Landau, ist Teil der Tagung »Zeitenwende« in der Friedensethik? Kritische Seitenblicke auf die Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland«. Veranstalter*innen sind die
Evangelische Akademie der Pfalz, die
Friedensakademie Rheinland-Pfalz der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität und das Friedensinstitut der Evangelischen Hochschule Freiburg. Mit Unterstützung der Evangelischen Friedensarbeit im Raum der EKD und der Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der Evangelischen Kirche der Pfalz. Die Evangelisches Akademie der Pfalz und die Friedensakademie Rheinland-Pfalz wollen den Text kritisch unter die Lupe nehmen und dabei Seitenblicke favorisieren. Deshalb kommen vorrangig Menschen zu Wort, die an der Entstehung des Textes nicht beteiligt waren. Warum äußert sich die Kirche zu friedensethischen Fragen und was bezweckt sie damit? Was an der evangelischen Friedensethik ist evangelisch oder christlich? Ist der neue Grundlagentext politikfähig? Berücksichtigt er globale Perspektiven? Hat er Auswirkungen auf die Friedensbildung? Kommt er in der öffentlichen Debatte an – oder bleibt er ein Text für kirchliche Insider? Die Tagung ist zugleich Studientag der Konferenz der Evangelischen Friedensarbeit im Raum der EKD. Kooperationspartner bei der Veranstaltung ist das Friedensinstitut der Evangelischen Hochschule Freiburg. Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz.