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Vergangene Veranstaltungen und Formate
Die Juristische Gesellschaft Augsburg e.V. lädt ein zu ihrer Veranstaltung am Donnerstag, 23. April 2026 um 18:00 Uhr im Hörsaal 1001 der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg. Anmeldung zur Teilnahme bei der Juristischen Gesellschaft Augsburg erbeten!
„Das Recht des Stärkeren oder die Stärke des Rechts:
Wie begegnet die Internationale Staatengemeinschaft den großenaußenpolitischen Herausforderungen unserer Zeit?“
Unablässig führen Staaten und Hoheitsgewalt beanspruchende illegitime Gruppen Angriffskriege und verüben Terror. Welche Aussichten bestehen auf nachhaltige Befriedung durch Verhandlungen und Übereinkünfte? Kann das Völkerrecht überhaupt noch eine Rolle bei der Konfliktlösung spielen?
Herr Botschafter a.D. Dr. rer. pol. Christoph Heusgen wird seine geopolitische Wahrnehmung aus dem Erfahrungsschatz als langjähriger Angehöriger des Auswärtigen Amtes, außenpolitischer Berater der Bundeskanzlerin, Ständiger Vertreter der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen und Leiter der Münchener Sicherheitskonferenz darlegen. Dem Vortrag folgt eine Diskussion mit zwei Gesprächspartnern aus Völkerrecht und Politikwissenschaft. Dazu stehen die Augsburger Professoren Dres. Christoph Vedder (Professor im Ruhestand für Öffentliches Recht, Europarecht und Völkerrecht sowie Sportrecht) und Christoph Weller (Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung) bereit. Die Diskussion unter Leitung von Prof. Dr. Christoph Becker (Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Europäische Rechtsgeschichte) ist mit allgemeiner Aussprache verknüpft.
Am 16. April 2026 von 19 bis 21 Uhr ist Christina Pauls, Geschäftsführerin des Transferzentrums Frieden Augsburg (TFA), als „lebendes Buch“ bei der Living Library in der Stadtbücherei Augsburg zu Gast.
Die Living Library ist ein interaktives Veranstaltungsformat, das Begegnungen und Gespräche mit Menschen ermöglicht, mit denen man sonst nicht ohne Weiteres in Kontakt kommt oder denen man Fragen vielleicht nicht so leicht stellen würde. Darin geben Menschen mit unterschiedlichen Lebenswegen und Erfahrungen Einblick in ihre persönliche Geschichte. In drei Gesprächsrunden von jeweils 20 Minuten kommen kleine Gruppen mit einem „lebenden Buch“ ins Gespräch. Dabei können Fragen gestellt, Themen eingebracht und Perspektiven geteilt werden.
Mit Christina Pauls eröffnet sich an diesem Abend die Möglichkeit, mehr über die Arbeit des Transferzentrums Frieden zu erfahren und über Themen wie Frieden, gesellschaftliche Konflikte, Gewaltaufarbeitung und die Frage ins Gespräch zu kommen, was Menschen in dieser Arbeit bewegt und antreibt.
Die Living Library findet bereits seit mehreren Jahren in der Stadtbücherei Augsburg statt. Kooperationspartner sind die Volkshochschule Augsburg, das Maria-Theresia-Gymnasium und der Bezirksjugendring.
"Künstliche Intelligenz in der Prävention“ ist das Schwerpunktthema des diesjährigen Präventionstags, am dem Prof. Weller mit der Leitung eines Panels zum Transfer von Konfliktbeabeitungsexpertise und einem Speedvortrag über neue Formate des Transfers für die Präventionspraxis mitwirkt und über die Arbeiten des Transferzentrums Frieden Augsburg informiert.
Der 31. Deutsche Präventionstag widmet sich neben allen anderen Themen im weiten Feld der Gewalt- und Kriminalprävention dem Schwerpunktthema „Künstliche Intelligenz in der Prävention“. Im Fokus stehen dabei zentrale Fragen: Welche Herausforderungen bringt KI im Kontext von Kriminalität und Sicherheit, aber auch im gesamtgesellschaftlichen Miteinander mit sich? Welche tiefgreifenden Veränderungen gehen mit ihrem Einsatz einher – und wer ist davon in welcher Weise betroffen? Wie lässt sich KI gezielt und verantwortungsvoll für die Präventionsarbeit nutzen? Dabei geht es nicht nur um technologische Potenziale, sondern auch um die ethische und praktische Frage, wie ein bewusster, reflektierter Umgang mit KI in der Prävention gelingen kann.Das von Christoph Weller initiierte Panel „ Transfer von Konfliktbearbeitungsexpertise“ eröffnet beim DPT den Raum für unmittelbaren Transfer. Konfliktbearbeitung ist ein wichtiges Thema der Präventionsarbeit und viele Akteure dieses Feldes verfügen über breite und zugleich sehr unterschiedliche Expertisen. Zu selten wird jedoch dem gelingenden Transfer dieser Expertise die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt. Forschungsergebnisse werden zwar in vielen Fällen veröffentlicht, aber ein erfolgreicher Transfer aus der Wissenschaft in die Praxis ist damit noch nicht gewährleistet. Und noch seltener werden Fragen aufgeworfen und diskutiert hinsichtlich des Transfers aus der Praxis in die Wissenschaft, um beispielsweise in der Forschung praxisrelevante Fragestellungen bearbeiten zu können. Mit dieser doppelten Zielsetzung diskutieren auf diesem Panel verschiedene Vertreter*innen aus Praxis und Forschung über Konfliktbearbeitungsexpertise, damit unmittelbar beim DPT der multidirektionale Transfer zwischen Praxis und Wissenschaft stattfinden kann.
In seinem Speedvortrag am 13. April um 12:40 Uhr informiert Christoph Weller über neue Transferformate für die Präventionspraxis und plädiert dafür, dem wechselseitigen Austausch zwischen Praxis und Wissenschaft größere Aufmerksamkeit zu schenken. In verschiedenen Forschungsfeldern wird an Erkenntnissen und Fragestellungen gearbeitet, die für eine erfolgreiche Präventionspraxis benötigt werden. Zugleich sind für eine fundierte Forschung die Zugänge zur Praxis und die Erfahrungen und Expertisen der Praktiker*innen von entscheidender Bedeutung. Hierfür wurden in den vergangenen Jahren im Bereich der Friedens- und Konfliktforschung neue Formate entwickelt und praktisch erprobt, die in dem Speedvortrag vorgestellt werden: Partizipative Konfliktforschung am Beispiel der Forschung zu Kommunaler Konfliktberatung sowie Erfahrungen aus den Arbeiten des „Transferzentrums Frieden Augsburg“, etwa bei der Stärkung von Konfliktkompetenzen für pädagogisches Fachpersonal.Bei der Jahreskonferenz der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung (AFK) in Leipzig präsentierte TFA-Geschäftsführerin Christina Pauls das Transferkonzept des Transferzentrums Frieden Augsburg beim Roundtable „Multidirektionaler Wissenstransfer als Beitrag zur Transdisziplinarität der Friedens- und Konfliktforschung“
Das Fishbowl-Panel wurden vom Arbeitskreis „Wissenschaft und Praxis“ der AFK angeboten und von dessen Koordinator Christoph Weller moderiert. Einleitend betonte er die Praxisorientierung der Friedens- und Konfliktforschung und verwies auf einige weit verbreitete Transferbeobachtungen: Obwohl in Forschungs- und Förderprogrammen Transfer mehr denn je gefordert sei, werde er vom Wissenschaftssystem kaum belohnt. Wenn aber die Chancen der Transdisziplinarität für die Friedens- und Konfliktforschung ausgeleuchtet würden, sei Transfer ein wesentliches Element, denn alle drei Kennzeichen von Transdisziplinarität seien auf gelingenden Transfer angewiesen:
(1) Für die Orientierung der Forschung an der Problembearbeitung müssen Wissenschaftler*innen verstehen, welche Praxisprobleme eigentlich bearbeitet werden sollen, weshalb Transfer in transdisziplinärer Forschung keine Ergänzung der wissenschaftlichen Publikation von Forschungsergebnissen ganz am Ende des Forschungsprozesses sei, sondern an dessen Anfang stehe, wobei die Wissenschaftler*innen dabei die Rezipient*innen des Transfers zwischen Praxis und Wissenschaft seien.
(2) Auch die Methodologie transdisziplinärer Forschung, in der nicht-wissenschaftliches Wissen in eine produktive Verbindung mit wissenschaftlichem Wissen gebracht werden soll, basiere auf gelingendem Transfer, innerhalb dessen das jeweils andere Wissen verstanden werden muss, um seine Relevanz zur erfolgreichen Problembearbeitung angemessen beurteilen zu können.
(3) Und die Umsetzung kollektiver Erkenntnisprozesse von Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen innerhalb des transdisziplinären Forschungsprozesses - als drittes Kennzeichen von Transdisziplinarität - erfordere einen kontinuierlich gelingenden Wissenstransfer. Wenn jedoch diesen drei Anforderungen transdisziplinärer Forschung durch erfolgreichen Transfer einigermaßen entsprochen werden könne, würde das, was üblicherweise mit „Transfer“ bezeichnet wird, völlig überflüssig. Denn die relevanten Praktiker*innen sind ja von Anfang an in die gemeinsame Forschung integriert und müssen nicht am Ende mit ergänzenden „Transfer“-Anstrengungen und originellen Formaten der Wissenschaftskommunikation erst noch erreicht werden.
Dieser Einführung in das Fishbowl-Panel folgten drei Diskussionsimpulse von transfererfahrenen Kolleg*innen, in denen u.a. darauf fokussiert wurde, wodurch sich der Transfer in der Friedens- und Konfliktforschung bzw. -praxis vom Transfer in anderen Forschungs- bzw. Praxisfeldern unterscheidet; zudem konnten Erfahrungen aus drei unterschiedlichen institutionellen Kontexten präsentiert werden:
Christina Pauls (Universität Augsburg) berichtete als Geschäftsführerin des „Transferzentrum Frieden Augsburg“ von den Bedarfsanalysen gemeinsam mit Praktiker*innen, die am Beginn der jeweiligen Aktivitäten des Transferzentrums stünden, dessen Aufgabe darin bestehe, in unterschiedlichen Formaten und Kooperationsformen zum Transfer der Expertise der Friedens- und Konfliktforschung in die Praxisfelder der Friedensstadt Augsburg beizutragen. Dies hänge auch damit zusammen, dass das Transferzentrum Frieden Augsburg aufgrund der gemeinsamen Trägerschaft von Stadt und Universität bereits eine transdisziplinäre Einrichtung sei.
Ginger Schmitz, Geschäftsführerin der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung, betonte, dass bereits von ihrem Selbstverständnis als „Plattform“ her der Transfer in diesem Netzwerk angelegt sei, aber aktuell wachsende Bedeutung bekomme, weil das Feld der Friedensarbeit politisch erheblich unter Druck sei, dem bei gelingendem Transfer erfolgreicher begegnet werden könne. Dabei sieht sie ein Transfer-Viereck am Werk von Wissenschaft, Praxis, Politik und Öffentlichkeit, wodurch Transfer in erheblichem Maße eine Form von Diskursarbeit darstelle. Zugleich dürfe nicht übersehen werden, dass Transfer in erheblichem Maße an einzelnen Personen hänge und nur schwer institutionell gesichert werden könne.
Christof Starke (Friedenskreis Halle & Kooperationsverbund Demokratische Konfliktbearbeitung) differenzierte vor seinem Erfahrungshintergrund fünf verschiedene Transferfelder: einerseits eine Theoriebildung, in die Praktiker*innen direkt einbezogen werden, und andererseits eine aus der Praxis heraus entwickelte Forschung, für die aber zumeist die Ressourcen fehlten. Auch Lehraufträge von Praktiker*innen an Hochschulen sind aus seiner Sicht eine wertvolle Form des Transfers, ebenso die Mitwirkung von Wissenschaftler*innen an Austausch- und Begegnungsräumen, die praxisnah geschaffen werden. Und wofür sowohl von Praktiker*innen als auch von Wissenschaftler*innen seiner Meinung nach mehr getan werden müsse, sei der Transfer Richtung Politik, Öffentlichkeit und Gesellschaft.
Mit diesen vier einleitenden Impulsen waren für die sich anschließende Fishbowl-Diskussion zahlreiche Anregungen und vielfältige Erfahrungen geliefert, um mit allen Anwesenden über die Spezifika und die Zukunft des Transfers in der Friedens- und Konfliktforschung bzw. -praxis ausführlich zu diskutieren. Und fortgesetzt wurde der Austausch dann gleich am Nachmittag bei Treffen des Arbeitskreises „Wissenschaft und Praxis“ inklusive Transfer, indem über geeignete Formate gesprochen wurde, mit denen sich Praktiker*innen und Wissenschaftler*innen gleichermaßen erreichen und miteinander vernetzen lassen.Das Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF) hat ein " Compendium of Good Practice and Innovative Peacebuilding Approaches at the Local Level" erstellt, in dem auch das Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA) beschrieben wird. Das Kompendium bündelt innovative Peacebuilding-Praktiken und lokale Beispiele, die Argumente für Friedensförderung liefern und eine Grundlage für faktenbasierte Advocacy schaffen.
Compendium of Good Practice and Innovative Peacebuilding Approaches at the Local Level
The Pact for the Future adopted by UN Member States in September 2024 emphasises the need for bolstering peacebuilding and prevention. A frequent recommendation is to adopt “localised” approaches, i.e. to work more closely with actors, organisations and constituencies at the local level to anchor peacebuilding in local communities, build resilience and increase the chances of sustainable impact.
The Center for International Peace Operations (ZIF) has engaged the Berlin based Peacebuilding Community of Practice (CoP) for the compilation of good practices and concrete examples of local-level programmes and initiatives that contribute to strengthening or developing peace infrastructures and promote local engagement for sustainable peacebuilding.
With a broad range of activities and contributions ranging from Armenia to Germany to Thailand and Zimbabwe, the compendium crafts convincing narratives and forms a resource base for evidence-based advocacy. The various approaches to engage communities, including through the use of existing social spaces, technology and performance art, illustrate a wide range of possibilities that aim at giving people agency over building lasting peace – in their communities and beyond. We hope that the projects and activities in the compendium will serve as inspiration and encouragement for their peacebuilding engagements as well.
Am Montag, 8. Dezember 2025 um 19:00 Uhr wird im Hörsaal 1001 der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg (Universitätsstr. 24) der Dokumentarfilm "Bêmal - Heimatlos. 10 Jahre Völkermord an den Jesiden" gezeigt. Der Dokumentarfilm der Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal und des Filmemachers David Körzdörfer begleitet Jesiden und Jesidinnen, die dieses Menschheitsverbrechen überlebt haben. Vier Geschwisterpaare geben uns Einblicke in die Folgen des Völkermordes und die Lebensrealität der Schutzsuchenden in Deutschland und der Zurückgebliebenen im Irak.
Nach der Vorführung des Dokumentarfilms findet eine Aussprache statt. An ihr nehmen teil: die Überlebende Jihan Alomar, aus völkerstrafrechtlicher Sicht Dr. iur. Nicolai von Maltitz LL.M. (Columbia und Universiteit van Amsterdam), Habilitand an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Lehrstuhl für Deutsches, Europäisches und Internationales Strafrecht, Strafprozessrecht sowie Wirtschaftsstrafrecht) und aus sozialwissenschaftlicher Sicht Prof. Dr. Christoph Weller, Inhaber des Lehrstuhls für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg.
Eine Veranstaltung im Rahmen der KDFB-Frauenfilmreihe in Kooperation mit der Juristischen Gesellschaft Augsburg e.V., dem Katholischen Deutschen Frauenbund - Stadtverband Augsburg und dem Transferzentrum Frieden Augsburg.
80 Jahre UNO: nur eine Zwischenkriegszeit? Vortrag und Diskussion mit Andreas Zumach am Dienstag, 25. November 2025, 19:30 Uhr im Annahof, Augustanasaal, Eintritt frei
Zweiter Weltkrieg, Holocaust und Faschismus - nach dem tiefen Zivilisationsbruch der Jahre 1933-1945 wurde in der (am 24. Oktober 1945 in Kraft getretenen) UNO-Gründungcharta das zwischenstaatliche Gewaltverbot als verbindliches Völkerrecht festgelegt. Und mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 wurden erstmals in der Geschichte individuelle Menschenrechte definiert und mit universeller Gültigkeit für alle inzwischen 193 Staaten vereinbart. 80 Jahre später sind diese zivilisatorischen Fortschritte bedroht wie nie zuvor. Die Normen des Völkerrechts werden immer häufiger verletzt und zunehmend unverhohlener in Frage gestellt - zuletzt auch von der bundesdeutschen Regierung. Die UNO ist in Folge von offener Obstruktion und mangels politischen und finanziellen Engagements ihrer Mitgliedsstaaten immer weniger in der Lage, ihre in der Charta von 1945 beschlossenen Kernaufgaben - Frieden, Menschenrechte und Entwicklung für alle Bewohner:innen dieser Erde - wahrzunehmen. Die seit den 1970er Jahren entstandene und für die internationale Sicherheit so wichtige Architektur bilateraler und multilateraler Rüstungskontroll- und Abrüstungsabkommen ist weitgehend zerstört. Zugleich erreichen die weltweiten Militärausgaben seit 2020 immer neue Rekordhöhen. Waren die letzten acht Jahrzehnte nur eine Schönwetterperiode, nur eine Zwischenkriegszeit wie die Jahre zwischen 1919 und 1939? Oder können die 1945 ff. vereinbarten völkerrechtlichen und menschenrechtlichen Normen noch gerettet werden?
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Evangelischen Forum Annahof, der Augsburger Friedensinitiative (AFI), attac Augsburg, Augsburger Forum für Aufklärung Integrität und Respekt (AuxFAIR), Augsburg für Palästina, Deutsche Friedensgesellschaft Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Gruppe Augsburg, Transferzentrum Frieden Augsburg, Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg, pax christi Diözesanverband Augsburg, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) Kreisvereinigung Augsburg.Der Wissenstransfer von Forschungsergebnissen in die Gesellschaft steht im Mittelpunkt, wenn das Bayerische Zentrum für Friedens- und Konfliktforschung (BZeFK) seinen Abschluss-Workshop veranstaltet. Er wendet sich neben den Transfer-Institutionen und Formaten auch den Adressat*innen des Transfers zu.
Der seit 2022 vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (jetzt: BMFTR) geförderte Forschungsverbund „Bayerisches Zentrum für Friedens- und Konfliktforschung: Deutungskämpfe im Übergang“ (BZeFK) veranstaltet am 13./14. Oktober 2025 seinen Abschluss-Workshop in Augsburg zum Thema „Transfer“. Wir haben interessante Forschungsergebnisse zu Deutungskämpfen erarbeitet, aber damit Gesellschaft und Politik von den Ergebnissen der Friedens- und Konfliktforschung profitieren können, muss der Transfer aus der Wissenschaft in die Praxis gelingen. Deshalb stehen Fragen, Erfahrungen und Perspektiven des (Wissens-)Transfers im Mittelpunkt unseres Abschluss-Workshops. Er greift damit auch die entsprechend des Bayerischen Hochschulinnovationsgesetzes dritte Kernaufgabe der bayerischen Hochschulen, den Wissenstransfer von Forschungsergebnissen in die Gesellschaft, auf, bündelt die vorliegenden Erfahrungen und entwickelt Perspektiven für die Zukunft des Transfers. Teilnehmen werden ca. 40 Wissenschaftler*innen und Interessierte aus unterschiedlichen Feldern (Politik, Engagement, Wissenschaft, Bildung etc.) zur Reflexion ihrer Transfererfahrungen sowie zur Diskussion innovativer Formen und Formate des Wissenstransfers und seiner Zukunft in der Friedens- und Konfliktforschung.
Die Titelfrage „Ist Frieden kolonial?“ lädt dazu ein, unsere gängigen Vorstellungen von Frieden kritisch zu hinterfragen: Basiert ‚unser‘ Friedensverständnis im globalen Norden möglicherweise auf dem historisch gewachsenen Machtgefälle zum Globalen Süden, und damit auf den Langzeitwirkungen von Kolonialismus? Entsprechend greift der Vortrag die lauter werdende Kritik aus post- und dekolonialen Theoriezugängen auf: Diese kritisieren etwa, dass Frieden häufig als Zustand oder Prozess verstanden wird, der bestehende – teils kolonial begründete – Ungleichheiten ausblendet oder gar absichert. Anhand des Beispiels von Erinnerungspolitik wird dargelegt, wie koloniale Logiken bis heute in der Friedensarbeit fortwirken, etwa indem koloniale Verbrechen in der kollektiven Erinnerung ausgeblendet werden. So lädt der Vortrag zu Erkundungen der Zusammenhänge von Frieden und Kolonialismus ein und möchte zur kritischen Auseinandersetzung mit gängigen Vorstellungen von Frieden anregen.
Referentin ist Christina Pauls, M.A., Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg.
Weitere Informationen hier
Mit einem Vortrag von Prof. Dr. Christoph Weller zu den Perspektiven der Friedens- und Konfliktforschung auf das Thema „Frieden risikieren?“ beginnt die Ringvorlesung des Lehrstuhls für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung als Beitrag zum diesjährigen Friedensfestprogramm „375 Jahre Friedensfest“ am Mittwoch, 7.5. um 17:30 - 19:00 Uhr in der Stadtbücherei (S-Forum, Ernst-Reuter-Platz 1).
Die weiteren Termine der Ringvorlesung (zumeist im Augustana-Saal, Im Annahof 4):
14.05.2025, Augustanasaal
Ist Frieden kolonial? Erinnerungspolitik und Frieden in dekolonialer Perspektive
Christina Pauls, M.A., Universität Augsburg
11.06.2025, Augustanasaal
Frieden schaffen ohne Kompromisse? Zur Ehrenrettung einer Technik der Konfliktregelung mit schlechtem Ruf
Prof. Dr. Ulrich Willems, Universität Münster
18.06.2025, Augustanasaal
Friedensschutz durch Strafrecht? Eine juristische Perspektive
Prof. Dr. Johannes Kaspar, Universität Augsburg
25.06.2025, Kresslesmühle
Erinnerung, Politik und Macht nach dem Völkermord in Ruanda
Prof. Dr. Timothy Williams, Universität der Bundeswehr München
02.07.2025, Augustanasaal
Vorstellung des „Friedensgutachtens 2025“
Dr. Claudia Baumgart-Ochse, Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung (PRIF), Frankfurt a.M.
09.07.2025, Augustanasaal
Hat der „gerechte Frieden“ ausgedient? Aktuelle Kontroversen protestantischer Friedensethik
Prof. Dr. Bernd Oberdorfer, Universität AugsburgGemeinsam mit einer Reihe an Kooperationspartner*innen, dem Büro für gesellschaftliche Integration der Stadt Augsburg, der Zentralen Antidiskriminierungsstelle der Stadt Augsburg, der Gleichstellungsstelle der Stadt Augsburg, der Technischen Hochschule Augsburg (Studiengang Soziale Arbeit) und der Petra-Kelly-Stiftung, konnte diese Veranstaltungsreihe im Frühjahr 2025 erfolgreich umgesetzt werden.
Den Auftakt bildete ein umfangreicher und inhaltlich anregender Vortrag von Prof. Dr. Andreas Zick (Universität Bielefeld, Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung), der einen fundierten Einblick in das Konzept der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit und die empirischen Daten der sogenannte „ Mitte-Studie“ bot.
Im Vortrag von Prof. Zick wurde deutlich, dass rechtsextreme Tendenzen und damit einhergehende Menschenfeindlichkeit in der Mitte der Gesellschaft zunehmen – damit stellte er die Dringlichkeit der Beschäftigung mit und Sensibilisierung für die verschiedenen Formen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit dar.
In den darauffolgenden Wochen wurden von kompetenten und hoch engagierten Referent*innen sieben handlungsorientierte Workshops zu verschiedenen Dimensionen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit angeboten. Diese standen allen Augsburger*innen offen und wurden entsprechend gut besucht. Obwohl nicht alle Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in der Workshopreihe abgedeckt werden konnten, thematisierten die Workshops Klassismus und Wohnungslosigkeit, antischwarzen Rassismus, Antisemitismus, Hetero-Sexismus, antimuslimischen Rassismus, Antiziganismus, sowie Verschränkungen von Rassismus, Klasse und Gender. In den interaktiven Workshops wurde – je nach Schwerpunkt – thematisiert, auf welchen Ebenen Diskriminierung stattfindet, welche historischen und gegenwärtigen Entwicklungen dahinterstehen, wie menschenfeindliche Haltungen erkannt werden können und welche Anlaufstellen es in Augsburg und darüber hinaus gibt.
Die positive Resonanz der Teilnehmenden zu den Workshops, die gelungene Zusammenarbeit mit den Kooperationspartner*innen und Referent*innen der Workshops und das große Interesse an diesen Angeboten des Transferzentrums Frieden Augsburg bestärken uns darin, weitere Angebote in diesem Themenfeld in unser Programm aufzunehmen. Dazu gehört auch die Peace Summer School 25 „ Mind the Gap: Intersektionalität erleben, Gesellschaft gestalten“ am 19. - 21. Juni 2025 in Augsburg.
Das Transferzentrum Frieden bietet eine handlungsorientierte Workshopreihe zu ausgewählten Dimensionen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit an. Anmeldungen für die begrenzten Plätze sind jetzt möglich!
In Deutschland nehmen Vorurteile und Diskriminierung gegenüber gesellschaftlich marginalisierten Gruppen alarmierend zu, während rechte Parteien zunehmend Unterstützung gewinnen und demokratische Werte gefährden.
Das Konzept der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF) beschreibt abwertende und ausgrenzende Einstellungen gegenüber Menschen, die aufgrund ihrer realen oder zugeschriebenen Gruppenzugehörigkeit diskriminiert werden. Diese Vorurteile basieren auf einer Ideologie der Ungleichwertigkeit, wodurch die Abwertung einer Gruppe oft mit der Abwertung anderer einhergeht. In Deutschland zeigt sich GMF besonders in Ausprägung wie Rassismus, Antisemitismus, Hetero-/Sexismus, Muslimfeindlichkeit, Klassismus und Antiziganismus.
Um für dieses Thema zu sensibilisieren und Handlungsmöglichkeiten gegen diskriminierende Einstellungen aufzuzeigen, bietet das Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA) gemeinsam mit dem Büro für gesellschaftliche Integration der Stadt Augsburg,der Zentralen Antidiskriminierungsstelle der Stadt Augsburg, der Gleichstellungsstelle der Stadt Augsburg, der Technischen Hochschule Augsburg ( Studiengang Soziale Arbeit) und der Petra-Kelly-Stiftung die Workshop-Reihe „Menschenfeindlichkeit begegnen!“ an. Sie bietet durch einen rahmenden Einführungsvortrag von Prof. Dr. Andreas Zick einen fundierten Einblick in das Konzept. Außerdem stellt die Zentrale Antidiskriminierungsstelle sich, ihre Arbeit und den Aktionsplan gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit der Stadt Augsburg vor, der dieses Jahr ausgearbeitet wird. Anschließend werden in sieben Workshops zu ausgewählten Ausprägungen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit praktische Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt.
📅 12.03.2025 bis 30.04.2025
📍 verschiedene Orte in Augsburg (z.B. S-Forum, Hollbau im Annahof)
🔗 Teilnahme an einzelnen Workshops oder der gesamten Reihe möglich
🎟️ Plätze sind begrenzt – jetzt anmelden und dabei sein! https://eveeno.com/Menschenfeindlichkeit
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📅 Mittwoch 12.03.2025 18:00 -19:30 Uhr
📍Ort: S-Forum Stadtbibliothek Augsburg |
Öffentlicher Vortrag: Das Konzept „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ Der Vortrag führt in die Workshopreihe „Menschenfeindlichkeit begegnen!“ ein und stellt den theoretischen und konzeptionellen Rahmen des Konzepts der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit am Beispiel der Daten der jüngsten Mitte-Studie vor. Kurzbio: Prof. Dr. Andreas Zick ist Direktor des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld und Mitherausgeber der sogenannten ‚Mitte-Studie‘. |
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📅 Mittwoch 19.03.2025 17:00 – 20:00 Uhr
📍Ort: Urbanus-Rhegius und Anna-Weißbrücker-Raum im Hollbau (Annahof) |
Klassismus und Wohnungslosigkeit - Zahlen, Fakten und Erfahrungsberichte betroffener Personen in Augsburg (Fabian de Hesselle, Maria Panzer)
Der Workshop gibt einen Einblick in die Lebenswelt von betroffenen Personen. Auf Basis aktueller wissenschaftlicher Literatur werden eigene Forschungsergebnisse aus der Befragung von Menschen in Wohnungsnotfallsituationen präsentiert. Abschließend werden Implikationen und Handlungsvorschläge für Praktiker*innen diskutiert. Kurzbios: Maria Panzer. Soziale Arbeit B.A., tätig in: Fachberatung Wohnungsnotfallhilfe, Anleiterin Arbeitsgelegenheitsmaßnahme Fabian de Hesselle, Erziehungswissenschaft B.A., tätig in: Projektleitung Clearingstelle im Übergangswohnheim f. obdachlose Männer, Bereichsleitung Straffälligenhilfe & Männerarbeit, Täter*innenarbeit häusliche Gewalt |
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📅 Mittwoch 26.03.2025 17:00 - 20:00
📍Ort: Urbanus-Rhegius und Anna- Weißbrücker-Raum im Hollbau (Annahof) |
Antischwarzer Rassismus (Hamado Dipama)
Der Workshop sensibilisiert für die historischen und strukturellen Dimensionen von Rassismus und zeigt seine Auswirkungen auf Schwarze Menschen in Deutschland auf. Durch interaktive Methoden und Reflexion fördert er ein kritisches Verständnis und erarbeitet Strategien für solidarisches Handeln und Antirassismusarbeit. Kurzbio: Hamado ist Sprecher des Bayerischen Flüchtlingsrats und engagiert sich politisch für die Rechte von Geflüchteten, Migrant*innen und insbesondere Schwarzen Menschen in Deutschland. Er ist Gründer des ArbeitskreisPanafrikanismus München e.V., war langjährig im Vorstand der AGABY tätig und ist dessen Referent für Antidiskriminierungs- und Antirassismusarbeit im Projekt weact-Bayern. |
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📅 Donnerstag 03.04.2025 17:00 - 20:00
📍Ort:Hieronymus-Wolf-Raum im Hollbau (Annahof) |
Antisemitismus erkennen und engagiert handeln bei antisemitischen Vorfällen (Helen Sophia Müller)
Im Workshop werden unterschiedliche Formen von Antisemitismus thematisiert, darunter historische und aktuelle Formen von Antisemitismus. Zudem werdenGemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Antisemitismus und Rassismusbetrachtet. Anhand von Fallbeispielen wird die aktuelle Relevanz des Themas Antisemitismus deutlich und die Auswirkungen auf Betroffene sichtbar. Gemeinsam werden Handlungsoptionen erarbeitet, wie in diskriminierenden Situationen interveniert werden kann.
Kurzbio: Helen Sophia Müller ist politische Bildnerin mit einem Schwerpunkt auf der Verknüpfung antisemitismus- und rassismuskritischer Bildungsansätze. Sie arbeitet seit vielen Jahren in unterschiedlichen Projekten zu Antisemitismus und Rassismus. Zuvor studierte sie Politikwissenschaften in Mannheim, Istanbul und Berlin. |
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📅 Mittwoch 09.04.2025 17:00 - 20:00
📍Ort: Urbanus-Rhegius und Anna-Weißbrücker-Raum im Hollbau (Annahof) |
Hetero-sexismus – verstehen, sehen, handeln (Lara Helena Kosch, Vorständin Queer Augsburg e.V.)
In diesem Workshop werden Teilnehmende mit Formen und Dimensionen von Diskriminierung gegenüber queeren Menschen vertraut gemacht. Bei interaktiven Übungen, Reflexion und Input lernen wir konkrete Handlungsmöglichkeiten und Maßnahmen zur Bekämpfung von Queerfeinlichkeit kennen. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Lebenswelt vieler queerer Menschen zu entwickeln und ein respektvolles, inklusives Handeln zu fördern. Kurzbio: Lara Helena kommt aus dem background des queerfeministischen Aktivismus und arbeitet aktuell in der sozialen Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Als Vorständin von QueerAugsburg e.V. setzt sie sich mit community-naher politischer Arbeit, für die Bedarfe queerer Menschen ein. Sie spezialisiert sich im Bereich gendergerechter und queersensibler Pädagogik, für eine vielfaltsfördernde Praxis sozialer Arbeit. |
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📅 Mittwoch 16.04.2025 17:00 - 20:00
📍Ort: Urbanus-Rhegius und Anna-Weißbrücker-Raum im Hollbau (Annahof) |
Antimuslimischen Rassismus erkennen und bekämpfen (Maiyra Chaudhry und Bianca Wagner)
In diesem interaktiven Workshop setzen wir uns intensiv mit antimuslimischem Rassismus und Islamfeindlichkeit auseinander. Antimuslimischer Rassismus und Muslimfeindlichkeit finden sich nicht nur in rechtsaffinen Parteien, sondern auch in der Mitte der Gesellschaft. Muslimfeindliche Einstellungen haben zugenommen, und Menschen, die als Muslim*innen wahrgenommen werden, sehen sich zunehmend Vorurteilen und Diskriminierung ausgesetzt.
Kurzbios: Maiyra Chaudhry hat Medien- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Augsburg studiert. Sie arbeitet als Autorin, freie Journalistin und engagiert sich ehrenamtlich im Bereich antimuslimischen Rassismus. Bianca Wagner hat einen Master in Interdisziplinären Europastudien, ist Mitarbeiterin des Büros für gesellschaftliche Integration und ausgebildete Diversity Trainerin. |
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📅 Mittwoch 23.04.2025 17:00 - 20:00
📍Ort: Urbanus-Rhegius und Anna-Weißbrücker-Raum im Hollbau (Annahof) |
Geschichte und Gegenwart des Antiziganismus (Marcella Reinhardt und Thomas Höhne)
In dem Workshop geht es nach einer historischen Einführung darum, die Lebensrealitäten von Sinti* und Roma* in Deutschland sichtbar zu machen. In der vertieften Auseinandersetzung mit den Grundstrukturen des Antiziganismus soll auch dessen Verschränkung mit anderen Ideologien betrachtet werden. Die Vorstellung der Antidiskriminierungsberatung sowie der Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA) Bayern schließen den Workshop ab. Kurzbios: Marcella Reinhardt ist Vorsitzende des Regionalverbands Deutscher Sinti und Roma Schwaben. Sie arbeitet bei der Antidiskriminierungsstelle des bayerischen Landesverbands Deutscher Sinti und Roma und ist dessen stellvertretende Landesvorsitzende. Thomas Höhne (M.A. Pädagogik/ Soziologie) ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Landesverbandes. |
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📅 Mittwoch 30.04.2025 17:00 - 20:00
📍Ort: Urbanus-Rhegius und Anna-Weißbrücker-Raum im Hollbau (Annahof) |
Rassismus und Klasse (Betiel Berhe)
In diesem Workshop erfahren die Teilnehmenden, wie Rassismus und Klassengesellschaft zusammenwirken. Kurzbio: Betiel Berhe, Ökonomin, Autorin und Aktivistin. Sie hält Vorträge, gibt Workshops und berät zu Social Justice Themen wie Klasse, Gender, Rassismus, Migration und Bildung. Ihr Buch "Nie mehr leise – die neue migrantische Mittelschicht“ wurde 2023 veröffentlicht und beschreibt den Zusammenhang von „Race und Class“ - im deutschen Kontext. |
In Deutschland nehmen Vorurteile und extreme Einstellungen gegenüber Minderheiten alarmierend zu, begleitet von Wahlerfolgen rechter Parteien, die demokratische Werte bedrohen. Zum Verständnis solcher Einstellungen wurde das Konzept der "Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit" entwickelt, das auch den empirischen Untersuchungen der sog. Mitte-Studien zugrunde liegt. Mit „Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ sind abwertende und ausgrenzende Einstellungen gemeint, die gegenüber Menschen vorhanden sind, die nicht zur eigenen Gruppe gehören und die allein aufgrund ihrer Gruppenzugehörigkeit bewertet werden. Dabei wird die jeweilige Gruppenzugehörigkeit von Außen zugewiesen. Diese Vorurteile besitzen als gemeinsamen Kern eine Ideologie der Ungleichwertigkeit, weshalb die Abwertung einer Gruppe zumeinst mit der Abwertung auch anderer Gruppen einhergeht. In Deutschland stark ausgeprägte Elemente von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sind Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Muslimfeindlichkeit, Klassismus, Antiziganismus.
Um für dieses Thema zu sensibilisieren und Handlungsmöglichkeiten gegen diskriminierende Einstellungen aufzuzeigen, bietet das Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA) gemeinsam mit Kooperationspartner*innen die Workshop-Reihe "Menschenfeindlichkeit begegnen!” an. Sie gibt einen fundierten Einblick in das Konzept und zeigt in sieben Workshops zu ausgewählten Ausprägungen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit praktische Handlungsmöglichkeiten auf.
Im Einführungsvortrag am Mittwoch, den 12.03.2025 um 18:00 Uhr im S-Forum (Stadtbibliothek) wird Prof. Dr. Andreas Zick den theoretischen und konzeptionellen Rahmen des Konzepts der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit am Beispiel der Daten der jüngsten Mitte-Studie vorstellen. Im Anschluss finden in einem wöchentlichen Rhythmus (ab 19.3., jeweils 17-20 Uhr) interaktive und praxisorientierte Workshops statt, in denen jeweils in eine besonders ausgeprägte Dimensionen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit hinein-gezoomt wird, darunter Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Muslimfeindlichkeit, Klassismus, Antiziganismus sowie intersektionale Verschränkungen.
Das Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA) lädt für Mittwoch, 22. Januar, 17-20 Uhr zu einer Informations- und Vernetzungsveranstaltung mit interaktiven Workshop unter dem Titel „Konflikte überall? Mediative und konstruktive Verfahren in der kommunalen Konfliktbearbeitung“ ein.
Mit seiner ersten Veranstaltung im neuen Jahr rückt das Transferzentrum Frieden Augsburg die Vernetzungsarbeit noch stärker in den Fokus und möchte an die vorhandene Expertise der Konfliktbearbeitung in der Friedensstadt Augsburg anknüpfen. Hierzu laden wir für 22. Januar zu unserer Veranstaltung „Konflikte überall? Mediative und konstruktive Verfahren in der kommunalen Konfliktbearbeitung“ ein.
Sie findet am Mittwoch, 22.01.2025 von 17:00 bis etwa 20:00 Uhr im Hollbau des Annahofes statt:
Konflikte gehören zum Alltag – auch in Ihrem Tätigkeitsfeld?
Wie gehen Sie mit Konflikten um? Welche Ansätze und Methoden nutzen Sie beruflich, um Konflikte zu bearbeiten? Wo stoßen Sie auf Herausforderungen? Und wie könnte Sie der Austausch mit anderen Berufsgruppen, die ebenfalls regelmäßig Konflikte bearbeiten, weiterbringen?
Wenn Sie sich von diesen Fragen angesprochen fühlen, laden wir Sie zu unserer Informations- und Vernetzungsveranstaltung am 22.01.2025 ein. Das Transferzentrum Frieden Augsburg möchte darin die vielfältigen Anwendungsfelder von Konfliktbearbeitung im kommunalen Raum sichten und vernetzen. Im Fokus stehen Fragen wie:
- Welche unterschiedlichen Verfahren und Ansätze zur Konfliktbearbeitung werden bereits in der Friedensstadt Augsburg genutzt?
- Wo finden sie Anwendung – ob in der Nachbarschaft, Zivilgesellschaft, städtischen Einrichtungen, Beratung, Pädagogik oder anderen Bereichen?
- Welche Herausforderungen und Chancen ergeben sich dabei?
- Welche Beiträge kann die Friedens- und Konfliktforschung dazu leisten?
Es erwartet Sie ein abwechslungsreiches Programm: Zunächst geben vier erfahrene Praktiker*innen aus unterschiedlichen Arbeitsfeldern in kurzen Impulsen Einblicke in ihre Zugänge und Erfahrungen in der Konfliktbearbeitung: Carmen Buschinger (Antidiskriminierungsstelle Augsburg), Brigitte Hörster (IMKA), Frank Pintsch (Ordnungsreferent der Stadt Augsburg) und Günter Schießl (Seniors in School). Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit, sich in offenen Kleingruppen mit den Teilnehmenden auszutauschen, eigene Fragen und Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen. Der Abend endet entspannt mit Häppchen, Getränken und informellen Gesprächen in lockerer Atmosphäre für die weitere Augsburger Vernetzung in diesem Aufgabenfeld.
Die Veranstaltung ist für alle Teilnehmenden kostenfrei. Für die Planung bitten wir um eine Anmeldung über folgenden Link: https://eveeno.com/Konflikte_ueberall
Wir freuen uns darauf, Sie und Ihre Arbeit kennenzulernen und gemeinsam neue Möglichkeiten der Vernetzung und Synergiebildung in der Konfliktbearbeitung in Augsburg zu entwickeln!
Die Peace Summer School 2024, die im Rahmen des Augsburger Hohen Friedensfest veranstaltet wurde, brachte erneut Wissenschaft, Praxis und Stadtgesellschaft zusammen, um in diesem Jahr besonders das Spannungsverhältnis von Konflikt und Demokratie zu reflektieren. Unter dem Titel „Konfliktokratie“ widmete sich das dreitägige Programm den Fragen, wie Konflikte als notwendige Bestandteile demokratischer Prozesse erkannt und produktiv gestaltet werden können.
Ein umfassender Tagungsbericht ist nun in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Wissenschaft & Frieden" erschienen und gibt Einblicke in die vielfältigen Veranstaltungsformate: Von einer öffentlichen Diskussionsrunde über die Rolle von Medien und Kleinkunst in der demokratischen Debatte über interaktive Workshops und einem demokratischen Stadtspaziergang durch Augsburg. Die Peace Summer School zeigt dabei, wie interaktive Bildungsangebote Demokratie und Konflikt auf erfahrbare Weise vermitteln und aktuelle gesellschaftliche Fragen aus unterschiedlichsten Perspektiven beleuchten können.
Mayr, Rachel C./Nägele, Alexandra 2024: „Konfliktokratie“: über Konflikt und Demokratie sprechen, in: Wissenschaft und Frieden 42: 4, 66-67.
Organisiert wurde die Peace Summer School vom ASKA e.V. in Zusammenarbeit mit dem neu gegründeten "Transferzentrum Frieden Augsburg", das die Stadtgesellschaft mit der Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg verknüpft.
Der Bericht ist online unter folgendem Link verfügbar: https://wissenschaft-und-frieden.de/artikel/konfliktokratie-ueber-konflikt-und-demokratie-sprechen/„Massenvertreibung, Hungertote, Machtspiele - Warum uns der Krieg im Sudan interessieren sollte“
Die Sudan-Expertin Marina Peter gibt tiefe Einblicke in die Zusammenhänge der aktuellen Krise im Sudan und ihre Folgen. Das Transferzentrum Frieden Augsburg lädt am 13.11.2024 um 19:30 im Rahmen der Augsburger Friedenswochen zu ihrem Vortrag mit anschließender Diskussion im Hollbau, Annahof ein.
Über das Kriegsgeschehen in der Ukraine und im Gazastreifen hat die westliche Welt den Krieg im Sudan fast vergessen. Der Konflikt destabilisiert eine ganze Großregion und treibt Millionen Menschen in die Flucht - innerhalb des Sudan und vor allem in die Nachbarländer. Der Sudan versinkt unaufhaltsam im Chaos. Die internationale Gemeinschaft versagt.
Marina Peter ist Beraterin für zivilgesellschaftliches Engagement, Konfliktprävention und Konfliktbearbeitung sowie Versöhnung am Horn von Afrika. Seit fast 40 Jahren arbeitet sie in unterschiedlichen Funktionen eng mit Menschen und Gruppierungen verschiedenster ethnischer Herkunft, religiöser oder politischer Zugehörigkeit in den Ländern am Horn von Afrika zusammen, die sich für Frieden, Versöhnung und Gerechtigkeit einsetzen. Sie hat an diversen Publikationen zur Thematik mitgewirkt, zahlreiche Aufsätze verfasst sowie Friedensgespräche auf allen Ebenen (Track 1-3) begleitet. Ehrenamtlich ist sie Vorsitzende des Sudan und Südsudanform e.V. Für ihr Engagement wurde sie im Jahr 2008 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Datum: Mittwoch, 13.11.2024
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Veranstaltungsort: Hollbau, Im Annahof 4, Augsburg
Eintritt frei, Spenden erbeten
Veranstalter: Augsburger Friedensinitiative (AFI), Deutsche Friedensgesellschaft Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Gruppe Augsburg, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) Kreisvereinigung Augsburg, Transferzentrum Frieden Augsburg (TFA), Werkstatt Solidarische Welt e.V. und in Kooperation mit dem Evangelischen Forum Annahof.
„Was hält unsere Gesellschaft zusammen?" Unter dieser Leitfrage stand die diesjährige „Lange Nacht der Demokratie“: In Augsburg mit einem Info-Stand des Transferzentrums Frieden und in Planegg bei der VHS im Würmtalmit Prof. Christoph Weller, der von Schüler*innen zur Konfliktbearbeitung in der Demokratie befragt wurde.
In Augsburg beteiligte sich das Transferzentrum Frieden Augsburg mit einem Infostand an der Veranstaltung in Oberhausen. Dabei konnte Christina Pauls ausführlich über bereits durchgeführte und aktuell geplante Veranstaltungen des Transferzentrums informieren. Sie lud außerdem zum Sprechen über Frieden ein, indem Einschätzungen über notwendige Bedingungen für Frieden gesammelt wurden. Durch die intensiven Gespräche am Infostand konnten so weitere Ideen und Bedarfe für die Arbeit des Transferzentrums Frieden aus der Stadtgesellschaft eingeholt werden, die bei unserer zukünftigen Veranstaltungsplanung berücksichtigt werden.
In Planegg hatte die VHS im Würmtal für die Lange Nacht der Demokratie zu einem musikalisch-politischen Abend ins Kupferhaus eingeladen. Vier Musikschulen beteiligten sich mit unterschiedlichen Chor- und Orchester-Formationen an dem abendfüllenden Programm. In den Pausen präsentierten politische Initiativen und Institutionen den über 400 Besucher*innen die Ergebnisse ihrer Arbeit und luden zum Informations-Austausch ein. In zwei Gesprächsrunden auf der Bühne befragten drei Schüler*innen des Feodor-Lynen-Gymnasiums den Konfliktforscher Prof. Christoph Weller, wie sich mit Konflikten konstruktiv umgehen lasse. Die Konflikte in der Demokratie, so Weller, seien zwar anstrengend, aber unverzichtbar; einen produktiven Umgang mit ihnen zu lernen beginne bereits im Kindesalter und erfordere nicht nur in der Schule, sondern in allen Bereichen des gesellschaftlichen Zusammenlebens anhaltendes Engagement.
Am Wochenende vom 19. – 21. Juli 2024 fand die Peace Summer School 2024 im Hollbau des Annahofs statt. Die dreitägige Veranstaltung versammelte unter dem Motto „Konfliktokratie: Über Konflikt und Demokratie sprechen“ zahlreiche Personen aus der Augsburger Stadtgesellschaft und darüber hinaus.
Der Freitagabend begann mit der öffentlichen Abendveranstaltung „Stimmen der Demokratie: Wie wir heute miteinander reden“. Claudia Pichler, Literaturwissenschaftlerin und Kabarettistin, und Thomas Laschyk, vom Weblog Volksverpetzer diskutierten mit Nicki K. Weber, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung und Teilnehmenden in einer Fishbowl über die Rolle und Verantwortung von Kleinkunst, Medien und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen in der öffentlichen Debatte.
Nach einer ausführlichen Stadtführung mit Stadtführer Max am Samstagmorgen, bei dem demokratische Orte Augsburgs besucht wurden, ging der Tag in den Workshops weiter. So konnte unter der Leitung der Psychodramatikerin Julia Dieckhoff die Methode des Soziodramas erprobt werden, um gesellschaftliche Konflikte und Polarisierungsprozesse auf der Bühne und im Spiel zu erkunden. Dr. Gal Harmat, Expertin für Geschlechterfragen und Friedensförderung, analysierte mit den Teilnehmenden demokratische Prozesse aus einer intersektionaler Perspektive mithilfe von Simulationen. Der Workshop von Christina Pauls, Koordinatorin des Transferzentrums Frieden Augsburg und Friedensfachkraft Juliane Prüfert untersuchte, inwiefern soziale Bewegungen Ausdruck gesellschaftlicher Konfliktbearbeitung sind und welche Rolle Machtverhältnisse dabei spielen.
Am Sonntag wurden die Workshops weitergeführt und anschließend im Plenum die Ergebnisse präsentiert und zusammengeführt. So konnten die Teilnehmenden die unterschiedlichen Erlebnisse und Erfahrungen aus den Workshops verknüpfen. Während des gesamten Wochenendes gab es zahlreiche Möglichkeiten für Begegnungen und Austausch, die eine intensive Auseinandersetzung mit den Themen Demokratie, Konflikt und Frieden auch über die Programmpunkte hinaus anregten.
Das ASKA e.V. (Alumni und Studierende der Konfliktforschung Augsburg) veranstaltete die Peace Summer School bereits zum achten Mal, dieses Jahr in Zusammenarbeit mit dem Transferzentrum Frieden Augsburg.
Dank der Unterstützung zahlreicher Kooperationspartner und Förderer konnte die Veranstaltung im Rahmen des Kulturprogramms zum Augsburger Hohen Friedensfest 2024 realisiert werden. Die Peace Summer School 2024 zeigte erneut, wie wichtig Räume sind, die Dialog und eine aktive Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen ermöglichen und fördern.
Weitere Informationen unter www.uni-augsburg.de/peacesummerschool
Das Transferzentrum Frieden Augsburg bietet im Rahmen des diesjährigen Friedensfestes eine abwechslungsreiche Workshop-Reihe zu praktischen Methoden der Konfliktbearbeitung im Alltag an, jeweils um 18:00 Uhr am 23., 25. und 30 Juli. Anmeldungen sind für alle Interessierten möglich!
Im Alltag haben wir es ständig mit Konflikten zu tun: Konflikten in Beziehungen, im Arbeitsalltag, um Werte oder in der Gesellschaft. Eine konstruktive Bearbeitung von Konflikten kann Eskalationen und dauerhafte Belastungen vermeiden. Auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt innerhalb von demokratischen Strukturen ist eine stetige Bearbeitung von Konflikten unerlässlich. Für eine solche konstruktive Bearbeitung gibt es verschiedene Zugänge.
Im Rahmen der Workshop-Reihe „Konfliktbearbeitung im Alltag“ werden an drei verschiedenen, interaktiv gestalteten Workshop-Abenden jeweils unterschiedliche Herangehensweisen zur praktischen Bearbeitung von Konflikten vorgestellt.
23.07.2024, 18:00 – 20:30: Workshop 1: Konflikte konstruktiv und präventiv bearbeiten: Wie der Umgang mit unterschiedlichen Werten möglich werden kann - Erfahrungen aus der Praxis der integralen Organisationsentwicklung (angeboten von https://i-m-u.de, Dr. Bernhard Ludwig und Rafaela Leirich)
25.07.2024, 18:00 – 20:30: Workshop 2: Miniinterventionen – maximale Wirkung (angeboten von IMKA Augsburg, Brigitte Hörster und Hildegard Schwering)
30.07.2024, 18:00 – 20:30: Workshop 3: Keine Angst vor Konflikten! So geht Konfliktbearbeitung (angeboten von Prof. Dr. Christoph Weller)
Weitere Informationen zu den Workshopinhalten sowie Möglichkeit zur Anmeldung: https://eveeno.com/TransferzentrumFrieden
Die Teilnahme ist kostenfrei. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Es besteht die Möglichkeit, sich entweder für einzelne Workshops oder die gesamte Workshopreihe anzumelden, je nach persönlichem Interesse. Die Veranstaltungen finden alle statt in der Neuen Grottenau (Altes Postgebäude, Leopold Mozart College of Music der Universität Augsburg), Grottenau 1, Raum 3.50 (3. OG).
Vom 19. - 21. Juli 2024 veranstaltet der ASKA e.V. (Alumni und Studierende der Konfliktforschung Augsburg) zusammen mit dem Transferzentrum Frieden Augsburg die dreitägigen Peace Summer School 2024 im Annahof in Augsburg. Ab sofort ist die Anmeldung zur Peace Summer School 2024 eröffnet.
Am Freitag, 19. Juli startet die Peace Summer School 2024 „Konfliktokratie: Über Konflikt und Demokratie sprechen“ mit der öffentlichen Abendveranstaltung „Stimmen der Demokratie: Wie wir heute miteinander reden“ Unter diesem Titel diskutieren Claudia Pichler, promovierte Literaturwissenschaftlerin und Kabarettistin, und Thomas Laschyk, Gründer des Weblogs Volksverpetzer, darüber, wie es um die öffentliche Debatte steht und welche Anforderungen eines respektvollen und konstruktiven Umgangs sich heute stellen. Durch den Abend führt Suzan Çakar, Moderatorin und Bildungsmanagerin.
Karten für die Abendveranstaltung gibt es für alle Interessierten online unter diesem Link oder an der Abendkasse.
Am Samstag haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich in einem von vier Workshops aus verschiedenen Perspektiven mit dem Zusammenspiel von Demokratie, Konflikt und Frieden auseinanderzusetzen. Die Workshops beschäftigen sich mit der Rolle von sozialen Bewegungen für die Bearbeitung von Konflikten, untersuchen demokratische Herausforderungen aus intersektionaler Perspektive, erkunden demokratische Orte Augsburgs auf einem Stadtspaziergang oder nutzen die Methode des Soziodramas zum Erleben von gesellschaftlichen Konflikten. Am Sonntag werden die Workshopinhalte zusammengeführt und der inhaltliche Bogen zurück zum Thema der Peace Summer School geschlagen. Darüber hinaus bietet das Rahmenprogramm der Peace Summer School an allen Tagen Räume für vielfältige Begegnungen und Austausch.
Zur Teilnahme an den Workshops der Peace Summer School 2024 ist eine Anmeldung erforderlich. Details zum Programm und zur Anmeldung finden sich auf der Veranstaltungshomepage der Peace Summer School 2024 hier im Flyer .
Die Peace Summer School findet im Rahmen des Kulturprogramms zum Augsburger Hohen Friedensfest 2024 statt und kann dank der Unterstützung einer Vielzahl an Kooperationspartnern und Förderern realisiert werden.
Eine Veranstaltung des
In Kooperation mit:
Gefördert durch:
„ Wissenschaft und Forschung in Augsburg“, die Verlagsbeilage der Augsburger Allgemeinen, berichtet in ihrer neuesten Ausgabe über den Start des Transferzentrums Frieden Augsburg, dessen nächste Angebote die Peace Summer School 2024 „Konfliktokratie: über Konflikt und Demokratie sprechen“ und die praxisorientierte Workshop-Reihe „Konfliktbearbeitung im Alltag“ sind.
Im Rahmen der Workshop-Reihe „Konfliktbearbeitung im Alltag“ werden an drei verschiedenen, interaktiv gestalteten Workshop-Abenden jeweils unterschiedliche Herangehensweisen zur praktischen Bearbeitung von Konflikten vorgestellt.
23.07.2024, 18:00 – 20:30: Workshop 1: Konflikte konstruktiv und präventiv bearbeiten: Wie der Umgang mit unterschiedlichen Werten möglich werden kann - Erfahrungen aus der Praxis der integralen Organisationsentwicklung (angeboten von https://i-m-u.de, Dr. Bernhard Ludwig und Rafaela Leirich)
25.07.2024, 18:00 – 20:30: Workshop 2: Miniinterventionen – maximale Wirkung (angeboten von IMKA Augsburg, Brigitte Hörster und Hildegard Schwering)
30.07.2024, 18:00 – 20:30: Workshop 3: Keine Angst vor Konflikten! So geht Konfliktbearbeitung (angeboten von Prof. Dr. Christoph Weller)
Weitere Informationen zu den Workshopinhalten sowie Möglichkeit zur Anmeldung: https://eveeno.com/TransferzentrumFrieden
Die Teilnahme ist kostenfrei. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Es besteht die Möglichkeit, sich entweder für einzelne Workshops oder die gesamte Workshopreihe anzumelden, je nach persönlichem Interesse. Die Veranstaltungen finden alle statt in der Neuen Grottenau (Altes Postgebäude, Leopold Mozart College of Music der Universität Augsburg), Grottenau 1, Raum 3.50 (3. OG).
Im Rahmen des Friedensklima-Programms auf dem Moritzplatz laden das Transferzentrum Frieden Augsburg, pax christi Augsburg und weitere Kooperationspartner zum Vortrag und Gespräch über die Folgen des Klimawandels ein mit Prof. Dr. Tobias Ide (Perth, Australien) im Großen Moritzsaal, Moritzplatz 5. Eintritt frei.
Der Klimawandel ist die zentrale Herausforderung unserer Zeit. Zunehmende Hitzewellen, Dürren, Fluten und Stürme sowie ein steigender Meeresspiegel stellen die Menschheit vor große Herausforderungen. Aber erhöht der Klimawandel auch das Risiko bewaffneter Konflikte? Oder bietet er vielmehr Chancen für Kooperation und Friedensförderung? Und wie kann unsere Gesellschaft nachhaltiger gestaltet werden, ohne neue Konflikte zu riskieren?
Um diese Fragen geht es in der Veranstaltung "Klimawandel: Konflikt-Treiber oder Friedens-Chance?“ mit Prof. Dr. Tobias Ide, zu der pax christi Augsburg, das Transferzentrum Frieden Augsburg, die Katholische Erwachsenenbildung im Bistum Augsburg und der Lehrstuhl für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Klimapolitik der Universität Augsburg für Dienstag, 16. Juli um 18:30 Uhr in den Moritzsaal einladen. Referent ist Tobias Ide, Senior Lecturer an der Murdoch-Universität in Perth, Australien und außerordentlicher Professor an der Hiroshima-Universität in Japan. Sein Spezialgebiet ist die Frage, ob Klimawandel zu Konflikten oder doch eher zu Kooperation führen wird.
Veranstaltungsort: Großer Moritzsaal, Moritzplatz 5, Augsburg-Innenstadt
Am 17. Juni um 18:30 Uhr stellt Prof. Dr. Conrad Schetter, Mitherausgeber des „Friedensgutachtens“, die zentralen Ergebnisse des diesjährigen Gutachtens der vier großen Friedensforschungsinstitute zum globalen Konfliktgeschehen und zu ihren Handlungsempfehlungen in einer öffentlichen Veranstaltung in der Friedensstadt Augsburg vor.
Das globale Konfliktgeschehen hat sich im vergangenen Jahr erneut verschärft: Der Krieg zwischen Israel und der Hamas in Gaza, die anhaltende Aggression Russlands gegen die Ukraine, Militärputsche und dschihadistische Gewalt in Afrika forderten zehntausende Opfer. Internationale Regeln verlieren zusehends an Bindungskraft und Gewalt droht wieder zu einem probaten Mittel der Politik zu werden. Militärische Interventionen in Konflikte zeigen dagegen kaum Erfolge, auch die Bekämpfung von Armut und Hunger stockt und die Bilanz der Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen ist mehr als ernüchternd. Überdies geraten Demokratien selbst stetig mehr unter Druck von extremistischen Bewegungen. Die Welt scheint ohne Kompass im Umgang mit Kriegen und bewaffneten Konflikten, aber auch bei den weiteren großen Herausforderungen zu sein.
Das Friedensgutachten 2024 analysiert diese Entwicklungen und empfiehlt konkrete erste Schritte, wie Gewaltspiralen beendet und Konfliktursachen bearbeitet werden können. Mit seinen Handlungsempfehlungen für Bundestag und Bundesregierung ist das jährlich erscheinende „Friedensgutachten“ ein zentrales Medium für den Dialog zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik. Bereits seit 1987 wird jährlich das „Friedensgutachten“ erstellt von den deutschen Friedensforschungsinstituten:
- Bonn International Centre for Conflict Studies (BICC)
- Institut für Entwicklung und Frieden an der Universität Duisburg (INEF)
- Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH)
- Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung (PRIF)
Prof. Dr. Conrad Schetter ist einer der vier Herausgeber*innen des Friedensgutachtens 2024. Er ist Direktor des Bonn International Centre for Conflict Studies (BICC) und Professor für Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Bonn. Prof. Schetter forscht u.a. zu lokalen Gewaltkonflikten in Süd- und Zentralasien sowie in Ostafrika. Weitere Forschungsthemen sind gewaltsame Vertreibung und internationale Interventionsregime.
Die öffentliche Veranstaltung zur Vorstellung des Friedensgutachtens 2024 ist eine Kooperationsveranstaltung des Transferzentrums Frieden Augsburg mit dem Friedensbüro der Stadt Augsburg, dem Evangelischen Forum Annahof, Augsburg International e.V. und dem Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg. Veranstaltungsort: Augustanasaal (Im Annahof 4), Eintritt frei.
Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Verbundprojekts „ Bayerisches Zentrum für Friedens- und Konfliktforschung“.
Für 3. Juni, 18:30 Uhr lädt das Transferzentrum Frieden Augsburg zu einem Vortrag von Prof. Dr. Janine Linßer mit anschließender Diskussion ein. Titel der Veranstaltung: „Kommunale Radikalisierungsprävention von der Wurzel her denken – mehr Demokratie(Förderung) wagen“. Ort: Hollbau, Im Annahof 4.
Das diesjährige Augsburger Friedensfest hat sich die Demokratie zum Themenschwerpunkt gewählt. Daran ausgerichtet organisiert das Transferzentrum Frieden Augsburg verschiedene Veranstaltungen, am 3.6., 18:30 - 20:00 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Büro für gesellschaftliche Integration der Stadt Augsburg, dem Evangelischen Forum Annahof und der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Augsburg eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Prof. Dr. Janine Linßer zu den Zusammenhängen zwischen stabiler Demokratie und Radikalisierungsprävention auf kommunaler Ebene. Moderation: Prof. Dr. Christoph Weller, Universität Augsburg.
Radikalisierungsprävention ist längst nicht mehr alleiniger Gegenstand von Sicherheitsbehörden, sondern wird als gesamtgesellschaftliche Aufgabe aufgefasst und ausbuchstabiert. Vor dem Hintergrund zunehmender populistischer oder gar radikaler Positionen im politischen und öffentlichen Diskurs sahen und sehen sich Kommunen vor die Herausforderung gestellt, angemessene Prä- sowie Interventionsstrategien zu entwickeln. Viele haben sich hier bereits auf den Weg gemacht und entsprechende Handlungskonzepte aufgesetzt. In der Veranstaltung werden aktuelle Erkenntnisse zu kommunalen Strategien in der Prävention von Radikalisierung vorgestellt und mit der Notwendigkeit der Förderung demokratischer Beteiligungsprozesse verknüpft.
Die Referentin der Veranstaltung, Prof. Dr. Janine Linßer, ist Professorin für wissenschaftliche Grundlagen der Sozialen Arbeit an der Technischen Hochschule Augsburg und dort Leiterin des Studiengangs Soziale Arbeit. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind unter anderem Radikalisierungsprä- und -intervention in der Sozialen Arbeit sowie Demokratieförderung und politische Beteiligung von jungen Menschen.
Gefördert wird die Veranstaltung im Rahmen des Forschungsverbunds „Bayerisches Zentrum für Friedens- und Konfliktforschung“ (BZeFK) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
Am Samstag, 4. Mai 2024, 18:30 – 23:00 Uhr, ist das "Transferzentrum Frieden Augsburg" bei der Langen Nacht der Wissenschaft vertreten und stellt sich und seine geplanten Veranstaltungen für den Sommer 2024 vor.
Mit dem Projekt „ Transferzentrum Frieden Augsburg“ intensivieren die Friedensstadt Augsburg und die Universität Augsburg ihre Zusammenarbeit im Themenfeld Frieden. Das Transferzentrum Frieden Augsburg wird vom Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg betreut und trägt in unterschiedlichen Formaten und Kooperationsformen zum Transfer der Expertise der Friedens- und Konfliktforschung in die Praxisfelder der Friedensstadt Augsburg bei. Es leistet einen Beitrag zur ganzjährigen Friedensarbeit in der Stadt Augsburg und ist eine Plattform für Vernetzung und vielfältige Kooperationen im Themenfeld Frieden und Konfliktbearbeitung. Seine Angebote umfassen öffentliche Bildungs- und Veranstaltungsangebote, Qualifizierungsangebote sowie die wissenschaftliche Begleitung von Projekten.
Mit einem Stand bei der Langen Nacht der Wissenschaft am Samstag, 04.05.2024 von 18:30 bis 23 Uhr (Standort: Stadtbücherei) präsentiert das Transferzentrum Frieden die für den Sommer 2024 geplanten Veranstaltungen und Formate. Dabei werden auch Anfragen, Ideen und Wünsche in Bezug auf zukünftige Aktivitäten des Transferzentrums entgegengenommen.
Auf Einladung des Bischöflichen Dekanats des Bistums Augsburg präsentierte Prof. Christoph Weller die praxisorientierten Ansätze für konstruktive Konfliktbearbeitung und gesellschaftlichen Frieden bei der Bundeskonferenz der katholischen Stadtdekane am 18. März 2024 in Augsburg.
Die Zunahme gesellschaftspolitischer Konflikte stellt nicht nur Städte und Kommunen, sondern auch die Kirchen vor neue Herausforderungen: wie können sie ihrem wertegeleiteten Auftrag, einen Beitrag zum gesellschaftlichen Frieden zu leisten, nachkommen, wenn Ausgrenzung, Polarisierung und Radikalisierung zunehmen?
Auf dem Hintergrund seiner Forschung zu Kommunaler Konfliktberatung, Deutungskämpfen und konstruktivistischer Konfliktanalyse stellte Weller den Stadtdekanen aus zahlreichen deutschen Großstädten verschiedene praxisorientierte Ansätze für konstruktive Konfliktbearbeitung vor und ermöglichte einen intensiven Erfahrungsaustausch zum kirchlichen Handeln im Praxisfeld der Konfliktbearbeitung.
Das ‚Transferzentrum Frieden‘ hat gemeinsam mit dem Friedensbüro und der Bayerischen Landeszentrale für Politische Bildung die Materialsammlung „frieden.elementar“ erarbeitet, die in einem Workshop am 27.02.2024 ab 15:30 im Annahof vorgestellt wird. Im Anschluss wird mit drei Expert*innen über Schnittstellen und Abgrenzungen von Konfliktbearbeitung und Friedensbildung diskutiert.
Die Arbeit für den Frieden ist dringlicher denn je. Dies zeigt sich beispielsweise auf weltpolitischer Ebene, im Umgang mit der Klimakrise und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Zugleich spiegeln sich diese globalen Themen immer auch im lokalen und kommunalen Raum. Gerade im eigenen Kontext – etwa in der Familie, der Nachbarschaft, an der Schule und in der Kommune – können Konflikte schnell eskalieren und Beziehungen dauerhaft auf die Probe stellen.
Die Fortbildung führt im ersten Teil (15:30 –18:00 Uhr) in das neue Unterrichtsmaterial „frieden.elementar“ ein, das die Bayerische Landeszentrale gemeinsam mit dem Friedensbüro der Stadt Augsburg und dem ‚Transferzentrum Frieden‘ des Lehrstuhls für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg entwickelt hat.
Die vorgestellten Methoden laden zur aktiven Reflexion von Frieden ein. Neben der Sensibilisierung für das Thema und der Wissensvermittlung in dem Bereich zielen die Methoden darauf, die Bedeutung von Frieden in der Gesellschaft zu reflektieren, die Vielschichtigkeit des Themas aufzuzeigen und die eigene kritische Urteilsfähigkeit zu stärken.
Den zweiten Teil (18:30 – 20:00 Uhr) bildet ein Podiumsgespräch das sich folgenden Fragen widmet:
Welche Methoden und Verfahren gibt es, um Konflikte gewaltfrei zu bearbeiten? Wie können wir Frieden lernen? Und wie hängt beides zusammen?
Es diskutieren mit Ihnen:
Dr. Elisabeth Kaneza ist Politik- und Rechtswissenschaftlerin. Sie arbeitet beim Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitor des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (Berlin) als Referentin für Community Outreach an der Schnittstelle zwischen Zivilgesellschaft und Wissenschaft.
Die diplomierte Soziologin Sylvia Lustig ist Supervisorin und Seminarleiterin für Gewaltfreie Kommunikation. Seit 2010 arbeitet sie für das Forum Ziviler Friedensdienst e.V. an der Entwicklung und Umsetzung der Kommunalen Konfliktberatung.
Uli Jäger ist Senior Advisor für Friedenspädagogik bei der Berghof Foundation . Zuvor leitete er das Team zu Friedenspädagogik und Globalem Lernen und war seit 1986 Ko-Direkter des Instituts für Friedenspädagogik, Tübingen e.V. (IFT), dem Vorläufer der Berghof Foundation in diesem Bereich.
Moderation: Christina Pauls, Mitarbeiterin am Augsburger Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung im ‚Transferzentrum Frieden‘, beschäftigt sich mit Friedensverständnissen und Erinnerungsaktivismus. Außerdem ist sie Beraterin für gewaltfreie Konflikttransformation und soziale Bewegungen, und bietet Bildungsarbeit und Prozessbegleitung für herrschaftskritische Reflexionen an.
Anmeldung: Für Lehrkräfte bitte über FIBS (Anmeldebutton oben).
Personen, die sich nicht über FIBS an der Veranstaltung anmelden können, bitten wir sich über Eveeno anzumelden.
Die Kooperationspartner sind das Friedensbüro der Stadt Augsburg und die Bayerische Landeszentrale für Politische Bildung.
https://www.friedensstadt-augsburg.de/
https://www.uni-augsburg.de/de/fakultaet/philsoz/fakultat/powi-friedens-und-konfliktforschung/
Bildrechte: © Wolfgang Denuell
Beim Tag der offenen Tür in der neuen Grottenau am Samstag, 21. Oktober (10 - 14 Uhr) ist das ehemalige Gebäude der Hauptpost zugänglich; dabei stellt sich auch das neu etablierte „Transferzentrum Frieden Augsburg“ in seinem dort eingerichteten Büro vor.
Mit dem Projekt „Transferzentrum Frieden Augsburg“ intensivieren die Friedensstadt Augsburg und die Universität Augsburg ihre Zusammenarbeit im Themenfeld Frieden. Das Transferzentrum Frieden Augsburg soll in unterschiedlichen Formaten und Kooperationsprojekten zum Transfer der Expertise der Friedens- und Konfliktforschung in die Praxisfelder der Friedensstadt Augsburg beitragen. Hierzu leistet das Bayerische Zentrum für Friedens- und Konfliktforschung (BZeFK) mit seinem Augsburger Standort am Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg wichtige Beiträge. Neben der Vermittlung von Konfliktkompetenz, Friedenskonzepten und Methoden konstruktiver Konfliktbearbeitung ist auch ein offenes Veranstaltungsangebot zu Themen wie gesellschaftlicher Frieden, Umgang mit sozialen Konflikten, Friedensbildung und praxisorientierten Ansätzen der Friedens- und Konfliktforschung geplant. Das Projekt „Transferzentrum Frieden Augsburg“ soll ein wichtiges Element der ganzjährigen Friedensarbeit und eine Gelenkstelle zwischen Friedensstadt und Universität darstellen, wie es der entsprechende Stadtratsbeschluss formuliert.
Das Büro des Transferzentrums Frieden Augsburg wird in der neuen Grottenau eingerichtet, in dem sich sowohl Räume der städtischen Verwaltung als auch der Universität befinden. In Augsburg war „die Grottenau“ bis vor wenigen Jahren als Hauptpost bekannt. Nachdem die Stadt das Gebäude erworben hatte, begannen im Juni 2017 Sanierung und Umbau des herrschaftlichen Baus durch die Wohnbaugruppe Augsburg entwickeln.
2020 wurden die ersten Büros durch das Amt für Kinder, Jugend und Familie und den städtischen Ordnungsdienst bezogen, später folgte das Leopold Mozart College of Music mit Übungsräumen und einem Konzertsaal sowie die schulpsychologische Beratung und die Bildungsberatung der Stadt Augsburg. Beim Tag der offenen Tür in der neuen Grottenau am 21. Oktober stellen Studierende und Lehrbeauftragte, Mitarbeitende und Angestellte die Grottenau und die unterschiedlichen Nutzungen des weitläufigen Gebäudes der interessierten Öffentlichkeit vor.