Vortrag: "Territoriale Macht: Wie Unternehmen sozial-ökologische Konflikte unterbinden. Am Beispiel des Extraktivismus in Chile"
Aktuelle geopolitische Spannungen um Ressourcen, Handelswege und Zölle zeigen wieder einmal deutlich, dass die Weltwirtschaft ein konfliktreicher Ort ist. Europa bezieht dabei seit vielen Jahrhunderten billige Rohstoffe aus den (ehemaligen) Kolonien. Die dadurch entstehenden sozial-ökologischen Konflikte brechen häufig an den Orten aus, wo diese Ressourcen in großem Stil ausgebeutet werden. Auf Lateinamerika trifft das in besonderem Maße zu. Die rohstoffextrahierenden Unternehmen verfügen allerdings über einen großen Einfluss auf lokale soziale Prozesse sowie ökonomische und ökologische Kreisläufe vor Ort, der es ihnen meist ermöglicht, solche Konflikte von Beginn an zu unterbinden. Wie die Unternehmen ihre „territoriale Macht“ nutzen, um erfolgreich Konflikte zu verhindern oder beizulegen und damit ihre ökonomischen Aktivitäten und ertragreichen globalen Geschäfte abzusichern, zeigen wir in diesem Vortrag am Beispiel des Extraktivismus in Chile.
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© Anna Landherr