Pilotprojekt zur Fachstelle 'Palliativversorgung in der stationären Altenpflege' in München

Projekttitel

Wissenschaftliche Begleitung des Pilotprojekts zur Fachstelle 'Palliativversorgung in der stationären Altenpflege' in München Stadt/Landkreis  

 

Projektlaufzeit

11/2019 bis 10/2021

 

Auftraggeber

Christophorus Hospiz Verein (CHV) e.V.

 

 

 

Projektkoordination

(Professor für Soziologie mit Berücksichtigung der Sozialkunde)

 

Projektmitarbeiter und -mitarbeiterinnen (Kooperation)

(Projektkoordination),

Zentrum für Interdisziplinäre Gesundheitsforschung

Zusammenfassung

Am CHV München wurde als dreijähriges Pilotprojekt eine Fachstelle 'Palliativversorgung in der stationären Altenpflege' in Stadt und Landkreis München implementiert, deren praktische Umsetzung und Profilierung wissenschaftlich begleitet und evaluiert wird. Ziel der Fachstelle ist die Unterstützung und Förderung von Hospizkultur und Palliativkompetenz in Stadt und Landkreis München im Allgemeinen sowie die Stärkung von hospizlich-palliativen Grundlagen, Kompetenzen und deren praktischer Umsetzung in stationären Pflegeeinrichtungen. Die Zielsetzung, die die wissenschaftliche Begleitung anleiten wird, lässt sich wie folgt formulieren: Welche Beratungs- und Fortbildungsangebote sind für welche Akteure erforderlich, um stationäre Pflegeeinrichtungen mittelfristig bei der palliativen Pflege und Begleitung sterbender Bewohner wirkungsvoll zu unterstützen?

Beschreibung

Ziel der Fachstelle ist es, (1) die Umsetzung des Hospiz- und Palliativgesetzes zu unterstützen und zu begleiten, (2) Hospizkultur und Palliativkompetenz in stationären Pflegeeinrichtungen der Altenhilfe zu stärken und zu verbessern sowie (3) die Vernetzung von Einrichtungen der stationären Altenhilfe mit Einrichtungen der Hospiz- und Palliativbetreuung zu fördern. Um diese Ziele zu erreichen, bietet die Fachstelle u.a. Beratung zu unterschiedlichen Themen und für verschiedene Akteure im hospizlich-palliativen und pflegerischen Kontext an, Unterstützung und Entwicklung von Qualifizierungsmaßnahmen, Förderung von ehrenamtlichem Engagement, Mitwirkung an Vernetzungsaktivitäten und dem Aufbau von Strukturen sowie die Erarbeitet von Handlungsempfehlungen. Außerdem sollen die (Weiter-)Entwicklung von konzeptionellen Modellen und der praktische Erfahrungsaustausch zwischen den stationären Pflegeeinrichtungen gefördert werden. Für weitere Informationen vgl. 

 

Aufgabe der wissenschaftlichen Begleitung ist es, die Rezeption und die Wirkungen auf der Seite der Adressaten zu eruieren. Dafür gliedert sich die wissenschaftliche Begleitforschung in verschiedene Phasen: In einer Phase 1 erfolgt die Erfassung des Ist-Stands der Hospiz- und Palliativversorgung in Stadt und Landkreis München als Ausgangszustand für die Fachstelle sowie die Ermittlung der Beratungs- und Qualifizierungsbedarfe, bestehenden und avisierten Herausforderungen sowie Erwartungen der beteiligten Akteure. Dafür werden Experteninterviews geführt, zum einen mit der Fachstelle sowie der fachlichen Leitung des CHV und zum anderen mit gemeinsam mit der Fachstelle und der fachlichen Leitung zu identifizierenden Experten in Stadt und Landkreis München. Außerdem erfolgt in dieser ersten Phase eine quantitative Befragung von Heimleitungen stationärer Pflegeeinrichtungen als Vollerhebung aller ca. 100 Heime in Stadt und Landkreis München. Ziel der standardisierten Befragung ist die Erfassung des aktuellen Entwicklungs- und Umsetzungsstands von Hospizkultur und Palliativkompetenz, bestehende Verbesserungs- und Unterstützungsbedarfe sowie Möglichkeiten, Chancen und Grenzen des Beitrags der Fachstelle zur Förderung der Hospiz- und Palliativversorgung in der Region aus Sicht der Heimleitungen. In einer Phase 2, ca. ein Jahr nach Phase 1, werden erneut Experteninterviews geführt, um weiterhin bestehende oder veränderte Erwartungen der beteiligten Akteure, die bereits erkennbaren förderlichen und hemmenden Faktoren für die Erfüllung der Aufgaben der Fachstelle sowie erste Prozess- und Struktureffekte der Fachstelle zu eruieren. In einer Phase 3 gegen Ende des Projekts werden wiederum Interviews mit Experten geführt sowie die Heimleitungen standardisiert befragt, um im Sinne eines 'Vorher-Nachher-Vergleichs' Prozess- und Struktureffekte der Fachstelle des CHV auf Vernetzung, Qualifizierung, Konzeptarbeit, Wissenstransfer und Qualitätssicherung und auf ggf. weitere Bereiche zu erfassen. Alle Ergebnisse aus den drei Phasen werden in einem Abschlussbericht bilanzierend zusammengefasst. Zur Bekanntmachung der Ergebnisse wird die Mitwirkung an einer Veranstaltung einschl. Ergebnispräsentation eingeplant.

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