Forschungsschwerpunkte

Gebiete der psychodynamischen Musiktherapie in der Psychiatrie, hier insbesondere den Formen des Attunements in Improvisationen mit psychotischen Patienten, der ‚Musik-imaginativen Schmerzbehandlung’ hier insbesondere der neurophysiologischen aber auch der musikalischen Prozesse, im Bereich von Theorie auf dem Gebiet der Psychoanalyse und Ästhetiktheorie, den Übergangsbereichen von Wissenschaft und Kunst und den soziokulturellen Implikationen von Musiktherapie

Prof. Dr. sc. mus. habil. Susanne Metzner ist seit 1.5.2016 hauptamtliche Professorin für Musiktherapie an der Universität Augsburg. Zuvor war sie Professorin für Musiktherapie an der Hochschule Magdeburg-Stendal (2001-2016) und Teilzeitprofessorin am Institut für Musiktherapie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (1991-2002)  

Susanne Metzner hat die Studienabschlüsse Diplom-Sozialpädagogin (FH) (Berlin, 1979), Diplom-Musiktherapeutin (Hamburg, 1988), Diplom-Blockflötistin (Hamburg, 1992) und hat die Approbation als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (1999). Ihre Promotion zum Doctor Scientiae Musicae (1998) behandelte Triangulierungsprozesse in der Gruppenmusiktherapie mit psychiatrischen Patienten. 2015 habilitierte sie an der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und bekam die Venia legendi für das Fachgebiet ‚Psychosomatische Musiktherapie’ verliehen. 2011 wurde sie von der Hochschule Magdeburg-Stendal für das kooperative Forschungsprojekt mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf zum Thema: The influence of music and music therapy on pain induced neuronal oscillations measured by MEG mit einem Forschungspreis ausgezeichnet. 

Ihre hauptberuflichen Tätigkeiten umfassten an der Hochschule Magdeburg-Stendal die wissenschaftliche Leitung (in Kooperation mit Prof. Dr. M. Schwartz) und Lehre im Master-Studiengang ‚Methoden musiktherapeutischer Forschung und Praxis’ (2008-2016), die Leitung (in Kooperation mit Dr. med. M. Dümpelmann, Göttingen) und Lehre im Master-Studiengang ‚Interdisziplinäre Therapie in der psychosozialen Versorgung’ (2008-dato), die wissenschaftliche Leitung im weiterbildenden Studienprogramm Musiktherapeutische Schmerzbehandlung (2011-2016) sowie die Koordination und Lehre im Diplom-Studiengang Musiktherapie (2002-2008). Ihre professionellen Kompetenzen in Musiktherapie entwickelte sie als in der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Allg. Krankenhauses Hamburg-Bergedorf (1990-2000) und in freier Praxis mit Kindern inclus. Eltern-Begleitung (1988-1990). 

Susanne Metzner ist Mitglied in zahlreichen Gremien, wissenschaftlichen Beiräten und Verbänden. Sie ist Gutachterin bei verschiedenen Fachzeitschriften und gefragte Referentin auf Kongressen und Fachtagungen unterschiedlicher Disziplinen und ist lehrend auch an in- und ausländischen Universitäten tätig so u.a. an der Norwegian Academy of Music in Oslo (seit 2017), an der Universität für Musik und Darstellende Kunst, Wien (2014), im MA – und PHD-Studiengang, Universität Limerick, Irland (2005-2013), im MA- und PHD-Studiengang, Temple-University, Philadelphia, USA (2004 und 2009), am Lemmensinstitut, Katholiek Universitaet, Leuven, Belgien (2011), an der Grieg Akademy, University of Bergen, Norwegen (2009), an der Bar Ilan University, Ramat Gan, Israel (2008), im MA-Studiengang, Universität Limerick, Irland (2005), im PHD-Studiengang, Universität Aalborg, Dänemark (2004-2010) und an der Sejong-Universität, Seoul, Südkorea (2002-2003).

Publikationen

  • Metzner, S., Verhey, J., Braak, P., Hots, J. (2018): Auditory Sensitivity in Survivors of Torture, War and Flight - An Exploratory Study on Risks and Opportunities of Music Therapy. The Arts in Psychotherapy 58, 33-41. IF (2017) 1.348
  • Metzner, S., Seng, S. (2016): Tanz auf dem Es. Körper, Affekt und Interaktion in der psychodynamischen Körper- und Musiktherapie. Psychodynamische Psychotherapie 1/2016, 49-58.
  • Metzner, S., Lodes, U., Meyer F. (2017): Musik(therapie) zur Anxiolyse und Analgesie bei chirurgischen Patienten. Chirurgische Praxis, 83, 2, 341-326. 
  • Metzner, S., Jaeger, U., Masuhr, O., Olschewski, U., Gräfe, E., Böske AC, Dümpelmann, M. (2018): Forms of Attunement during the Initial Stages of Music Therapy for Patients with Psychosis – a Multicentre Clinical Study. Nordic Journal of Music Therapy 27:5, 360-380. IF (2017) 2.355 
  • Metzner, S. (2018): Darstellung und Transformation von Schmerzerleben in der Musik-imaginativen Schmerzbehandlung. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht unipress.
  • Metzner, S. (2017): Botenstoffe oder: Die Bewandtnis spontaner Lautäußerung in der Musik-imaginativen Schmerzbehandlung (Entrainment). In: Leikert, S. et al. (Hrsg.) Jahrbuch für Psychoanalyse und Musik. Gießen: Psychosozial Verlag, 135-156.
  • Metzner, S. (2016c): Die andere Seite der Luft. Anmerkungen zu (co)kreativen Prozessen in der Psychoanalyse aus musiktherapeutischer Sicht. In: Müller-Herwig, R., Vogel, M. (Hrsg.): Subjektivität und Verstehen. Psychoanalyse und Sozialwissenschaften im Dialog. Gießen: Psychosozial-Verlag, 115-132.
  • Metzner, S. (2016b): Psychodynamic Music Therapy. In: Edwards, J. (ed.): The Oxford Handbook of Music Therapy. Oxford: University Press, 448-471.
  • Metzner, S. (2016a): Ansätze einer neuropsychodynamischen Musiktherapiekonzeption. In: Böker, H., Hartwich, P., Northoff, G. (Hrsg.) Neuropsychodynamische Psychiatrie. Berlin, Heidelberg: Springer Verlag, 463-468.
  • Hamburger, A., Metzner, S. (2017): The Voice Was Lost, Right Now, Here. Szenisch-narrative und musikalisch-künstlerische Rekonstruktion eines Zeitzeugnisses der Shoah. In: T. Breyer, M. Buchholz, A. Hamburger & S. Pfänder: Resonanz, Rhythmus und Synchronisierung: Erscheinungsformen und Effekte. Bielefeld: Transcript Verlag, 351-376.

 

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