Zum Forschungsprojekt

Das von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ geförderte Projekt setzt sich mit der Gegenwart und der Geschichte des Umgangs mit Behinderung in den Gesellschaften Deutschlands und der Ukraine auseinander. Denn es ist keinesfalls selbstverständlich, dass Rechte von Menschen mit besonderen Bedürfnissen gewahrt werden und ein Blick in die Geschichte Europas zeugt von Verfolgung, Diskriminierung, ja in der NS-Zeit sogar von der Ermordung Betroffener. Das in mehrere Phasen untergliederte Projekt untersucht die verschiedenen Konzepte von Behindertenarbeit, Inklusionsmechanismen und der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Behinderung in Deutschland und der Ukraine. Historische Forschungen in Archiven, die Auseinandersetzung mit der Gedenkstättenkultur sowie die Befragung Betroffener ermöglichen einen weiteren Zugang zu der Thematik.

 

Das Projekt ist interdisziplinär und binational angelegt und soll deutschen sowie ukrainischen Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen (Geisteswissenschaften und Soziale Arbeit) mit Praktiken der Inklusion in Gegenwart und Geschichte vertraut machen. Im Rahmen des Projekts wird nicht nur die interkulturelle Kompetenz gestärkt, sondern die Studierenden werden für das Thema Inklusion sensibilisiert und können in Zukunft als MultiplikatorInnen fungieren.

 

In einem Blockseminar und im Rahmen zweier Exkursionen (Schwaben und Nordbukowina) erarbeiten die TeilnehmerInnen Lernvideos, die im ukrainischen und deutschen Sprachraum öffentlich zugänglich gemacht werden. Zudem ist eine Fotoausstellung geplant, die sowohl im Bukowina-Institut an der Universität Augsburg als auch in Tscherniwzi zu sehen sein wird.

 

Das Projekt „Inklusion?! Umgang mit Behinderung in Geschichte und Gegenwart“ wird durch das Förderprogramm MEET UP! Deutsch-ukrainische Jugendbegegnungen der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ gefördert und findet in Kooperation mit der Hochschule Kempten, Fakultät für Soziales und Gesundheit (Prof. Dr. Philipp Prestel) sowie Belle Vue, Kultur- und Bildungszentrum Tscherniwzi in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Soziale Arbeit an der Universität Tscherniwzi (Prof. Dr. Irina Petrjuk) statt.

Förderung

Das Projekt wird gefördert durch:

 

​ MEET UP!

Deutsch-ukrainische Jugendbegegnungen

Stiftung EVZ

„Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“

Kooperationen

Das Projekt entsteht in Kooperation mit:

 

Hochschule Kempten

Fakultät für Soziales und Gesundheit

Belle Vue

Kultur- und Bildungszentrum Tscherniwzi

Universität Tscherniwzi

Lehrstuhl für Soziale Arbeit

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