Bedeutung und Funktion von Antikerekursen in der Frühen Neuzeit

PD Dr. Ulrich Niggemann

Antikes war in der Frühen Neuzeit und weit darüber hinaus bis ins 20. Jahrhundert hinein geradezu allgegenwärtig. In bildlichen Darstellungen, in der Architektur, in gelehrten Traktaten ebenso wie in populären Medien wurde Bezug auf mythologische und historische Figuren, auf Ereignisse, auf Texte genommen. Dabei wurde Antikes nicht nur in den kulturellen Code der je eigenen Zeit eingeschrieben, sondern es wurden auch stets auf's Neue konkurrierende Antiken erzeugt, die ihrerseits Wandlungsprozessen unterlagen. ZIel des Projekts ist es, nicht als historisch gegebene Realität zu betrachten, sondern als Produktion jeweils zeitgenössischer 'Verargumentierungen' und Referenzierungen. Dabei steht insbesondere die Frage nach der Funktion von Antikerekursen im Mittelpunkt.

Publikationen

  • Ulrich Niggemann, Das Perserbild im England der Frühen Neuzeit, in: Robert Rollinger/Kai Ruffing (Hrsg.), Das Weltreich der Perser - Rezeption, Aneignung und Verargumentierung von der Antike bis in die Gegenwart (Classica et Orientalia), Wiesbaden 2019 (im Druck).
  • Ulrich Niggemann, Neuere Forschungen zur Antikenrezeption. Beobachtungen und Perspektiven für die Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit, in: Mitteilungen des Instituts für Europäische Kulturgeschichte 25 (2019), S. 37-58.
  • Ulrich Niggemann, Referenzierungen von Antike auf frühneuzeitlichen Medaillen. Das Beispiel Englands zur Zeit der ‚Glorious Revolution‘, in: Kai Ruffing/Kerstin Droß-Krüpe (Hrsg.), Emas non quod opus est, sed quod necesse est… Beiträge zur Wirtschafts-, Sozial-, Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte der Antike. Festschrift für Hans-Joachim Drexhage zum 70. Geburtstag (Philippika. Altertumswissenschaftliche Abhandlungen, 125), Wiesbaden 2018, S. 633-646.
  • Ulrich Niggemann/mit Kai Ruffing, Modell Antike, in: Europäische Geschichte Online (EGO), hrsg. v. Leibniz-Institut für Europäische Geschichte, Mainz 2013 (URL: http://www.ieg-ego.eu/de/threads/modelle-und-stereotypen/modell-antike).
  • Ulrich Niggemann, Auf der Suche nach einem neuen Modell: James Harrington und die englische Republik, in: Christoph Kampmann/Katharina Krause/Eva-Bettina Krems/Anuschka Tischer (Hrsg.), Neue Modelle im Alten Europa. Traditionsbruch und Innovation als Herausforderung in der Frühen Neuzeit, Köln/Weimar/Wien 2012, S. 126-139.
  • Ulrich Niggemann/Kai Ruffing (Hrsg.), Antike als Modell in Nordamerika? Konstruktion und Verargumentierung, 1763-1809 (Historische Zeitschrift. Beihefte, 55), München 2011, 304 S.

Ansprechpartner

Direktor und Geschäftsführender Wissenschaftlicher Sekretär
Institut für Europäische Kulturgeschichte

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