Sumpf um Sumpf. Otto Kraus und der Schutz von Feuchtgebieten in Bayern, 1905-1984

Leipheimer Moos Feuchtgebiet mit Birken
Leipheimer Moos, 2026 © Universität Augsburg

Warum schützen wir Feuchtgebiete? Welche Vorstellung von Natur kommt hier zum Tragen? Und welche Rolle spielt 'der Staat‘ dabei?


Ausgehend von Otto Kraus, Bayerns „erstem staatlichen Umweltschützer“ im 20. Jahrhundert, betrachtet dieses Projekt die Geschichte des Feuchtgebietsschutzes in Bayern zwischen 1905 und 1984. 

Unter Einbezug weiterer zentraler Figuren, wie etwa Ingeborg Haeckel (1903–1994), Max Dingler (1883–1961) oder Eugen Schumacher (1906–1973) sowie konkreter Feuchtgebiete wie dem Donaumoos, dem Murnauer Moos oder dem Dachauer Moos, ist es das Ziel des Projekts, die Visionen, Diskurse sowie argumentativen, medialen und politischen Strategien zu untersuchen, die mit der Entstehung des Feuchtgebietsschutzes in einem der feuchtgebietsreichsten Bundesländer Deutschlands verbunden sind.


Mit Schwerpunkt auf dem Zeitraum zwischen 1905 und 1984, wichtige Punkte in der Biografie von Kraus und wichtige Meilensteinen der staatlichen Umweltpolitik sowie unter Einbeziehung einer „Bayern-in-der-Welt“-Perspektive verbindet das Projekt Kraus das Lokale mit dem Internationalen. Es erzählt eine Umweltgeschichte, die sich über vier verschiedene politische Regime und vier verschiedene bayerische Feuchtgebiete erstreckt. Als „Longue-durée“-Perspektive auf das Donaumoos (Projekt inland) und drei weitere spezifische Feuchtgebiete sowie als ergänzendes Projekt zu Seidel – einer Wissenschaftlerin am Max-Planck-Wissenschaftlerin und „Erfinderin“ künstlicher Feuchtgebiete – beleuchtet das Projekt Kraus die Rolle des „Staates“ gegenüber Wissenschaftlern und Aktivisten bei Naturschutzbemühungen und konzentriert sich dabei auf den Zeitraum bis zur UN-Ramsar-Konvention von 1975 und den bayerischen Verfassungszusatz von 1984.

 

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