Sumpfluft: Analyse einer unheimlichen Atmosphäre, 1700–1866

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© Universität Augsburg
Das Projekt, das an der Schnittstelle von Wissenschaftsgeschichte (Chemie) und Medizin, Phänomenologie und Umweltgeschichte angesiedelt ist, soll sowohl eine olfaktorische (und insofern phänomenologische) Geschichte als auch eine Stoffgeschichte der als „entzündliche Sumpfluft“ bezeichneten luftigen Substanz zwischen 1700 und 1866 liefern. Als Ausgangspunkt dient das Jahr 1700, da in diesem Jahr Ramazzinis bahnbrechendes Werk über die Krankheiten von Handwerkern und Arbeitern erschien, in dem schlechte, geruchsintensive Luft eine wichtige Rolle spielt, insbesondere im Zusammenhang mit Brunnenbohrungen, Grabaushub und der Flachsrotte.

Das Jahr 1866 dient als Endpunkt, da in diesem Jahr das Sumpfgas von August Hoffmann in Methan (CH4) umbenannt wurde. Ausgehend von der Diskussion, die durch die Erkenntnisse von Naturwissenschaftlern wie Volta, Priestley oder Lichtenberg ausgelöst wurde, wird das Projekt untersuchen, wie die Entdeckung und Erforschung von Methan Ende des 18. Jahrhunderts die Neudefinition der alten Topoi über die Schädlichkeit von Sumpfluft in der Atmosphäre und die Luft in Bergwerken beeinflusste.

 

Mehr über das Teilprojekt erfahren Sie hier:  Wetlands Download Swamp Air D.pdf 129,6 KB

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