Colloquium Augustanum

Das Colloquium Augustanum ist die öffentliche Vortragsreihe des Instituts für Europäische Kulturgeschichte. Sie findet regelmäßig im Wintersemester zu jeweils wechselnden Oberthemen statt.

2018/19 - "Medienereignis Revolution"

Revolutionen waren und sind Medienereignisse par excellence. Revolutionen benötigen die Vermittlung ihrer Ziele durch Flugblätter, Flugschriften, Zeitungen sowie in jüngerer Zeit auch durch Rundfunk, Fernsehen und Internet. Auf der anderen Seite werden sie aber durch die Medien auch erst zu Ereignissen gemacht und werden polarisierend diskutiert. Das Colloquium Augustanum zeigt diesen Zusammenhang in einer Reihe von Vorträgen auf, die zeitlich vom Bauernkrieg des frühen 16. Jahrhunderts über den Niederländischen Aufstand gegen die spanische Herrschaft, die Französische Revolution, die 1848er Revolutionen bis hin zur Russischen Revolution von 1917 reichen. Für die einzelnen Themen konnten renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gewonnen werden, die allgemeinverständlich Einblick in ihre Forschungsergebnisse geben.

2017/18 - "Bilder vom Spanischen Bürgerkrieg: Ereignis, Medien, Erinnerung"

Der Bürgerkrieg, der in Spanien zwischen 1936 und 1939 ausgefochten wurde und das Land tief entzweite, ist angesichts seiner bis heute anhaltenden Folgen ein weiterhin unabgeschlossenes Kapitel der Zeitgeschichte. Und nicht nur der nationalen, sondern auch und gerade der europäischen Geschichte, denn am „Spanischen“ Bürgerkrieg war direkt oder indirekt ganz Europa beteiligt (Internationale Brigaden, Verbände aus Deutschland und Italien, die für das nationale Lager um Franco kämpften, Waffenlieferungen an die Republik aus der Sowjetunion). Die Vorlesungsreihe will aber nicht allein an die Ereignisse aus der Bürgerkriegszeit erinnern, sondern insbesondere die Erinnerung stiftenden Bilder vom Krieg thematisieren, die das kollektive Gedächtnis Europas teilweise entzweit und gespalten, teilweise verbunden und geeinigt hat. Dazu werden ausgewiesene Fachexperten aus verschiedenen historischen Disziplinen referieren, die unterschiedliche Bildmedien in den Blick nehmen: vom dokumentarischen Archivbild bis zur kreativen Bildgestaltung in unterschiedlichen Künsten wie der Literatur, dem Film oder der bildenden Kunst.

2016/17 - "Wissenskulturen der Reformation"

Am 31. Oktober 2017 jährt sich der Anschlag der 95 Thesen zum Ablass durch Martin Luther zum 500. Mal. Dieses Ereignis wurde schon bald als Auftakt der Reformation interpretiert und somit zu einem Akt von welthistorischer Bedeutung. Zum bevorstehenden Reformationsjubiläum 2017 setzt sich die Vortragsreihe des Colloquium Augustanum in diesem Wintersemester das Ziel, sich dem Themenkomplex „Reformation“ von einer Seite zu nähern, die bislang weniger im Zentrum der Diskussion gestanden hat. Nicht so sehr die Ereignisse und ihre historische Herleitung aus kirchen-, sozial- und politikhistorischen Problemkomplexen sollen im Mittelpunkt der Betrachtung stehen, als vielmehr die Konstruktion und Genese von Wissensbeständen, die die Reformation prägten bzw. von der Reformation geprägt wurden.

2019/20-„Universitätsreformen? Schlaglichter der Universitätsgeschichte vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert“

Ansprechpartner

Susanne Empl
Sekretärin
Institut für Europäische Kulturgeschichte

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