Jakob-Fugger-Zentrum
Literatur und well-ageing. Interdisziplinäres Nachdenken über das kurative Potential von Literatur in einer alternden Gesellschaft
Das interdisziplinäre Forschungsprojektes zur Frage des kurativen Potentials von Literatur, des Lesens und des Schreibens im Alter ist an der Schnittstelle von Medical Humanities, Biopoetik und Literaturwissenschaft angesiedelt. Im Gespräch mit Literaturwissenschaftlerinnen, Linguistinnen, Vertreterinnen der Gerontologie, der Neurowissenschaften sowie AutorInnen soll das therapeutische Potential von Literatur, zum Beispiel in Form von Lesezirkeln, Schreibateliers, Erzähltherapie in der Behandlung neurodegenerativer Krankheiten sowie deren Vorbeugung ausgelotet werden. Darüber hinaus geht es um die Analyse literarischer Texte und künstlerischer Produktionen im Hinblick auf ihr Identifikationspotential und mögliche Bewältigungsstrategien altersbedingter existentieller Krisensituationen, wie die Wechseljahre oder die Midlifecrisis. Ein besonderer Akzent liegt dabei auf der gender-Problematik der Erfahrung des Alterns und ihrer Behandlung in literarischen Texten, die sich diesbezüglich als experimenteller Raum erweisen. Das Projekt schließt an an das von der Volkswagen-Stiftung finanzierte Opus-Magnum Projekt „Über Frauenalter(n) schreiben in Texten von Dichterinnen und Autorinnen der italienischen Literatur von der Renaissance bis in die Gegenwart“ (Nomosverlag 2024/25).
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