Jakob-Fugger-Zentrum
Vom Patriziergarten zum Stadtgarten. Augsburger Gärten, Parks und Grünanlagen, 1780–1886
Augsburg genoss um 1900 ein Image als eine der „grünsten“ Städte Deutschlands. Schon früh im 18. Jahrhundert reagierte die Stadt auf ein sich veränderndes Naturverständnis und Freizeitverhalten mit der Anlage ausgedehnter Alleen. Die Schaffung von Erholungsflächen und die gärtnerische Gestaltung neu angelegter Plätze blieb auch und gerade bei wachsender Industrialisierung ein zentrales Anliegen der Stadtplanung.
Das Forschungsprojekt nimmt einen lange Zeitspanne in den Blick, um Entwicklungen im Stellenwert von Grünanlagen in der Stadtplanung, Veränderung in Gestaltungs- und Nutzungskonzepten sowie Naturauffassungen in einer Langzeitperspektive nachzeichnen zu können. Neben städtischen Initiativen soll die Bedeutung von Gesellschaftsgärten untersucht werden, die lange Zeit Funktionen eines Stadtgartens übernahmen.
Das Forschungsinteresse gilt insbesondere dem Transfer von Wissen über Pflanzen, Gestaltungskonzepte und Technik (Bewässerung, Gewächshäuser) sowie der Adaption vergleichbare Maßnahmen zur Anlage von Parks, Plätzen und Straßen in anderen Städten wie Wien, Budapest und Paris.
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