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Im Sommersemester 2018 konnte mit dem in Südafrika ansässigen Historiker und Philosophen Achille Mbembe, einer der wichtigsten Denker des Postkolonialismus in Augsburg begrüßt werden. Achille Mbembe widmete seine Gastdozentur dem Thema „Borders in the Age of Networks“. Er sprach in Augsburg über die Bedeutung von Grenzen in einer Welt von Netzwerken, befasste sich mit der Frage, wem in dieser Welt von Netzwerken Mobilität möglich ist und wer aus welchen Gründen von ihr ausgeschlossen ist. Er setzte sich mit den Implikationen der Vorstellung von einer grenzenlosen Welt auseinander und beleuchtete die Schwierigkeiten und Potenziale einer Dekolonialisierung des Wissens. In einem Podiumsgespräch mit der Kulturjournalistin Claudia Kramatschek stellte sich Achille Mbembe Fragen zu seinen Werken Kritik der schwarzen Vernunft (2014), Ausgang aus der langen Nacht (2016) und Politik der Feindschaft (2017).

Achille Mbembe hat eine Forschungsprofessur für Geschichte und Politik am Witwatersrand Institute for Social and Economic Research (WISER) an der Universität Witwatersrand in Johannesburg, Südafrika inne. Er ist Autor zahlreicher Bücher, in denen er sich mit historischen und politischen Themen sowie mit Kritischer Theorie und Ästhetik auseinandersetzt. Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt, auf Deutsch sind Kritik der schwarzen Vernunft (2014), Ausgang aus der langen Nacht (2016) und Politik der Feindschaft (2017) erschienen. Mbembe ist Mitglied der Amerikanischen Academy of Arts and Sciences. Er ist darüber hinaus vielfach ausgezeichnet worden, darunter im Jahr 2015 mit dem Geschwister-Scholl-Preis und 2018 mit dem Ernst Bloch und Gerda Henkel Preis.

Neben den Vorträgen und dem Podiumsgespräch fand am 16. Mai 2018 ein Workshop in englischer Sprache für Master- und Promotionsstudierende zum Thema „Decolonizing Knowledge“statt.

 

 

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