Jakob-Fugger-Zentrum
Vortrag: Medizin und Mediziner zwischen Orient und Okzident
Augsburger Gesundheitsdialog: "Medizin und Mediziner zwischen Orient und Okzident"
Ein Vortrag von
Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard,
Staatssekretär a.D.
Zum Thema
Medizin und Mediziner zwischen Orient und Okzident
Freitag, 24. Juli 2026
18.30 bis 20 Uhr
mit anschließendem Get-together
Veranstaltungsort:
Fugger und Welser Erlebnismusem
Äußeres Pfaffengäßchen 23
86152 Augsburg.
Veranstalter: Zentrum für Interdisziplinäre Gesundheitsforschung (ZIG) und Jakob-Fugger-Zentrum, Forschungskolleg für transnationale Studien (JFZ) der Universität Augsburg.
Der Augsburger Gesundheitsdialog wird finanziell unterstützt von:
Zur Anmeldung
Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Achtung: Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht. Hier können Sie sich auf eine Warteliste eintragen: Warteliste hinter diesem Link Wir melden uns bei Ihnen sobald ein Platz frei wird.
Informationen zum Vortrag
Der Vortrag beleuchtet die Entwicklung der Medizin und Pharmazie als Ergebnis eines jahrtausendealten Austauschs zwischen Orient und Okzident. Ausgangspunkt ist die grund-legende Frage, die Menschen seit jeher verbindet: Was tun, wenn ein Mensch krank wird? Anhand bedeutender Handschriften aus dem UNESCO-Programm Memory of the World wird die Entwicklung medizinischen Wissens von den frühen Heiltraditionen des Alten Ägypten und Mesopotamiens über die antike griechisch-römische Medizin bis hin zu zentralen Gelehrten des Mittelalters und der frühen Neuzeit nachgezeichnet. Persönlichkeiten wie Hippokrates, Galen, Dioskurides, Hunain ibn Ishāq, ar-Rhazi, Avicenna, Maimonides, Hildegard von Bingen und Andreas Vesalius stehen dabei exemplarisch für die Weitergabe, Übersetzung und Weiterentwicklung medizinischer Erkennt-nisse über kulturelle und sprachliche Grenzen hinweg. Der Vortrag zeigt, dass medizinischer Fortschritt stets auf internationalem Austausch beruhte – und dass diese Zusammenarbeit auch heute von zentraler Bedeutung ist, etwa in der medizinischen Forschung, der Pandemievorsorge und der Ausbildung von Fachkräften im Gesundheitswesen. Abschließend wird deutlich, dass interkulturelle Kooperation nicht nur historische Realität, sondern auch eine zentrale Zukunftsaufgabe bleibt.