Lehrstühle am ZfK

Prof. Keck
Die Suche nach Lösungen und Wegen zur Schaffung von Klimaresilienz erschöpft sich nicht in technischen Fragen, sondern weist auch eine soziale Komponente auf. Aus meiner Sicht lautet die Kernfrage: Klimaresilienz für wen? Ein nachhaltiger Umgang mit unserer belebten Umwelt und der Schutz verwundbarer Bevölkerungsgruppen haben für mich persönlich Priorität.

Prof. Dr. Markus Keck (Lehrstuhl: Urbane Klimaresilienz)

Prof. Dr. Manuel Ostermeier
Klimaveränderungen schaffen immer deutlicher neue Rahmenbedingungen und Restriktionen für gesellschaftliche und unternehmerische Planungsprobleme entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Diesen Herausforderungen müssen wir durch eine interdisziplinäre Betrachtung begegnen, um innovative und klimaresiliente Lösungen zu generieren, die die unterschiedlichen Blickwinkel der einzelnen Disziplinen berücksichtigt.

Prof. Dr. Manuel Ostermeier (Lehrstuhl: Resilient Operations)

 

Am Lehrstuhl für Urbane Klimaresilienz wird der Frage nachgegangen, wie klimagerechte Städte gestaltet werden können. Klimagerechte Städte vereinen zwei grundlegende Prinzipien auf sich: Wirtschaft und Stadtplanung verpflichten sich auf die Einhaltung der Ziele ökologischer Nachhaltigkeit, während Politik und Zivilgesellschaft den Maximen Chancengleichheit, Transparenz und Mitbestimmung folgen. Erst durch die Einhaltung dieser Prinzipien können Städte klimaresilient werden.

 

Klimaresilienz vereint Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen (Adaption) und zur Bekämpfung von Ursachen der globalen Klimakrise (Mitigation) auf sich. Für Städte gilt es dabei all diejenigen gesellschaftlichen Gruppen in den Fokus der Bemühungen zu rücken, die besonders vulnerabel sind (alte, chronisch kranke, sozio-ökonomisch marginalisierte Personen, etc.). Ganz grundsätzlich bedeutet Klimaresilienz aber auch die Suche nach neuartigen Formen des Wirtschaftens und des Zusammenlebens, die das Wohlergehen aller bei gleichzeitigem Erhalt unserer gemeinsamen Lebensgrundlage auf der Erde ermöglicht.    

 

Am Lehrstuhl für Urbane Klimaresilienz arbeiten Prof. Dr. Markus Keck und sein Team und derzeit zu den folgenden drei Kerngebieten:

 

1.    Ernährungssysteme: Welche gesellschaftlichen Strukturen prägen gegenwärtige Ernährungssysteme und welche ökologischen Konsequenzen gehen damit einher? Wie lässt sich das globale Ernährungsregime so transformieren, dass alle Menschen über ausreichenden Zugang zu gesunden und nachhaltigen Lebensmitteln verfügen?

2.    Städtische Infrastruktur: Welche Prozesse gesellschaftlicher Marginalisierung und ökologischer Zerstörung prägen gegenwärtige urban geprägte Räume? Wie lassen sich Städte dergestalt neu denken, dass alle Bewohner:innen vor den Auswirkungen von Extremwetterereignissen geschützt und eine gesundheitsfördernde Umwelt gestärkt wird?

3.    Klimainduzierte Konflikte: Welche gesellschaftlichen Konfliktlinien werden durch die gegenwärtige Klimakrise verschärft und welche politischen Kräfte profitieren davon? Wie lassen sich gesellschaftliche Strukturen aufbauen, die eine gewaltsame Konfliktaustragung verhindern (Konfliktresilienz) und den Fortbestand unserer demokratischen Verfassung ermöglicht. 

 

Der Lehrstuhl für Urbane Klimaresilienz ist aktiver Bestandteil des Instituts für Geographie an der Universität Augsburg.

 

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