Stellenanzeige

Das interdisziplinäre Verbundprojekt Ethische und soziale Aspekte co-intelligenter
sensorgestützter Assistenzsysteme in der Demenzpflege will die ethischen und
sozialen Implikationen von neuen Tracking-, Sensor- und Assistenz-Technologien
untersuchen, die darauf abzielen, das Verhalten von Menschen mit Demenz zu
überwachen und somit sowohl häusliche als auch institutionelle Pflege zu
unterstützen. In der Kombination von Technikbewertung und empirisch informierter
Ethik beforschen wir die soziale Akzeptanz und moralische Bewertung der
Anwendungen in verschiedenen Gruppen (Patient*innen, Familienangehörigen,
professionell Pflegenden und Ärzten). Die integrierte ethische Analyse fokussiert auf
zwei zentrale normative Konzepte in der Demenzversorgung: Privatheit und
Empowerment. Das Projekt findet in enger Kooperation zwischen Ethik, Computerund
Ingenieurswissenschaften sowie angewandter Demenzversorgungsforschung
statt, wobei die Partnereinrichtungen an der Universitäten Oldenburg und Rostock
sowie dem DZNE Rostock angesiedelt sind.
Am Göttinger Institut für Ethik und Geschichte der Medizin liegt sowohl die
Gesamtkoordination als auch die wissenschaftliche Bearbeitung eines der vier
Teilprojekte. Für das Teilprojekt mit dem Titel „Professionsperspektiven und die
normative Bedeutung von Empowerment“ suchen wir eine*n wissenschaftliche*n
Mitarbeiter*in.


Aufgaben:
Die Aufgaben dieser Position umfassen sowohl empirische qualitative Forschung (u.a.
Experteninterviews) als auch ethische Analysen zu den o.g.
Technologienentwicklungen. Die empirische Erhebung findet in enger Absprache mit
den anderen Projektpartnern statt, da diese die Perspektive von Betroffene und
Angehörigen erheben und ein Vergleich angestrebt ist. Zusätzlich ist eine sowohltheoretisch-normative als auch sozialwissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem
Konzept des Empowerments durch diese Technologien gefordert.
Die Mitarbeit im Projekt und am Institut erfordert Bereitschaft zur engen
interdisziplinären Zusammenarbeit und transdisziplinären Transfer in Praxis und
Öffentlichkeit..
Die Weiterentwicklung eigener Forschungsinteressen im thematischen Rahmen des
Projektes ist ausdrücklich erwünscht. Eine wissenschaftliche Weiterqualifikation im
Kontext des Projekts wird durch die Projektleiterin aktiv unterstützt (Dissertation oder
Habilitation je nach Stand der bisherigen Qualifikation).
Die Projektaufgaben erfordern intensive Reisetätigkeiten zu Projektpartnern sowie zu
Forschungseinrichtungen und aktive Teilnahme an Fachtagungen. Neben den
beschriebenen Aufgaben können auch andere Funktionen (z. B. in der Lehre)
übernommen werden.


Die sich bewerbende Person sollte Folgendes mitbringen:
· Sehr gut abgeschlossenes Studium mit einem bio- bzw. technikethischen
Schwerpunkt; Studienhintergrund: Politik- oder Sozialwissenschaften, Philosophie,
Bioethik
· Erfahrung bzgl. Methoden sozialwissenschaftlicher qualitativer Datenerhebung
und -auswertung ist von großem Vorteil
· sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift
· gute Kenntnisse im Umgang mit internationalen Literaturdatenbanken
· Freude an Interdisziplinarität; Organisationstalent sowie ein hohes Maß an
Selbstständigkeit
· Teamfähigkeit und Eigenständigkeit


Das Angebot:
· Integration in ein interdisziplinäres und internationales Team
· sehr gute Arbeitsatmosphäre in einer international aufgestellten Abteilung· flexible, familienfreundliche Arbeitszeiten
Unterstützung bei der eigenen Weiterqualifikation: Wenn eine Dissertation angestrebt
wird, so ist diese je nach Eigenqualifikation und Schwerpunkt im Bereich Bioethik,
Sozialwissenschaften oder medizinische Humanwissenschaften möglich.


Ihre Bewerbung richten Sie bitte bis zum 10.11.2019 an:


Universitätsmedizin Göttingen
Institut für Ethik und Geschichte der Medizin
Prof. Dr. Silke Schicktanz
Gesamtkoordination und Projektleitung
37099 Göttingen
Tel.: 0551/39-33966
Fax: 0551/39-9554
E-Mail: silke.schicktanz@medizin.uni-goettingen.de
Web: http://www.egmed.uni-goettingen.de


Bitte reichen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen ausschließlich per E-Mail im PDF-Format
in einer Datei ein.
Es wird um Verständnis gebeten, dass Fahrt- und Bewerbungskosten nicht erstattet werden
können.

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