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Projekttitel

  Bayerischer Forschungsverbund ForDigitHealth

 

Projektlaufzeit

06/2019 bis 05/2023

 

Finanzierung

Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (StMWK)

 

Projektleitung

Prof. Dr. Henner Gimpel (Wirtschaftsingenieurwesen)

Prof. Dr. Elisabeth André (Multimodale Mensch-Technik-Interaktion)

 

Geschäftsführung

Sabine Toussaint M.A.

 

Weitere beteiligte Universitäten

Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Ludwig-Maximilian-Universität München

Julius-Maximilians-Universität Würzburg

 

 

Beschreibung des Gesamtverbundvorhabens

Die Digitalisierung ist ein weitreichendes gesellschaftliches Phänomen, das zunehmend in alle Lebensbereiche Einzug hält. Durch die Digitalisierung entstehen zahlreiche Vorteile für Individuen, Unternehmen und die Gesellschaft. Daneben ergeben sich durch die intensive Nutzung von digitalen Technologien und Medien allerdings vielfältige Veränderungen, die nur schwer abschätzbare Gefahren bergen, wie Auswirkungen auf die psychische und körperliche Gesundheit. Fragestellungen rund um dieses Thema erfordern eine interdisziplinäre Herangehensweise. Im Forschungsverbund arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus fünf Disziplinen zusammen. Diese sich ergänzenden Fachgebiete untersuchen im Rahmen des Verbundes auch projekt- und themenübergreifende Fragestellungen. Unterschiedliche Sichtweisen von Disziplinen und Einzelprojekten werden auf diese Weise integriert, um das Phänomen digitaler Stress in seiner Gesamtheit zu verstehen und zu adressieren. ForDigitHealth wird sich in diesen Diskurs mit seiner wissenschaftlichen Perspektive einbringen, um sowohl Personen in Entscheidungspositionen als auch Nutzerinnen und Nutzern digitaler Technologien und Medien Erklärungen und Hinweise zu einem gesunden Umgang zu bieten.

 

 

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Bewältigung von digitalem Stress am Arbeitsplatz

Projekttitel

Bewältigung von digitalem Stress am Arbeitsplatz

 

Weitere Projektmitarbeiter

Prof. Dr. Torsten Kühlmann (Berater)

Manfred Schoch, M.Sc.

 

Projektleitung

Prof. Dr. Henner Gimpel (Wirtschaftsingenieurwesen)

Beschreibung

                                                                                                                                         

In Deutschland nutzt heute die überwältigende Mehrheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer digitale Technologien und Medien in ihrem Job. Aus zahlreichen Studien ist jedoch bekannt, dass die Digitalisierung der Arbeitsplätze die Menschen vor neue Herausforderungen stellt, die abhängig von Belastung und persönlichen Voraussetzungen zu digitalem Stress führen können, der langfristig ernsthafte Folgen haben kann. Um den gesunden Umgang mit digitalen Technologien und Medien zu untersuchen, zielt dieses Projekt darauf ab, die Bewältigung von negativem digitalem Stress näher zu erforschen. Zur Stressbewältigung stehen dem Menschen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Diese erstrecken sich von Maßnahmen, die an der Ursache des Stressauslösers ansetzen, bis hin zu Verdrängungs- und Ablenkungstechniken. Diese Maßnahmen sind je nach Situation unterschiedlich effektiv und sinnvoll und werden von Menschen in individuellen Abfolgen durchgeführt. Wie wirkungsvoll diese jeweils sind, wird in diesem Projekt analysiert.

Aber hat Stress vielleicht auch positive Seiten? Zu den Situationen, die zwar stressen, aber letztlich doch positiv erlebt werden, zählen etwa die eigene Hochzeit, die Geburt eigener Kinder oder der erste Arbeitstag in einem neuen Job. Auch in der Literatur existieren Hinweise, dass Stress in der Tat nicht immer negativ sein muss.

 

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Stressbezogene Medienpraktiken im freizeitbezogenen Medienalltag

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Stressbezogene Medienpraktiken im freizeitbezogenen Medienalltag

 

Weitere Projektmitarbeiter

Lisa Waldenburger, M.A.

Projektleitung

Prof. Dr. Jeffrey Wimmer, Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Medienrealität

 

Die alltägliche Verwendung von digitalen Technologien und Medien hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Bei vielen Nutzerinnen und Nutzern äußert sich dieser Anstieg auch im Empfinden von digitalem Stress. Das Projekt fokussiert die alltägliche Mediennutzung, die daraus entstehenden Stresserscheinungen und deren Bewältigung. Das Thema „Digitaler Stress im Medienalltag“ wird in folgenden Dimensionen untersucht:

Die Bedeutung von digitalem Stress: Welche Formen von digitalem Stress nehmen Mediennutzerinnen und -nutzer wahr? Wie bewerten sie diese verschiedenen Formen?

Die Praktiken im Umgang mit digitalem Stress: Wie ist digitaler Stress in den freizeitbezogenen Alltag der Nutzerinnen und Nutzer eingebunden? Wie bewältigen sie diesen?

Das Umfeld und die Kenntnisse der Nutzerinnen und Nutzer: Welche Rolle spielt das Umfeld (Freunde, Verwandte, Medien) für das Wahrnehmen von Stress und den Umgang damit? Gibt es Unterschiede in der Wahrnehmung und im Umgang mit Stress, die vom Kenntnisstand der digitalen Technologien abhängen?

Die mehrstufige Analyse besteht dabei aus qualitativen Tiefeninterviews, Gruppendiskussionen und medienethnographischen Beobachtungen. Die Ergebnisse des Projektes dienen der Entwicklung von Konzepten für den Umgang mit Stresssituationen in Familien, öffentlichen Bildungseinrichtungen und Schulen.

 

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Digitaler Stress in den Medien

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Digitaler Stress in den Medien

 

Weitere Projektmitarbeiter

Dr. Cordula Nitsch

 

 

Projektleitung

Prof. Dr. Susanne Kinnebrock, Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Öffentliche Kommunikation

Das Projekt hat das Ziel, systematisch zu erfassen, wie digitaler Stress als gesellschaftliches Phänomen öffentlich diskutiert wird und befasst sich mit den Fragen: In welchen Medien ist digitaler Stress überhaupt ein Thema? Wie wird er beschrieben, d. h. welche Betroffenen und Umfelder, Ursachen und Symptome werden thematisiert? Welche konkreten Folgeerkrankungen, aber auch denkbare Präventions- oder Interventionsmaßnahmen werden debattiert?

Zunächst erkundet eine Begriffsfeldanalyse, in welchen Medienangeboten und unter welchen Begrifflichkeiten digitaler Stress thematisiert wird. Darauf aufbauend werden einschlägige Online-Foren mit einer qualitativen Inhaltsanalyse daraufhin untersucht, wie sich Digitalstress aus der Perspektive von Betroffenen darstellt und welche Coping-Strategien, also Bewältigungsstrategien, sie empfehlen. Neben dieser individuellen Perspektive wird mit einer quantitativen Inhaltsanalyse der Medientenor zu digitalem Stress herausgearbeitet. Im Vordergrund stehen die Umfelder, wo Stress entsteht, die Eigenschaften des geschilderten Digitalstresses sowie die dargestellten Betroffenen (v. a. deren Diversity, Stereotypisierungen etc.). Dabei interessiert auch die Frage, inwieweit die Berichterstattung klassischen Medienlogiken (z. B. Stereotypen) oder aktuellen Forschungserkenntnissen folgt.

 

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Digital unterstütztes Stress-Coping

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Digital unterstütztes Stress-Coping

 

Weitere Projektmitarbeiter

Marco Schmidt, M.Sc.

Projektleitung

Prof. Dr. Henner Gimpel (Wirtschaftsingenieurwesen)

 

Digitale Technologien und Medien, insbesondere Smartphones, ermöglichen es heute, dauerhaft mit anderen Menschen in Kontakt zu bleiben, sich jederzeit über Geschehnisse in der Welt zu informieren und erleichtern vielen Menschen das Leben. Wie im Forschungsverbund betrachtet, können sie jedoch auch zur Belastung werden und digitalen Stress verursachen. Dieses Projekt verfolgt einen anderen Ansatz und stellt sich die Frage, wie die vielfältigen Daten, die bei der Nutzung von Smartphones oder daran angeschlossener Geräte, wie z. B. einer Smartwatch, entstehen, verwendet werden können, um zielgerichteter auf Stimmung, Emotionen und Stresserleben der Anwenderinnen und Anwender einzugehen. Dabei liegt der Schwerpunkt insbesondere darauf, Menschen über das Smartphone Feedback und Tipps zu geben, wie sie ihr Verhalten so anpassen können, dass Stress vermieden und ein besserer Umgang mit Stress möglich wird. Um dies zu erreichen, wird im Projekt ein intelligentes Assistenzsystem entwickelt, das Stress in Echtzeit erfasst und interpretiert, somit der Entstehung von Stress vorbeugt und dessen Bewältigung unterstützt. Zur Überprüfung, ob das Assistenzsystem tatsächlich zur Stressbewältigung beiträgt, wird das System kontinuierlich getestet.

 

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Aufmerksame, stresssensible und gesundheitsförderliche KI-Komponenten

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Aufmerksame, stresssensible und gesundheitsförderliche KI-Komponenten

 

Weitere Projektmitarbeiter

Alexander Heimerl, M. Sc.

Projektleitung

Prof. Dr. Elisabeth André, Informatik/Multimodale Mensch-Technik Interaktion

 

Der Einsatz künstlich intelligenter Software birgt das Potenzial, zukünftige digitale Technologien und Medien personalisierter und aufmerksamer zu gestalten. Dies gilt für diverse Anwendungsgebiete, insbesondere das der Gesundheit. Wir glauben, dass Personen in Zukunft in den fortlaufenden Lern- und Entfaltungsprozess der von ihnen verwendeten KI-Komponenten sinnvoll eingebunden werden sollten, um ihnen ein Gefühl der Autonomie und Kontrolle zu vermitteln. Das Projekt fußt auf der Hypothese, dass durch die aktive Einbindung von Nutzerinnen und Nutzern in den Lern- und Entfaltungsprozess der zur Verfügung stehenden KI-Komponenten die Akzeptanz von bestehenden gesundheitsfördernden digitalen Technologien und Medien, die solche Komponenten beinhalten, gesteigert und damit auch ihr wirksamer Einsatz verbessert wird. Im Projekt kommen selbstentwickelte Werkzeuge zum Einsatz, die die Erfassung von Verhaltensdaten über mobile Sensoren (unter anderem von physiologischen Daten) sowie deren Analyse und Interpretation ermöglichen. Vorarbeiten zu Interaktionen mit sozialen Robotern und virtuellen Agenten, die sich an das Nutzerverhalten anpassen, werden ebenso einbezogen wie Vorarbeiten zu mobilen multimodalen Assistenzsystemen, welche bereits auf Techniken des interaktiven maschinellen Lernens zurückgreifen und einen sicheren Umgang mit sensiblen und privaten Daten ermöglichen.

 

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