Genderaspekte in der Robotik zur Altenpflege

Humanoide Roboter, die den Menschen bei unterschiedlichen Aufgaben unterstützen oder einfach nur zur Unterhaltung dienen, dringen immer mehr in die Alltagsbereiche von Nutzer und Nutzerinnen vor. Diese Entwicklung zeichnet sich aufgrund des demografischen Wandels vor allem im Bereich der Pflege ab. Kommen Alltagsnutzer und -nutzerinnen mit unterschiedlichen Interessen, Fähigkeiten und Herkunft mit Robotern in Berührung, werden auch diversifizierende Faktoren bei der Mensch-Technik-Interaktion wirksam.

 

Projektleitung

Prof. Dr. Elisabeth André (Multimodale Mensch-Technik Interaktion)

Glassistant

Virtueller Assistent zur Unterstützung von Personen mit Mild Cognitive Impairment (MCI) auf Basis von Smart Glass

Die Diagnose Mild Cognitive Impairment (MCI) ist gekennzeichnet durch subjektive und objektivierbare Leistungseinschränkungen in den Bereichen Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Denkvermögen (Etgen et al. 2011). Zwar sind grundlegende Alltagkompetenzen bei Personen mit leichten kognitiven Einschränkungen nicht beeinträchtigt, es kann jedoch zu Schwierigkeiten bei komplexeren Aufgaben innerhalb der Alltagsbewältigung kommen. Zudem stellt MCI häufig eine Vorstufe der Alzheimer-Demenz dar, so dass ca. 10 – 20% aller Senioren mit leichten kognitiven Einschränkungen innerhalb nur eines Jahres an Alzheimer-Demenz erkranken (Etgen, 2011). Auch wenn es zu keiner Demenzentwicklung im Verlauf des Lebens kommt, wirken sich leichte kognitive Einschränkungen negativ auf die psychische Gesundheit, die Lebenszufriedenheit und die Selbständigkeit im Alter aus (Steinwachs 2004).

 

Projektleitung:

Prof. Dr. Elisabeth André (Multimodale Mensch-Technik Interaktion)

EU RIA KRISTINA

Knowledge-Based Information Agent with Social Competence and Human Interaction Capabilities

Ziel des KRISTINA Projekts ist die Entwicklung von virtuellen Agenten, die Migranten in Fragen zu Pflege und Gesundheit unterstützen. Der Agent dient dabei als Vermittler zwischen Patienten, deren Angehörigen und dem Pflegepersonal und soll dabei helfen, sprachliche und kulturelle Barrieren zu überbrücken.

 

Projektleitung:

Prof. Dr. Elisabeth André (Multimodale Mensch-Technik Interaktion)

SenseEmotion

Multisensorische Schmerz- und Emotionserkennung: Avatar-basiertes Affektmanagement für ältere Menschen

Während sich der demographische Wandel in Deutschland besonders dramatisch gestaltet, steigt gleichzeitig die Lebenserwartung der Generation 65+. Schmerzen im Alter können die Lebensqualität massiv verringern, da sie nicht nur körperliche Beschwerden, sondern auch psychosoziale Störungen wie Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Angst, Hoffnungslosigkeit bis hin zum sozialen Rückzug zur Folge haben können. Im Pflegeheimalltag ist die Schmerzerkennung eine wichtige Routineaufgabe des Pflegepersonals, um ein optimales Schmerzmanagement durch individuell angepasste Therapieprogramme zu ermöglichen. Studien weisen dennoch darauf hin, dass trotz vorhandener Therapiemöglichkeiten eine Unterversorgung der Schmerzpatienten in allen Versorgungsbereichen vorzufinden ist.

 

Verbundskoordination:

Prof. Dr. Elisabeth André (Multimodale Mensch-Technik Interaktion)

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