Ann Kristin Augst, M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Soziologie, Gesundheitsforschung

Promotion

Beginn:

Mai 2017

 

Fachbereich:

Soziologie mit Schwerpunkt Gesundheitsforschung

 

Betreuerinnen und Betreuer:

Prof. Dr. Paula-Irene Villa Braslavsky

Prof. Dr. Verina Wild

 

Die »Unordnung der Geschlechter« im deutschen Gesundheitssystem. Eine wissenssoziologische Untersuchung geschlechtsspezifischer Körperkonzeptionen

Das Projekt befasst sich mit der (Regel-)Gesundheitsversorgung von trans- und intergeschlechtlichen Personen in Deutschland und damit, inwiefern diese mit dem (Un-)Wissen über Körper, die nicht der (geschlechtlichen) Norm entsprechen, innerhalb der Medizin verschränkt ist. Es stellt sich die Frage, wie es zu der – in einigen wenigen Studien konstatierten – Unterversorgung dieser Personengruppen kommt und in welchem Spannungsverhältnis diese zu rechtlichen Ansprüchen (§2 SGB V) und Rahmenbedingungen (TSG) – bspw. auf sog. geschlechtsspezifische Präventionsmaßnahmen – steht. Der Fokus des Promotionsvorhabens liegt dabei insbesondere auf den Wissensbeständen innerhalb der Medizin. Empirisch werde diese mit Hilfe von Interviews eruiert; dabei kommen sowohl trans- und intergeschlechtliche Patient_innen/Personen zu Wort als auch Mediziner_innen. Zusätzlich sollen Standardlehrwerke, welche es in und durch die Interviews zu identifizieren gilt, hinsichtlich der dort proliferierten Informationen über ‚unnormale‘ (geschlechtliche) Körper untersucht werden. Ziel ist es, das Spannungsfeld zwischen der Pluralisierung von Geschlechterkonzepten und der Materialität des (Geschlechts-)Körpers in und am Beispiel der Medizin auszuleuchten.

 

 

Anna Bauer, M.A.

Wiss. Mitarbeiterin
Soziologie mit Berücksichtigung der Sozialkunde

Promotion

Beginn:

November 2018

 

Fachbereich:

Soziologie unter Berücksichtigung der Sozialkunde

 

Betreuerinnen und Betreuer:

Prof. Dr. Armin Nassehi

Prof. Dr. Werner Schneider

 

Vergesellschaftung des Sterbens - Soziologie der organisierten Begleitung Sterbender im ambulanten Kontext

Das eigene Zuhause war und ist bis heute der relevanteste Sterbeort. Ein gutes Sterben im anonymen Krankenhausbetrieb scheint unvorstellbar und nährt das bürgerliche Ideal eines Sterbens zu Hause im Kreis der Familie. Trotz der Bemühungen der Hospiz- und Palliativbewegung um alternative Sterbeorte können weder stationäre Hospize noch Palliativstationen ein Zuhause sein, und dieses ebenso wenig als Wunschsterbeort ablösen. In dem hier vorgestellten Promotionsvorhaben soll untersucht werden, wie durch die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) das Sterben zu Hause in Organisationsroutinen überführt und damit vergesellschaftet wird. Es geht dabei um die soziologische Fragestellung nach sozialer Ordnungsbildung, also danach, wie aus einer Perspektive palliativmedizinischer Praxis Kontingenz, Unsicherheit und Risiken bearbeitet werden. Anhand der Beschreibungen von Mitarbeitenden der SAPV soll mittels eines systemtheoretisch-hermeneutischen Verfahrens die Kommunikationslogik auf den Ebenen der Interaktion, Organisation und Gesellschaft rekonstruiert werden. Interessant scheint dann, wie sich eine palliativmedizinische Praxis zu Hause unterschiedlichen Zugzwängen fügt, bspw. aus dem auf lange Episoden angelegten Interaktionskontakt mit Patienten sowie An- und Zugehörigen, aus der Organisation beim Treffen von Entscheidungen im multiprofessionellen Team unter den Augen anderer spezialisierter Perspektiven und aus einem gesellschaftlichen Erwartungshorizont, der sich für Palliativmediziner leicht als Störfaktor herausstellen kann. Mit diesem Promotionsvorhaben soll eine soziologische Theorie der ambulanten Palliativmedizin entwickelt werden und damit bestehende medizin- und professionssoziologische Ansätze ergänzt werden.

 

Dr. Diana Egermann-Krebs

Akademische Rätin a.Z.
Europäische Ethnologie/Volkskunde

Habilitation

Beginn:

April 2016

 

Fachbereich:

Europäische Ethnologie/Volkskunde

 

Betreuerinnen und Betreuer:

Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel

Prof. Dr. Günther Kronenbitter

Prof. Dr. Michael Simon

 

Sauberkeit und Eigensinn. Hygieneerziehung und kultureller Wandel von 1949 bis 1989/89

Gesundheit und Krankheit werden nicht nur medizinisch definiert, sondern sind kulturelle, gesellschaftliche sowie individuelle Konstruktionen. Sie müssen stets aufs Neue ausge-handelt werden. Diese Aushandlungen und Konstruktionen zu erforschen, ist eine der Aufgaben der Europäischen Ethnologie/Volkskunde. Aber nicht nur die Begriffe und Vorstellungen von Gesundheit und Krankheit spielen im Feld der volkskundlichen Gesundheitsforschung eine Rolle, sondern auch die Vorstellungen von Sauberkeit und Hygiene. Das Habilitationsprojekt setzt sich mit Fragen zu Hygienepraktiken und Fragen zur Vermittlung von Wissen über Hygiene und damit der Gesundheitsprävention auseinander. Zugleich soll dem damit einhergehenden kulturellen Wandel nachgegangen werden. Fragen von Sauberkeit, Krankheitsvermeidung und gesundheitlicher Vorsorge betreffen uns tagtäglich und sind uns so selbstverständlich geworden, dass wir sie nicht mehr hinterfragen. Woher jedoch stammen unsere Vorstellungen, unser Wissen und warum wenden wir welche Hygienepraktiken an? Es wird darüber hinaus analysiert, welche Rolle der Staat als exogene Dominante im Bereich der Erziehung und Wissensvermittlung spielt. Beispielsweise sind wir es heute in öffentlichen Toiletten gewöhnt, Papierhandtücher zur Verfügung zu haben. Durch gezielte staatlich veranlasste Propaganda erfolgte ein Wandel in der Nutzung von Gemeinschaftshandtüchern hin zum heutigen Papierhandtuch. Das Projekt ist zeitlich auf die Jahre 1949 bis 1989/90 eingegrenzt und nimmt die unterschiedlichen Strategien der beiden deutschen Staaten, der BRD und der DDR, vergleichend in den Blick. Neben der Auswertung von archivalischen Quellen ergänzen qualitative Interviews die Forschungen.

 

Dr. Florian Greiner

Privatdozent
Neuere und Neueste Geschichte

Habilitation

Beginn:

Oktober 2015

 

Fachbereich:

Neuere und Neueste Geschichte

 

Betreuerinnen und Betreuer:

Prof. Dr. Dietmar Süß

 

In Würde sterben? Die Debatte um das menschliche Lebensende in beiden deutschen Staaten nach 1945

Das Sterben entwickelte sich nach 1945 zu einem zentralen Konfliktthema. Infolge medizinischer Innovationen und demografischer Veränderungen verlängerte sich nicht nur das Lebensende, es verschoben sich zugleich auch die Sterbeorte. Mit dieser Entwicklung ging eine neue gesellschaftliche Problemdiagnose einher, die sich etwa in emotionalen Debatten um die vermeintliche „Tabuisierung“ des Todes und das anonyme Sterben in Krankenhäusern zeigte. Vor diesem Hintergrund untersucht das Projekt den Diskurs um das Lebensende in beiden deutschen Staaten. Was machte einen „guten Tod“ aus und mit welchen Mitteln wurde versucht, ein „Sterben in Würde“ in modernen Industrie-gesellschaften zu gewährleisten?

 

Katharina Harter, MPH

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Soziologie, Gesundheitsforschung

Promotion

Beginn:

Oktober 2018

 

Fachbereich:

Soziologie mit Schwerpunkt Gesundheitsforschung

 

Betreuerinnen und Betreuer:

Prof. Dr. Alexandra Manzei-Gorski

Prof. Dr. Claudia Traidl-Hoffmann

 

Soziale und psychosoziale Gesundheitsfaktoren – Eine salutogenetisch-biopsychosoziale Untersuchung von Neurodermitis im Erwachsenenalter

(Psycho-)sozialer Stress scheint in der Moderne zuzunehmen. Gründe hierfür werden zum Beispiel in den neuen Arbeitsbedingungen, der Veränderung von Zeitstrukturen („Beschleunigung“) und der erhöhten Selbstverantwortlichkeit von Individuen gesehen. Somit ist eine Zunahme stressbedingter Beschwerden zu beobachten. Auch Neurodermitis-Beschwerden, wie zum Beispiel Juckreiz, werden durch Stress ausgelöst oder verstärkt. Gleichzeitig führt Neurodermitis zu Stress, Stigmatisierungsgefühlen und einer Abnahme der psychischen Gesundheit. (Psycho-)sozialer Stress wird also sowohl als Einflussfaktor auf, als auch als Folgen von Neurodermitis-Beschwerden verstanden. Unklar ist jedoch, welche sozialen und psychosozialen Schutzfaktoren und Ressourcen vor den Beschwerden sowie den (psycho-)sozialen Konsequenzen bei Neurodermitis schützen und damit die Gesundheit der Betroffenen erhalten und fördern können. Im Rahmen des Promotionsvorhabens wird aus salutogenetischer Perspektive untersucht, ob und welche (psycho-)sozialen Gesundheitsfaktoren Neurodermitis-Beschwerden lindern und die biopsychosoziale Gesundheit bei Neurodermitis erhalten oder fördern können. Von Interesse ist auch, wie Betroffene den Einfluss (psycho-)sozialer Faktoren auf körperliche Beschwerden wahrnehmen und ob die medizinischen Gesundheits- und Krankheitsmodelle mit den Lebenswelten der Betroffenen übereinstimmen.

 

Beate Haugwitz, Dipl.-Musiktherapeutin M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Studien- und Forschungsbereich
LMZ | Musiktherapie

Promotion

Beginn:

2017

 

Fachbereich:

Musiktherapie

 

Betreuerinnen und Betreuer:

Prof. Dr. Susanne Metzner

 

Musiktherapie in der Früherkennung und Prävention psychischer Störungen

Schwere psychische Erkrankungen wie schizophrene oder bipolare Störungen gehen häufig mit subsyndromalen Frühverläufen einher. Daher erforschen psychiatrische Früherkennungsinitiativen sog. Risikofaktoren zur Verbesserung der Prädiktion und zur Bereitstellung indizierter Präventionsmaßnahmen für symptomtragende Personen, bei denen noch keine Diagnosestellung möglich ist (Risikopersonen).

Da die musiktherapeutische Prozessforschung unter Zuhilfenahme mikroanalytischer Instrumente insbesondere nonverbale Merkmale bei psychischen Störungen in Bezug die Affekt- und Interaktionsregulation fokussiert, werden Versuche unternommen, Musiktherapie in die transdiagnostische Betrachtung einzubeziehen, aktuell auch in der Früherkennung.

Für das Dissertationsprojekt wird in Zusammenarbeit mit dem Früherkennungszentrum des Universitätsklinikums Dresden ein exploratives Einzelfall-Studiendesign entwickelt, mit dessen Hilfe untersucht werden soll, auf welche Weise Musiktherapie einen transdiagnostischen Beitrag zur Früherkennung am Beispiel der bipolaren Störungen leisten kann.

Zur Generierung von Untersuchungsmaterial wird eine eigens konzipierte musiktherapeutische Kurzintervention implementiert, die sich an risikotragende junge Menschen (18-35 J.) richtet. Die Audio- und Videoaufzeichnungen der Intervention werden mithilfe qualitativer Forschungsmethodik und unter Anwendung validierter Messinstrumente im Hinblick auf spezifische Prozessmerkmale bei dieser Klientel untersucht. Die Ergebnisse werden in den interdisziplinären Kontext der Früherkennung gestellt und diskutiert. Die Studie zielt auf die Generierung von Hypothesen zu einer späteren quantitativen Überprüfung.

Sabine Krauss, M.A.

wissenschaftliche Mitarbeiterin
Soziologie mit Berücksichtigung der Sozialkunde

Promotion

Beginn:

Juni 2018

 

Fachbereich:

Soziologie mit Berücksichtigung der Sozialkunde

 

Betreuerinnen und Betreuer:

Prof. Dr. Werner Schneider

 

Organisation und Arbeit in der Palliative Care. Komplexe kooperative Dienstleistungsarbeit am Beispiel der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV)

Das Sterben wurde innerhalb des Gesundheitssystems lange vernachlässigt, weil bei sterbenden Menschen kurative medizinische Maßnahmen keinen Sinn mehr machen. In Deutschland wurde 2007 die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) eingeführt mit dem Ziel, auch unter schwierigen Voraussetzungen ein Sterben zu Hause möglich zu machen. Dafür sind neben den SAPV-Teams auch weitere Leistungserbringer, wie z.B. Pflegedienste, aber insbesondere auch Angehörige und Zugehörige notwendig.

Die Arbeit untersucht die SAPV unter zwei Gesichtspunkten: Erstens unter dem Blickwinkel von Dienstleistungsarbeit und zweitens unter dem Aspekt der Organisation, insbesondere unter dem Blickwinkel neoinstitutionalistischer Organisationsforschung. Die Arbeit soll darüber hinaus auch ein Beitrag sein, zentrale gesellschaftliche Fragen, Bedingungen und praktische Umsetzungen der Organisation von Care-Arbeit zu analysieren, denn die SAPV ist ein Ort innerhalb der Gesellschaft, an dem gesellschaftlich bedeutende und widersprüchliche Prozesse wirken und von wo aus Gegenbewegungen entstehen.

 

Marlene Lippok, M.A.

Lehrbeauftragte
Europäische Ethnologie/Volkskunde

Promotion

Beginn:

April 2017

 

Fachbereich:

Europäische Ethnologie / Volkskunde

 

Betreuerinnen und Betreuer:

Prof. Dr. Günther Kronenbitter

 

,Achtsame Totenfürsorge’ – diskursanalytische Beobachtungen bei sog. alternativen BestatterInnen und in der Hospizbewegung

Die ehemals gängige Praxis der Versorgung der Verstorbenen durch die Angehörigen ist heute fast in Vergessenheit geraten. Durch die Hospizbewegung und das lebensweltlich wie wirtschaftlich begründete Engagement einiger BestatterInnen wird dies als aktive Form der Trauerarbeit inzwischen wieder häufiger praktiziert, stellt aber immer noch ein Randphänomen dar. Gemeinsames Ziel ist der Wiedergewinn einer bedeutungsvollen Verabschiedungskultur unter Einbeziehung der Angehörigen.

Die Praxis der liebevollen, persönlichen Leichenwaschung steht dabei der standardisierten und technisierten hygienischen Grundversorgung durch BestatterInnen gegenüber. Mittels eines diskursanalytischen Ansatzes möchte ich im Rahmen meiner Promotion den Motivationen, Zielsetzungen und Praktiken der ImpulsgeberInnen dieser Bewegung nachspüren und deren mögliche Einflussnahme wie gesellschaftliche Auswirkungen aufzeigen.

Die Totenfürsorge insgesamt wie die Bewegung der alternativen BestatterInnen stellt trotz vereinzelter Ansätze ein Forschungsdesiderat dar. Das Dissertationsthema greift damit zwei Aspekte der Bestattungskultur auf, die noch wenig Beachtung bekamen. Die bestehende Forschungsliteratur in Bezug auf Hospize wird darüber hinaus um die Facette der Versorgung Verstorbener erweitert. Damit sollen in einem Feld mit hoher kultureller und gesellschaftlicher Relevanz gesellschaftliche Trends erfasst und bestehende Forschungsergebnisse um neue Perspektiven bereichert werden.

 

Dr. Maria Christina Müller-Hornuf

Akademische Rätin
Europäische Regionalgeschichte

Habilitation

Beginn:
2018

 

Fachbereich:
Europäische Regionalgeschichte sowie Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte

 

Betreuerinnen und Betreuer:

Prof. Dr. Marita Krauss

 

Gesundheits- und Umweltpolitik zwischen Planungseuphorie und Risikobewertung. Debatten um den Einsatz von Pestiziden in der Bundesrepublik der 1950er- bis 1970er-Jahre

Chemische Pflanzenschutzmittel weckten nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges große Hoffnungen: Die Ernährung der Bevölkerung konnte trotz Plagen wie zum Beispiel durch Kartoffelkäfer in den 1950er-Jahren sichergestellt werden. Durch die Modernisierung in der Landwirtschaft wurden natürliche Prozesse zunehmend technisch gesteuert.
Gleichzeitig gewannen Fragen nach den gesundheitlichen Risiken dieser neuen Technologien größere Bedeutung. Ärztinnen und Ärzte, Medizinorganisationen sowie staatlichen Behörden, die letztlich die Kontrolle über den Einsatz von Pestiziden hatten, diskutierten über die möglichen Auswirkungen von hochgiftigen Stoffen wie Blausäure oder Zyklon B und das mögliche Krebsrisiko, das mit ihrem Einsatz einherging.
Neue Wirkstoffe wie DDT sollten eine für die Gesundheit unbedenkliche Lösung bringen und erlaubten ein Nachdenken über einen breiten Einsatz im Haushalt, im Garten und auf den Feldern. Hinzu kam eine schier unüberschaubare Bandbreite neuer Pestizide mit unterschiedlichsten Wirkungsweisen, die es den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der medizinischen Disziplinen sowie den staatlichen Behörden immer schwieriger machten, das Risiko für Gesundheit und Umwelt abschätzen zu können.
An den politischen und wissenschaftlichen Debatten wird deutlich, dass die Vermittlung zwischen den Gesundheitsinteressen der Bevölkerung einerseits und den Anforderungen der modernen Landwirtschaft anderseits schwer zu leisten war. Im Fokus des Habilitationsprojektes stehen am Beispiel des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln Fragen des politischen Handelns zwischen Machbarkeitsdenken, medizinischer Fachexpertise und Technikfolgenabschätzung im Zusammenhang von Gesundheit und Umwelt.

 

Dr. Joachim Rathmann

Wiss. Mitarbeiter
Physische Geographie mit Schwerpunkt Klimaforschung

Habilitation

Beginn:

Juli 2015

 

Fachbereich:

Physische Geographie und Quantitative Methoden

 

Betreuerinnen und Betreuer:

Prof. Dr. Jucundus Jacobeit

Prof. Dr. Arne Friedmann

Prof. Dr. Thomas Köllner

Prof. Dr. Hubert Job

 

Ökosystemleistungen

Schöne Naturlandschaften aber auch städtische Grünflächen und Wälder leisten einen nennenswerten Beitrag zur Erhaltung menschlicher Gesundheit, fördern die Erholung und bewirken gleichzeitig eine schnellere Genesung. Das Millennium Ecosystem Assessment der Vereinten Nationen widmete sich 2001 dem globalen Zustand von Ökosystemen und ökosystemaren Dienstleistungen. Gemeint sind Leistungen, die von der Natur kostenfrei bereitgestellt werden und letztlich dazu dienen, menschliches Wohlbefinden (well-being) zu generieren oder zu erhöhen. In dem Projekt werden unterschiedliche Ökosystemleistungen von Wäldern untersucht mit einer speziellen Fokussierung auf die Gesundheitsressource Landschaft.

 

Dr. Mechthild Roos

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Politikwissenschaft, vergleichende Systemanalyse (Europa und Nordamerika)

Habilitation

Beginn:

Oktober 2018

 

Fachbereich:

Politikwissenschaft, vergleichende Systemanalyse (Europa und Nordamerika)

 

Betreuerinnen und Betreuer:

Prof. Dr. Peter A. Kraus 

 

Human right, legal standard, or social benefit? The political regulation of asylum seekers‘ and refugees‘ access to health care in different EU member states

 

Refugees’ and asylum seekers’ access to health care is an important aspect of their mid- to long-term integration into host countries’ societies – or of political endeavours to keep them at the margins of society, based on different conceptions of these persons either as temporary residents, or as future citizens of the host country. This research project examines recent developments in the political regulation of refugees’ and asylum seekers’ access to health care in different EU member states. Among them are Germany and Sweden – two countries that stood out in various ways during the recent so-called ‘migration crisis’. Namely, both countries underwent similar processes of initial demonstrative openness to incoming refugees, presenting themselves as ‘moral superpowers’ in comparison to other European countries, and taking in high numbers of people, but later changing their stance towards refugees and asylum seekers under the impression of growing anxiety vis-à-vis those seeking shelter in Europe. These similar reactions are particularly remarkable considering the fundamental systemic differences between Sweden’s and Germany’s incorporation, welfare and health-care regimes.

Based on a large corpus of legislation and policy documents, this project sheds light on how and why policy provisions changed over the last five years under the impact of relevant events and developments, such as national elections. Amongst other issues, it studies the extent to which certain normative understandings of health – e.g. as human right, legal standard, or social benefit – influenced policy provisions for refugees’ and asylum seekers’ health-care access beyond basic checks performed upon arrival in a host country, and emergency care. It also discusses how related policies were shaped by different conceptions of the state’s general role in the provision of health care, and individuals’ claims to and common perceptions of health services e.g. as a benefit which has to be deserved, or as an element of universal protection.

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