Forschungsbereich Sterben & Lebensende

 

Wie wandelt sich der gesellschaftliche Umgang mit Sterben und Tod? Welche institutionellen Formen und Strukturen lassen sich diesbezüglich unter dem Schlagwort Palliative Care beobachten? Welche Sorgekulturen werden zukünftig für ein würdevolles und selbstbestimmtes Lebensende benötigt? Wo bieten sich Chancen in der Versorgungschwerstkranker und sterbender Menschen? Welche gesellschaftlichen und rechtlichen Voraussetzungen gilt es hierfür zu schaffen (z.B. Advance Care Planning)?

 

Abgeschlossene Projekte dieses Forschungsbereiches finden Sie im Projektarchiv Sterben & Lebensende.

 

Sprecher Sterben & Lebensende
© Universität Augsburg

Prof. Dr. Werner Schneider

Soziologie

Vorstandsmitglied des ZIG

ACP

Advance Care Planning in der ambulanten Palliativversorgung -     Selbstbestimmung, Fürsorge oder Prozessoptimierung?

In der Pilotstudie sollen Vermutungen zu Wirksamkeit und erwünschten und auch unerwünschten Folgen des die Patientenverfügung ablösenden strukturierten Gesprächsprozesses Advance Care Planning (ACP) in einer ersten Gruppe von Gesprächsauswertungen (Interaktionsgespräche) eruiert werden.

 

Projektleitung:

Prof. Dr. Werner Schneider (Soziologie)

Prof. Dr. Kerstin Schlögl-Flierl (Ethik)

Christophorus Hospiz Verein e.V.

Wissenschaftliche Begleitung der Fachstelle beim Christophorus Hospiz Verein e. V. (CHV)

Die wissenschaftliche Begleitung und Auswertung der Fachstelle des CHV wird dazu beitragen, Antworten auf die Frage zu finden, welche Beratungs- und Fortbildungsangebote für welche Akteure erforderlich sind, um stationäre Pflegeeinrichtungen mittelfristig bei der palliativen Pflege und Begleitung sterbender Bewohnerinnen und Bewohner wirkungsvoll zu unterstützen.

 

Projektleitung:

Prof. Dr. Werner Schneider (Soziologie)

SeLeP

Selbstbestimmtes Leben im Pflegeheim

Das am ZIG angesiedelte Projekt widmet sich aus interdisziplinärer Perspektive und mit einem Mixed-Methods-Forschungsdesign der Frage, wie 'das Heim' als wichtige gesundheitliche Versorgungseinrichtung und zentraler Lebensort vor allem für Ältere seine Pflegepraxis so ausrichten kann, dass im täglichen Miteinander für die Bewohner/innen von der Aufnahme im Heim bis hin zur Sterbephase ein möglichst 'gutes Leben' und schließlich auch 'gutes Sterben' Platz finden können. Als Orientierungsmuster gelten hierbei Ansprüche auf Selbstbestimmung, wechselseitiger Achtung und würdevollen Umgang, wie sie bspw. als normative Anforderungen in der Pflege-Charta zu finden sind.

 

Projektleitung:

Prof. Dr. Werner Schneider (Soziologie)

Prof. Dr. Kerstin Schlögl-Flierl (Ethik)

TransPaC

Transition in Palliative Care

Eine qualitativ hochwertige palliative Versorgung zeichnet sich u.a. durch gelingende, Sektoren übergreifende Zusammenarbeit aus. Die Übergänge zwischen den unterschiedlichen Ebenen der Palliativversorgung sind von entscheidender Bedeutung, da häufig der Informationsfluss und die Behandlungskontinuität beeinträchtigt werden, ebenso wie das Vertrauen der Patientinnen und Patienten in das beteiligte Gesundheitspersonal. Im Zuge des TransPac-Projektes untersuchen wir an den zwei Standorten Bonn und Augsburg die Übergänge von Versorgungsverläufen aus der Perspektive des Gesundheitspersonals, der PatientInnen und pflegenden Angehörigen. Im Fokus der Untersuchung stehen der Vergleich von schnittstellenübergreifenden Versorgungsverläufen und die unterschiedlichen palliativen Versorgungsnetzwerke an den beiden Standorten (Bonn und Augsburg).

 

Projektleitung:

Prof. Dr. Werner Schneider (Soziologie)

SAVOIR

Was ist gute Versorgungspraxis?

Mit der im Projekttitel formulierten Leitfrage nach der ‚guten Versorgungspraxis‘ bzw. den Kennzeichen von Versorgungsqualität nimmt das Teilprojekt 3 die praktische Ausgestaltung von SAPV vor Ort in den Blick, wie sie sowohl durch die jeweiligen SAPV-Teams als auch durch die weiteren beteiligten Akteure, wie z.B. HausärztInnen, Pflegedienste, ambulante Hospizdienste bis hin zur Apotheke und zum Sanitätshaus, geleistet wird.

 

Projektleitung:

Prof. Dr. Werner Schneider (Soziologie)

Die Sorge um die Fürsorge

... bis zum Ende über sich verfügen

Das Projekt untersucht, welche Vorstellungen von Autonomie, Verletzlichkeit und Pflegebedürftigkeit Entscheidungen über und Vorkehrungen für finale Lebensphasen beeinflussen. Dabei widmet es sich im Besonderen den Debatten über Patientenverfügungen und untersucht die dahinterliegenden Menschenbilder.

 

Projektleitung:

Prof. Dr. Susanne Kinnebrock (Kommunikationswissenschaft)

Musiktherapeutische Behandlungseffekte in der Palliativmedizin

Es werden bei 50 palliativmedizinischen Patientinnen/Patienten (25 Untersuchungs-, 25 Vergleichsgruppe) Auswirkungen gemischt aktiv/rezeptiver musiktherapeutischer Interventionen sowohl auf Patienten als auch auf deren Angehörige mit vier Interventionszeitpunkten (zweimal 50 Min. MT stationär,  zweimal 50 Min. ambulant) untersucht.

 

Projektleitung:

Prof. Dr. med Hans Ulrich Schmidt

Abgeschlossene Projekte dieses Forschungsbereiches finden Sie im Projektarchiv Sterben & Lebensende.

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