EbEH

Ehrenamtlichkeit und bürgerschaftliches Engagement in der Hospizarbeit

Das kooperative Verbundprojekt beforscht aus insgesamt vier komplementär angelegten Perspektiven die „Erscheinungsformen“ ehrenamtlicher Tätigkeiten im Kontext von Hospiz und Palliative Care sowie das Selbstverständnis der in diesem Bereich freiwillig Engagierten. Der Fokus des in Augsburg angesiedelten Teilprojekts IV liegt dabei auf der Frage nach dem Zusammenhang von Ehrenamt und Zugangsgerechtigkeit.

 

Projektleitung:

Prof. Dr. Werner Schneider (Soziologie)

 

SiH

Sterben zuhause im Heim

Es gibt zwei Erkenntnislücken: Zum einen fehlt ein systematischer Überblick über den Stand der Forschung und der Literatur zu Kennzahlen der Pflegeeinrichtungen sowie zu den zahlreich vorhandenen Modell- und Pilotprojekten im Bereich Hospizkultur und Palliativkompetenz in der stationären Langzeitpflege. Zum anderen ist zu wenig darüber bekannt, wie programmatische Konzeptionen und Willensbekundungen zu Hospizkultur und Palliativkompetenz im Versorgungs- und Betreuungsalltag der konkreten Einrichtungen erfolgreich und nachhaltig umgesetzt werden können.

 

Projektleitung:

Prof. Dr. Werner Schneider (Soziologie)

 

CARE, a Sentient Context-Aware Recommender system for the Elderly

Das Phänomen einer alternden Gesellschaft ist mittlerweile in fast allen westlichen Ländern zu beobachten. In Griechenland und Deutschland gestaltet sich der demographische Wandel besonders dramatisch. Beide Länder haben den höchsten Prozentsatz an älteren Menschen in Europa zu verzeichnen. Gleichzeitig liegt auch die Lebenserwartung der Generation 65+ in beiden Ländern über dem europäischen Durchschnitt. Während eine höhere Lebenswartung als positive Errungenschaft zu betrachten ist, wird sie gleichzeitig von enormen gesellschaftlichen Herausforderungen begleitet. Hierzu gehören, soziale Isolation und fehlende soziale Teilhabe von alleinlebenden älteren Menschen, Verlust der Unabhängigkeit aufgrund von körperlicher Beeinträchtigung und begrenzter Mobilität sowie Inaktivität und fehlende Initiative von älteren Menschen.

Ziele und Vorgaben
Im Vorhaben CARE (a sentient Context-Aware Recommender system for the Elderly) geht es um die Entwicklung eines einfühlsamen und hoch personalisierten Assistenzsystems zur Unterstützung alleinlebender Menschen im häuslichen Wohnumfeld. Assistenz wird in Form situativ-passender und unaufdringlicher Handlungsempfehlungen zur Durchführung physischer, mentaler und sozialer Aktivitäten gegeben, die allesamt auf eine individuelle Steigerung von Lebensqualität und Vitalität abzielen.

Innovationen und Perspektiven
Gängige Ansätze zur automatischen Generierung von Empfehlungen umfassen inhaltsbasierte Techniken, kollaborative Filter und wissensbasierte Techniken. Im Gegensatz zu traditionellen Empfehlungssystemen beruht die Auswahl von Empfehlungen in CARE nicht auf der Ähnlichkeit zu Bekanntem. Stattdessen werden Aktivitäten zur Stimulation von älteren Menschen vorgeschlagen, die deren Alltag durchbrechen. Einem nutzerzentrierten Entwicklungsansatz folgend werden im Vorhaben zwei produktnahe CARE-Demonstratoren in zwei Iterationen implementiert und bei griechischen und deutschen Pilotnutzern installiert und evaluiert. Zusammen mit der Erfassung und Auswertung länderspezifischer Nutzeranforderungen und Techniknutzungsmuster ebnet das Vorhaben den Weg zur zeitnahen Verwertung der Projektergebnisse.

 

Projektleitung                  

Prof. Dr. Elisabeth André


Projektbeteiligte

Stephan Hammer

Madita Herpich

Andreas Seiderer

Prof. Dr. Thomas Rist (Hochschule Augsburg)

 

Kooperationspartner

Hochschule Augsburg

ICCS-NTUA, Athen, Griechenland

 

Laufzeit

01/2014 bis 01/2016

 

Finanzierung

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Struktur- und Prozesseffekte der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) in Bayern

Evaluation / Qualitätssicherung und (Aus-)Wirkungen der SAPV auf die Allgemeine Ambulante Palliativversorgung (AAPV) (unter besonderer Berücksichtigung des ländlichen Raums)

 

Unmittelbar anknüpfend an die jüngst abgeschlossene explorative Begleitstudie über die "Wirksamkeit und Qualitätssicherung in der SAPV-Praxis", die die Spezialisierte Ambulante PalliativVersorgung (SAPV) aus einer umfassenden sozialwissenschaftlichen Perspektive untersuchte, wurd das auf 1 1/2 Jahre angelegte Anschlussprojekt fortgesetzt, das speziell über Struktur- und Prozesseffekte der SAPV in Bayern Aufschluss geben soll. Insbesondere ging es hierbei um die Frage nach der Abgrenzung von SAPV als ergänzendes Angebot zu herkömmlichen Leistungsanbietern, der AAPV (Allgemeine Ambulante Palliativ Versorgung) sowie um die Palliativversorgung im ländlichen Raum. Über die Betreuungspraxis der Patienten und ihrer Angehörigen hinaus wurden insbesondere auch strukturelle Aspekte der Dienste wie z. B. betriebswirtschaftliche Faktoren, Personalausstattung und Finanzierungsmodelle in den Blick genommen.

 

Projektbeteiligte                                

Prof. Dr. Werner Schneider (Soziologie)

Ursula Thoms, M. A.

Franziska Kopitzsch Dipl. Soz. tech.

Dr. Dr. Eckhard Eichner (AHPV Augsburg)

 

Kooperationspartner

20 Leistungsanbieter der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) in Bayern

 

Laufzeit

04/2012 bis 12/2013

 

Finanzierung

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit

Paula Kubitscheck-Vogel-Stiftung

Wirksamkeit und Qualitätssicherung in der SAPV-Praxis - eine explorative Begleitstudie

2007 wurde vom Gesetzgeber in Deutschland die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) als neue Versorgungsform für gesetzlich Versicherte eingeführt. Diese soll - in Ergänzung zu den jeweils regional vorhandenen Versorgungs- und Betreuungsangeboten von Hausärzten über Pflegediensten bis hin zu Hospizdiensten - Sterbenden mit ausgeprägter Symptomatik, so weit wie realisierbar ein Sterben 'zuhause', d.h. in der für sie vertrauten Lebensumgebung, in den 'eigenen vier Wänden' oder im Alten-/ Pflegeheim ermöglichen. Das Ziel der Studie bestand darin, mittels standardisierten Erhebungen und qualitativ-explorativen Forschungen 'vor Ort' die Wirksamkeit und Qualität von Maßnahmen im Rahmen der SAPV systematisch zu erfassen und Möglichkeiten zu deren Bewertung auszuloten. Die Ergebnisse der Forschungsarbeit gingen direkt in die Praxis der Palliativarbeit ein, um eine zielgerichtete Weiterentwicklung und Sicherung von Qualitätsstandards zu ermöglichen. Das Projekt wurde von der Paula Kubitschek-Vogel-Stiftung und dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit finanziert und in enger Kooperation mit dem Interdisziplinären Zentrum für palliative Versorgung am Universitätsklinikum Augsburg, dem SAPV-Dienst Palliamo Regensburg sowie dem Christophorus Hospiz Verein München durchgeführt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Projektbeteiligte

Prof. Dr. Werner Schneider

Ursula Thoms, M. A.

Dr. Nicholas Eschenbruch

 

Kooperationspartner

Dr. Dr. Eckhard Eichner (Universitätsklinikum Augsburg),

Dr. Elisabeth Albrecht (PALLIAMO Regensburg),

Angelika Westrich (CHV München)

 

Laufzeit

10/2010 bis 06/2011

 

Finanzierung

Paula Kubitscheck-Vogel-Stiftung

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit

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