Forschungskonzept
Die Bewerbungsunterlagen für eine Professur unterscheiden sich deutlich von Bewerbungen außerhalb der Wissenschaft. Neben Anschreiben, Lebenslauf und Publikationsliste gehören häufig auch Lehr- und Forschungskonzept dazu.
Ein Forschungskonzept beschreibt auf wenigen Seiten, wofür Sie wissenschaftlich stehen und was Sie auf der ausgeschriebenen Professur aufbauen möchten. Berufungskommissionen nutzen es, um einzuschätzen, welche Schwerpunkte Sie setzen, wie Ihre Forschung zum Profil der Hochschule passt und welche Entwicklungsperspektiven Sie mitbringen. Auch wenn ein Forschungskonzept nicht ausdrücklich verlangt wird, kann es sinnvoll sein, es einzureichen: Es macht Ihre Ausrichtung sichtbar und zeigt, dass Sie sich mit Stelle und Umfeld gezielt auseinandergesetzt haben.
Inhaltliche Bausteine (als Orientierung)
- Forschungsschwerpunkte und Profil: zentrale Themen, Anschlussfähigkeit an die Ausschreibung, ggf. Alleinstellungsmerkmale
- Bisherige Leistungen und Sichtbarkeit: Publikationen, Vorträge, Kooperationen, Nachwuchsförderung, ggf. Drittmittelaktivitäten
- Vorhaben auf der Professur: geplante Projekte, Drittmittelideen, Kooperationen, Tagungen, Publikationspläne, Einbindung in Graduiertenförderung
- Optional/Anlagen: Drittmittelübersicht, KooperationspartnerInnen, kurze Projektliste
Wichtig ist, dass deutlich wird, warum Ihre Forschung genau zu dieser Professur und zur jeweiligen Hochschule passt – und dass Sie Ihr Konzept im Berufungsverfahren (z. B. in Vortrag/Gespräch) auch klar und überzeugend vertreten können.
Weitere Tipps und Beispiele finden Sie bei academics.