A.LEAP Auftaktworkshop in Augsburg

Oliver Mayer-Simmet

Vom 28. bis 30. April 2025 fand an der Universität Augsburg der Auftaktworkshop des Projekts A.LEAP statt – und markierte damit den Beginn einer intensiven, internationalen Zusammenarbeit im Bereich der Lehrkräftebildung. Das Zentrum für LehrerInnenbildung und interdisziplinäre Bildungsforschung (ZLbiB) hieß die Projektpartner herzlich willkommen und freut sich auf die gemeinsame Arbeit in den kommenden fünf Jahren.

Eröffnet wurde der Workshop von Dominik Baldin, Referent für Internationalisierung im Präsidialbüro, der stellvertretend für Vizepräsident Prof. Dr. Frank Kramer ein Grußwort sprach. Anschließend begrüßte A.LEAP-Ko-Koordinator Prof. Dr. Christian Kuchler die internationalen Gäste aus fünf europäischen Ländern:

„Seien Sie uns herzlich willkommen: Prof. Dr. Attilio Carraro (Freie Universität Bozen), Prof. Dr. Martin Hanus (Karlsuniversität Prag), Prof. Dr. Thomas Hellmuth (Universität Wien), Prof. Dr. Gabriel Roberts (Cardiff Metropolitan University) und Prof. Dr. Johann Sandahl (Stockholm Universität). Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit Ihnen die Internationalisierung der Lehrkräftebildung voranzutreiben.“

Von Seiten der Universität Augsburg nahmen zahlreiche Fachvertreterinnen und Fachvertreter aus verschiedenen Disziplinen teil, so Prof. Dr. Petra Kirchhof, Prof. Dr. Olaf Krey, Prof. Dr. Christian Kuchler, Prof. Dr. Stefan Meier, Prof. Dr. Ulrike Ohl, Dr. Jürgen Hofmann, Dr. Andreas Kullick, Anna Berger und Jana Ziel. Aus dem ZLbiB, das die Projektleitung innehat, wirkten Dr. Verena Schurt (Geschäftsführerin des ZLbiB) und Dr. Oliver Mayer-Simmet (A.LEAP-Projektkoordination) sowie Dr. Zuzana Münch-Manková und Stefanie Kessler mit. Ebenfalls mit von der Partie war das Akademische Auslandsamt (AAA), vertreten durch den neuen Leiter Dr. Stephan Hollensteiner und Katrin Alt-Rudin.

Der erste Tag stand im Zeichen des Kennenlernens: Bei strahlendem Frühlingswetter führte Dr. Klaus Vogelgsang die Gäste durch die Augsburger Altstadt, gefolgt von einem gemeinsamen Mittagessen im historischen Annahof. Der anschließende inhaltliche Teil bot Raum zum Austausch: Die internationalen Partner stellten ihre Universitäten, Fachbereiche und jeweiligen Bildungssysteme vor. Besonders im Fokus: die länderspezifischen Ansätze in der Lehrkräftebildung und deren internationale Ausrichtung. Dr. Oliver Mayer-Simmet präsentierte im Anschluss die geplanten Maßnahmen des Projekts als Basis für die weiteren Diskussion.

Der zweite Tag begann mit einem Impulsvortrag von Prof. Dr. Laurenz Volkmann (Universität Jena), der die Bedeutung internationaler Erfahrungen für angehende Lehrkräfte unterstrich. Trotz bekannter Hürden – insbesondere bei Lehramtsstudierenden außerhalb der Fremdsprachenfächer – seien Auslandserfahrungen ein entscheidender Baustein für persönliche und professionelle Entwicklung sowie für den Umgang mit Diversität im Klassenzimmer. Allerdings kehrten Lehramtsstudierende noch viel zu häufig nach dem Studium in ihre Heimat zurück – ein als ‚pädagogische Provinz‘ bekanntes Phänomen. Vor diesem Hintergrund lobte Volkmann A.LEAP als wichtigen Meilenstein für die Internationalisierung der Lehrkräfteausbildung in Augsburg und schlug interdisziplinäre, von Dozierendenteams geleitete Online-Seminare vor, um die Lehramtsstudierende der beteiligten Universitäten miteinander zu vernetzen.

Im Anschluss ging es in die konkrete Projektplanung: Im Fokus standen zunächst Formate der Internationalisation@home – digitale, hybride und analoge (inter-)disziplinäre Lehrangebote, die gemeinsam von Augsburger Lehrenden und internationalen Partnern gestaltet werden. Zusätzlich sind erste Exkursionen an die Partneruniversitäten und eine gemeinsame digitale Ringvorlesung geplant. Adressatinnen und Adressaten sind vor allem Lehramtsstudierende, die sich mit längeren Auslandsaufenthalten schwertun.

Auslandsmobilität stand nach der Campustour wieder auf der Agenda: Angedacht sind ab 2026 einsemestrige Studienaufenthalte an den Partneruniversitäten, auch in enger Verzahnung mit der Praxis oder mit Haus-/Abschlussarbeiten. Dafür soll ein System zur Vergabe von DAAD-Stipendien entwickelt werden. Welche Partneruniversität den Augsburger Studierenden welche Angebote machen kann, wird sich im Laufe des Jahres konkretisieren. Fachinterne Gesprächsrunden rundeten den Tag ab.

Den Mittwochvormittag widmete das Team der Planung der ersten Augsburger Sommerschule im Spätsommer 2026. Die Projektverantwortlichen erwarten bis zu 35 Studierende der Partneruniversitäten, die gemeinsam mit ihren Dozierenden an die Universität Augsburg kommen, von der eine etwa gleich hohe Anzahl an Lehramtsstudierenden verschiedener Schularten und Fächer teilnimmt. Teils disziplinübergreifend, teils fachspezifisch ausgerichtet, wird die Sommerschule mit Workshopcharakter von einem gemeinsamen Impulsvortrag geleitet. Wesentlich sind die verschiedenen Perspektiven der Studierenden auf eine gemeinsame, noch festzulegende Fragestellung. Daneben bietet die Sommerschule einen breiten Raum für interkulturellen Austausch und kreative, kollaborative Projektarbeiten.

Der Workshop endete mit der Klärung finanzieller und rechtlicher Rahmenbedingungen – und einem entspannten, offenen Ausklang des gelungenen Auftakts in kollegialer Atmosphäre.

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmenden für ihr Engagement, ihre Expertise und ihre Impulse. Das ZLbiB blickt mit großer Vorfreude auf die kommenden Jahre der Zusammenarbeit im Rahmen von A.LEAP.

 

 

 

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