Johanna Eckert
Projektskizze
Die Schönheit der Natur ist ein häufig verwendetes Motiv. Sie wurde und wird in einer Vielzahl von Werken der Literatur und Kunst thematisiert, und selbst in alltäglichen Diskussionen gibt es kaum Gegenargumente zu der These, dass die Natur Elemente enthält, die als ästhetisch ansprechend empfunden werden. In diesem Zusammenhang wird jedoch oft gesagt, dass Schönheit im Auge des Betrachters liegt, d. h. dass ästhetische Werte subjektiv sind. In der Umweltdebatte ist die Frage nach einem der Natur innewohnenden ästhetischen Wert daher zu einem Streitpunkt im wissenschaftlichen Diskurs geworden. Der theoretische Teil des Promotionsvorhabens befasst sich mit Möglichkeiten, eine bestimmte Art von Objektivität ästhetischer Werte in Bezug auf alpine Landschaften zu definieren und diesen Wert als dem Objekt selbst innewohnend zu verorten. Ein Hauptziel besteht darin, den anthropozentrischen Ausgangspunkt ästhetischer Wahrnehmung nicht als Hindernis für die Etablierung von Objektivität zu betrachten, sondern als Chance zur Entwicklung naturschützenden Verhaltens. Aus diesem Grund befasst sich das Projekt in seiner Spezifizierung auf alpine Landschaften mit der Frage, inwieweit das Erkennen und Wahrnehmen ästhetischer Werte in Bezug auf alpine Landschaften trainiert werden kann. Wenn klar ist, ob und wie ein solches Training möglich ist, könnten ästhetische Werte in der Natur als Instrument zur Förderung des Naturschutzes genutzt werden. Das übergeordnete Ziel des Promotionsprojekts ist es, die Gründe für den alpinen Landschaften zugeschriebenen ästhetischen Wert zu analysieren und in Verbindung mit Theorien der Naturästhetik ein spezifisches Bildungsprogramm für alpine Landschaften zu entwickeln, das einen neuen Ansatz zur Förderung naturerhaltenden Verhaltens beiträgt.
Akademischer Lebenslauf
- Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Moraltheologie (Prof. Dr. Kerstin Schlögl-Flierl) Mai 2021- Februar 2024
- Umweltethik Expertin für die Forschungswoche des k.i.d.Z Projekts der Uni Innsbruck seit 2023
- Wissenschaftliche Mitarbeiterin im KodiLL Projekt TP1 am Lehrstuhl für Kirchengeschichte Februar 2024- Oktober 2025
- Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DLR_School_Lab am AMU der Uni Augsburg seit Februar 2025
Pubilkationen
- Johanna Eckert und Tim Zeelen Videobasiertes Lehr-Lernszenario in der Hochschule – theoretischer Hintergrund und struktureller Rahmen eines Praxisbeispiels zur Wertebildung Bibliothek - Forschung und Praxis 49, S. 402-409 (2025)